17.02.2020 - 11:21 Uhr
HohenburgOberpfalz

Hohenburg und Fraunhofer Umsicht sollen weiter profitieren

Die Produktion von "grünem Wasserstoff" aus Hohenburg – keine Vision sondern Wirklichkeit. Möglich ist das durch den Prozess des sogenannten Thermo-Katalytischen Reformings. Laut Fraunhofer-Umsicht eine Technik mit riesigem Potenzial

Wollen das TCR-Verfahren zum Amberg-Sulzbacher Exportschlager machen: Professor Andreas Hornung (vorne) und MdL Harald Schwartz (Dritter von rechts) mit Landrat Richard Reisinger (rechts), Hohenburgs Bürgermeister Florian Junkes (Zweiter von rechts) und (von links) Karl-Heinz Stiegler, Peter Braun (Schmidmühlen) und Stefan Braun (Kastl).
von Externer BeitragProfil

„Amberg-Sulzbach erhält aus der Fraktionsreserve der CSU-Landtagsfraktion die höchste Einzelfördersumme der Oberpfalz. Diese eine Million Euro wird in ein nachhaltiges und innovatives Projekt von Fraunhofer Umsicht hier in Hohenburg investiert“, stellte Landtagsabgeordneter Harald Schwartz beim Ortstermin mit Professor Andreas Hornung, dem Leiter von Fraunhofer Umsicht in Sulzbach-Rosenberg, Landrat Richard Reisinger, den Bürgermeistern Florian Junkes (Hohenburg), Stefan Braun (Kastl) und Peter Braun (Schmidmühlen), sowie dem Bauherrn der Anlagenhalle und Geschäftsführer der benachbarten Trocknungsanlage, Karl-Heinz Stiegler, fest.

„Hier auf Aichaberg führen wir den Prozess des sogenannten Thermo-Katalytischen Reformings in die praktische Umsetzung. Dank der Initiative von MdL Schwartz können wir ein weiteres, riesiges Potenzial der Technologie heben: die Produktion von grünem Wasserstoff. Das ist ein Meilenstein für dieses Projekt“, unterstrich Hornung in einer Mitteilung an die Presse. Im TCR-Verfahren werden biogene Reststoffe wie Gärreste, Kompostierreststoffe, Papierrückstände, getrockneter Klärschlamm oder Bioabfälle wiederverwertet und in Öl, Gas (Synthesegas, grüner Wasserstoff) und Karbonisat (beispielsweise Biokohle) umgewandelt. Die entstehenden Stoffe können dann dezentral als Bio-Brenn- oder Kraftstoffe verwendet werden. Hohenburgs Bürgermeister Florian Junkes war sich mit den Kollegen aus den Nachbarkommunen und Landrat Richard Reisinger einig: „Die Unterstützung von Projekten wie diesem sind die beste Regionalförderung, die man sich wünschen kann“

Hornung erklärte weiter: „Die TCR-Technologie wird im Strategieplan für Energietechnologie (SET-Plan) der EU als aussichtsreiche Konversionstechnologie für die Erzeugung klimaneutraler speicherbarer Energieträger beschrieben. Damit wird unser großtechnischer Demonstrator hier in Hohenburg europaweit beachtet. Es entstehen vor Ort acht bis zehn Arbeitsplätze. Ende diesen Jahres wollen wir ihn in Betrieb nehmen.“ Reisinger und die Bürgermeister baten den Landtagsabgeordneten, dass das Verfahren nach erfolgreicher Testphase in Hohenburg auch weiterhin durch den Freistaat gefördert und so zu einem „Hohenburger/Amberg-Sulzbacher Exportschlager“ werden kann. „Wir bleiben dran: Ein entsprechender Antrag wird nächste Woche im Landtag behandelt“, so Schwartz in der Presseinfo.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.