Umbau und neue Öffnungszeiten im Kindergarten Högling

Dem Kindergarten Högling (Gemeinde Fensterbach) steht eine Erweiterung bevor. Parallel dazu sollte es nach Auffassung des Elternbeirats auch im Regiebuch der Einrichtung zu Änderungen kommen. Darauf weisen die Ergebnisse einer Umfrage hin.

Müssen im Kindergarten Högling Überlegungen angestellt und Neuerungen eingeführt werden? Eine vom Elternbeirat intiierte Umfrage lässt erkennen, dass Denkprozesse in Gang kommen sollten. Der Gemeinderat will dabei nicht abseits stehen.
von Autor HOUProfil

Der Vortrag des Elternbeiratsvorsitzenden Stefan Richthammer und die sich anschließende Diskussion im Gemeinderat dauerten über eine Stunde. Danach wurden aus dem Gremium Stimmen laut, denen sich sinngemäß entnehmen ließ: "So haben wir die Dinge bisher nicht geschildert bekommen."

Stefan Richthammer hatte sich der Aufgabe unterzogen, per Computerumfrage die Eltern der Kinder zu kontaktieren und deren Antworten in eine Bedarfsanalyse münden zu lassen. Das ging mit großem Aufwand und sehr professionell vonstatten, wie Bürgermeister Christian Zieger dem Elternbeiratsvorsitzenden bescheinigte.

Starke Resonanz

70 Angeschriebene nahmen teil. 40 von ihnen haben Kinder bis zu sechs Jahren in ihrem Haushalt, 30 gaben an, sie hätten Kinder von sieben bis zehn Jahren. Dabei informierte Richthammer, dass auch Eltern von Schulkindern mit in die Umfrage einbezogen wurden.

Die gewonnenen Erkenntnisse waren sehr detailliert. Zum Beispiel, wie viele Stunden pro Tag eine Betreuung gewünscht werde. "Fünf Stunden", lautete die am meisten gegebene Antwort (36 Prozent). Aber auch sechs Stunden (19 Prozent) und sieben Stunden (17 Prozent) wurden häufig genannt.

Auch zu den sogenannten Bringzeiten gab es Erhebungen. Dabei ergab sich laut Richthammer, dass knapp 30 Prozent der Teilnehmer eine Betreuung vor 7.15 Uhr wünschen. Interessant dabei: Die Aufnahme der Kinder beginnt momentan um 7.15 Uhr. Doch manche der Eltern, so machte der Beiratsvorsitzende deutlich, hätten eben einen längeren Weg zu ihrem Arbeitsplatz.

Probleme in den Ferien

Auch nach der Versorgung mit Essen im Kinderhort wurde gefragt. 38 Prozent bejahten einen solchen Service, 45 Prozent antworteten mit Nein. Eher wenige hätten gerne eine Essensversorung ihres Nachwuchses "an einzelnen Tagen".

Auch die Sommerferien und ihre Überbrückbarkeit durch die Eltern waren ein Thema. Dabei stellte sich heraus: Die Anzahl von 30 Tagen können nur acht der Befragten abdecken. Die weitaus größere Zahl der Eltern sieht sich vor Schwierigkeiten gestellt.

Weiterer Artikel aus dem Gemeinderat

Fensterbach

Brauchen auch Schulkinder der ersten und zweiten Klasse eine Nachmittagsbetreuung? Bedarf ist da. Von 65 antwortenden Teilnehmern bejahten 34. Die anderen 31 verneinten. Bei Kindern der Klassen drei und vier verhält es sich laut Umfrage ähnlich: Bei 64 Teilnehmern kam von 30 ein Ja, von 34 ein Nein. Betreuung für Schulkinder während der Ferien, so ergänzte Richthammer, werde in 28 Fällen erbeten. 37 weitere Umfrageteilnehmer verneinten.

Angebot überarbeiten

In der Zusammenfassung machte sich Stefan Richthammer zum Sprecher der Eltern. Er mahnte die "dringende Überarbeitung der Öffnungszeiten" an und gab dem Gemeinderat zu bedenken, dass beim jetzigen Zustand das Bringen und Abholen der Kinder für viele nur machbar sei, wenn andere wie etwa Großeltern zu Hilfe kommen. Der Beiratsvorsitzende regte eine eigene App für den Kindergarten an und dankte ausdrücklich dem dort arbeitenden Personal. Er sprach ferner die sogenannten Schließtage an und hielt Überlegungen auch auf diesem Sektor für nötig. Dazu legte er Vergleiche mit anderen Kindergärten vor. Der Gemeinderat hörte den einzelnen Ausführungen aufmerksam zu.

Dann hieß es in Redebeiträgen, man habe wohl Handlungsbedarf. Reaktionen dürften nicht auf die lange Bank geschoben werden. Deshalb soll nun ein Dreiergremium von Räten zusammen mit Bürgermeister Christian Ziegler und der Kindergartenleitung in beratende Gespräche eintreten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.