Das Ergebnis der Jahresrechnung 2023, die Haushaltsplanung für 2024 und die Beschlussfassung zum Finanz- und Investitionsplan für die Jahre 2023 bis 2027 standen bei der Sitzung des Marktgemeinderats Hohenburg im Bürgersaal auf der Tagesordnung. Wie Bürgermeister Florian Junkes erläuterte, betrug der Gesamthaushalt für 2023 insgesamt 7,3 Millionen Euro. Der Verwaltungsetat 2023 schloss demnach mit 3,4 Millionen Euro, der Vermögensetat mit 3,9 Millionen Euro. Junkes hob hervor: "Die Gesamtverschuldung der Marktgemeinde konnte im Jahr 2023 von 2.207.562 Euro um 173.067 Euro auf 2.034.495 Euro gesenkt werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung ging damit zum 31. Dezember 2023 auf 1308 Euro zurück." Sorgen bereitet dem Bürgermeister der Rückgang des Gewerbesteueraufkommens in den Jahren 2021 und 2022 um jeweils über 900.000 Euro auf 660.000 Euro im Jahr 2023. „Auch für 2024 liegen die Prognosen ähnlich wie im Jahr 2023“, sagte Junkes.
Der vom Gemeinderat einstimmig beschlossene Haushalt 2024 schließt mit insgesamt 7,3 Millionen Euro. Auf den Verwaltungsetat entfallen 3,6 Millionen Euro, auf den Vermögensetat 3,7 Millionen Euro. Somit sind die Haushaltszahlen ähnlich denen von 2023. Für 2024 wurde ein Kassenkredit in Höhe von 600.000 Euro festgesetzt. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt wird für das Jahr 2024 mit 174.000 Euro angegeben.
Bürgermeister Florian Junkes stellte bei der Haushaltsbesprechung fest, dass sowohl die Verwaltung als auch der Bauhof samt Kläranlage, Wasserversorgung und Winterdienst über eine dünne Personaldecke verfügen. "Wie schon im Haushaltsjahr 2023 sind nach jetzigem Stand und bei planmäßigem Verlauf der Investitionen und Eingang der Fördermittel keine Kreditaufnahmen vorgesehen", hob Junkes hervor. Sorgen bereitet dem Hohenburger Bürgermeister allerdings die stagnierende Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen und die um 48.000 Euro steigende Kreisumlage. Und das Ende der Fahnenstange sei hier wohl noch nicht erreicht. Dies führe auch dazu, dass für 2025 hinsichtlich der Kreditaufnahmen keine Prognose getroffen werden könne. Der in der Haushaltsatzung festgelegte Kassenkredit für 2023 habe nicht beansprucht werden müssen. Ende 2024 soll laut Junkes nach Ablauf der Zinsbindung ein Darlehen zurückgezahlt werden. Der geplante Umschuldungskredit könne daher entfallen. Der Bürgermeister erklärte, dass die Gemeinde aus dem Etat 2023 knapp 1,8 Millionen zum Haushalt 2024 zuführen könne, weil sich Investition verzögert hätten.
Wie der Bürgermeister anmerkte, bleibt neben der Weitersanierung des Anwesens Nr. 21 am Marktplatz als große Baustelle das Rathaus mit dem Einbau eines Aufzuges und der Heizungserneuerung für über zwei Millionen Euro. Dazu komme in den nächsten Jahren die Sanierung des Ackerbürgerhauses am Marktplatz 10, in das das Naturparkzentrum Hirschwald einziehen soll. Wie in der Sitzung bekannt gegeben, werden die Kosten dafür auf etwa 5,1 Millionen Euro geschätzt. Förderfähig davon sind 3.350.000 Euro. Aus dem Umweltministerium ist ein Zuschuss von 90 Prozent, maximal zwei Millionen Euro, zugesagt, aus dem Bereich Städtebauförderung des Regierungsbezirks Oberpfalz 1.350.000 Euro. Der Eigenanteil der Marktgemeinde Hohenburg wurde mit 1.750.000 Euro angegeben. Die Umsetzung der Maßnahme wird für frühestens Ende 2024 erwartet.
Laut Informationen des Bürgermeisters gestaltet Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach derzeit die Engstelle an der Staatsstraße 2235 mit der Neugestaltung der Einfahrt Keissing um. Die Kosten für Wasserleitungen, Kanal und andere Leitungen trage die Gemeinde. Mit der Fertigstellung ist Ende April zu rechnen. Die Errichtung eines Mobilfunkmastes zur Verringerung der unterversorgten Gebiete ist noch für dieses Jahr vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 530.000 Euro, der Eigenanteil der Gemeinde Hohenburg liegt bei zehn Prozent.
Haushalt 2024 der Marktgemeinde Hohenburg
- Wichtigste Einnahmen: Einkommensteueranteil 1.030.000 Euro, Schlüsselzuweisung 423.096 Euro, Grundsteuer 182.000 Euro, Gewerbesteuer 660.000 Euro, Finanzzuweisung 110.000 Euro, Zuwendung für Brücken-/Straßensanierung und Radweg gibt es für 2024 nicht mehr.
- Wichtigste Ausgaben: Kreisumlage 982.502 Euro, Personalkosten 931.250 Euro, Straßen-/Radwegsanierung 220.000 Euro, Baumaßnahme Marktplatz 19/21: 1.170.000 Euro, Errichtung Mobilfunkmast: 530.000 Euro (davon zehn Prozent Eigenanteil), Tilgung 173.100 Euro













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