05.08.2020 - 14:13 Uhr
HohenburgOberpfalz

Bau- und Umweltausschuss Hohenburg auf Baustellentour durch das Gemeindegebiet

Maßnahmen zur Denkmalsanierung kommen teuer. Die stellen die Mitglieder des örtlichen Bau- und Umweltausschusses fest, als sie sieben gemeindliche Baustellenbereiche in der Marktgemeinde Hohenburg besichtigen.

Die historische Friedhofsmauer in Hohenburg ist einstmals aus Feldsteinen und Findlingen errichtet worden. Dies verursacht bei der Sicherung einen hohen Kostenaufwand. 177 000 Euro hat die Maßnahme letztendlich gekostet, informiert Bürgermeister Florian Junkes die Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses.
von Paul BöhmProfil

Zusammen mit den Mitgliedern Manfred Braun, Manfred Meier, Markus Mitschke, Josef Weigert und Bastian Wittl vom Bau- und Umweltausschusses begutachtete Bürgermeister Florian Junkes verschiedene Baustellen im Gemeindegebiet. Einige der Baumaßnahmen befinden sich noch in der Planungsphase, andere stehen schon kurz vor dem Abschluss.

Dass die Sanierung der denkmalgeschützten Friedhofsmauer in Hohenburg teurer gekommen ist als ursprünglich eingeschätzt, lag wohl daran, dass in weiten Teilen der Umfassung so gut wie kein Fundament vorhanden war. Die Einfriedung des Gottesackers sei als Denkmal eingestuft, und da gelten bei Sanierungen besondere Regelungen und Vorgehensweisen, sagte Bürgermeister Florian Junkes beim Ortstermin. „Trotz verschiedener Schürfungen und Grabungen am Mauerfuß hat man die Schwachpunkte erst bei der Sanierung gesehen", sagte er. So habe sich bei den Arbeiten auch herausgestellt, dass ein größerer Bereich doch recht instabil war. Diesen Abschnitt habe man mit großem Zeitaufwand unterfangen und neu aufbauen müssen.

„Staunässe und schadhafter Mörtel haben eine beidseitige Drainage notwendig gemacht, um die langfristige Standsicherheit zu erhalten“, betonte der Bürgermeister. Bei den Arbeiten seien Schäden zutage gekommen, die man trotz mehrerer Schürfungen nicht habe vorhersehen können.

Die im Vorfeld für die Sanierung der Friedhofsmauer veranschlagten 120 000 Euro stiegen laut Junkes wegen der zusätzlichen Drainage und der Abdeckung der Mauerkrone auf insgesamt 177 000 Euro. Vom Landesamt für Denkmalpflege habe Hohenburg einen Zuschuss von 20 000 Euro bekommen, 10 000 Euro habe es von der Landesstiftung Bayern gegeben und 6000 Euro vom Bezirk Oberpfalz. „Die Maßnahme war nötig uns ist auch sehr gut gelungen“, laute die Bilanz des Bürgermeisters zum Abschluss der Maßnahme.

Antrag auf Nachfinanzierung

Hohenburg

Weiteres Ziel der Begehung war die Gemeindeverbindungsstraße nach Köstlöd. Hier stand man vor der Entscheidung: Reparatur oder komplette Sanierung. Bauausschuss und Bürgermeister waren sich einig, dass man die Straße komplett ausbessern sollte. Bodenproben sollen genommen werden, um festzustellen, wie die Beschaffung des Straßenunterbaus ist. Bürgermeister Florian Junkes soll Kostenangebote für die Straßensanierung einholen und dieses Thema dann im Herbst auf die Tagesordnung des Marktgemeinderats setzen, so die Entscheidung des Bauausschusses.

Den Sachstand beim Ausbau der Dorfstraße in Malsbach erklärte Zweiter Bürgermeister Manfred Braun. Als Anlieger sei er täglich auf der Baustelle, sagte er. Bei der Baumaßnahme hätten sich Mehrkosten in Höhe von 32 000 Euro ergeben. Wegen der Verrohrung des Regenüberlaufbeckens solle Bürgermeister Florian Junkes mit der beauftragten Firma reden. „Das wurde anders gemacht, als abgesprochen“, stellte Manfred Braun fest. Einig war man sich im Ausschuss, dass für die Gemeindeverbindungsstraße von Malsbach in Richtung Thonhausen eine neue Asphaltdecke nötig ist. Ein Angebot dafür soll eingeholt werden, der Bauausschuss rechnet mit Kosten von etwa 20 000 Euro.

Bürgermeister Florian Junkes teilte mit, dass es nach Auskunft des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach eine weitere Felssicherungsmaßnahme an der Gemeindeverbindungsstraße im Ortsbereich von Allersburg geben wird. Die Sanierung der Brücke über den Weihermühlbach in Ransbach steht wohl an. Bauhofmitarbeiter hätten zwar schon öfter kleinere Reparaturmaßnahmen vorgenommen, aber das reiche jetzt nicht mehr aus, um die Schäden zu beseitigen, sagte Markus Mitschke. Der Bauausschuss entschied, die Brücke von einem Betonbauer besichtigen zu lassen. Erst dann will man weitere Entscheidungen über eine Brückensanierung treffen. Gebaut wurde die Brücke in den frühen 60er-Jahren von der damaligen Gemeinde Ransbach.

Nach dem Brand am Marktplatz in Hohenburg müssen die Gebäude zeitnah gesichert werden, informierte der Bürgermeister. Bei einem Projekt habe der Eigentümer damit schon begonnen. Ein eventueller Bauträger habe sich bereits für die Objekte interessiert. Derzeit sei die Gemeinde dabei, Kontakte mit zwei Eigentümern herzustellen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Die zu Beginn der 60er-Jahre von der Gemeinde Ransbach gebaute Brücke über den Weihermühlbach ist in die Jahre gekommen und bedarf einer Sanierung. An beiden Seiten sind schon Betonstücke abgeplatzt.
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