Beim Hohenburger Faschingszug drängten sich die „Frackträger“ auf der Ladefläche eines Lastwagens zusammen. Die Pinguine ließen sich durch den Ort chauffieren und bewarfen das närrische Volk nicht nur mit Süßigkeiten – auch ein paar kleinere Eisschollen flogen durch die Gegend. Zudem nutzten die im Ort verbliebenen zahlreichen schwarzen Flattergestalten die Gelegenheit, im Zug mitzufliegen und sich mit lautstarkem „Flatter – flatter – flatter“ ein freies Flugfeld zu sichern.
Ton- und taktangebend war wieder die bunt zusammengewürfelte Hohenburger Trachtenkapelle mit ihrer Dirigentin Anja Paulus, heuer nicht mit dem Taktstock, sondern mit der Querflöte und im warmen Tigerfell unterwegs. Seine Tollität Prinz Niklas I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Lena I. führten den Hohenburger Gaudiwurm an, grüßten huldvoll aus dem Prunkwagen ihre närrischen Hohenburger und beschenkten die jüngeren Untertanen mit Bonbons. Bestens einstudiert hatte die Hohenburger Prinzengarde ihren Tanz und die eingebauten Hebefiguren. Aber so richtig warm wurde es den Gardemädchen dann doch nicht im Lauterachtal, wogegen für die Pinguine die Temperaturen genau richtig waren.
Ihr Fett bekamen die „Stoderer“ weg, denn die seien „z'bleid zum Schürn“, weswegen ihnen der Landrat einen Ofenführerschein verpasst habe. Ob der im Zug mitgeführte Bullerofen der Abgasnorm entspricht, ist aber zu bezweifeln, gequalmt hat er jedenfalls kräftig. Am Rathausplatz feierten die Hohenburger dann noch kräftig ab, ehe es am nächsten Morgen schon wieder hieß: „Antreten zum Marsch der Zylinder“.

















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.