20.09.2021 - 15:43 Uhr
HohenburgOberpfalz

Hohenburger Straßensanierungen müssen künftig „gestreckt“ werden

Bei der Bauausschusssitzung ging es in Hohenburg wie so oft um Straßenbauprojekte. Auch die Standesamtsübertragung nach Kümmersbruck war Thema. Bürgermeister Florian Junkes versprach aber: "Trauungen sind weiterhin in Hohenburg möglich."

Im Ortsbereich von Allersthofen ist der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße gut vorangekommen. Der neue Straßenverlauf ist schon deutlich zu sehen.
von Paul BöhmProfil

Das Straßenbauprojekt „Malsbach Nord“ wird auf das nächste Jahr verschoben. Zu diesem Ergebnis kamen die Mitglieder des Bauausschusses bei ihrer Tour durch die Gemeinde. Im Zuge des Ausbaus der Dorfstraße hatte man zunächst die Behelfszufahrt Malsbach-Nord angelegt, um den Baustellenverkehr besser koordinieren zu können. Wie sich aber im Zuge des Dorfstraßen-Ausbaues herausgestellt hätte, sei es zweckmäßig, diese Zufahrt ins Dorf auf Dauer aufrecht zu erhalten und auszubauen. Laut Bürgermeister Florian Junkes und Zweitem Bürgermeister Manfred Braun sehe man mit dieser zusätzlichen Verkehrsanbindung an die Kreisstraße einen erheblichen Mehrwert für das Dorf Malsbach. Aber mit Blick auf die Haushaltsaufstellung für das nächste Jahre ist jetzt erst einmal vorgesehen, diese zweite Malsbacher Verkehrsanbindung an die Kreisstraße erst im nächsten Jahr anzugehen.

Einsparungen beim Winterdienst

Einig war man sich auch mit der zeitlichen Verlagerung der Sanierung für die Gemeindeverbindungsstraße nach Köstlöd um drei bis vier Jahre. Erste Ausbaukostenrechnungen waren mit gut 300 000 Euro prognostiziert worden, hörte man bei der Begehung durch die Mitglieder des Bauausschusses. Auch das Straßensanierungs-Projekte Weihermühlweg und Hammermühlstraße werden in den nächsten Jahren nicht weiter verfolgt, entschieden die Mitglieder des Bauausschusses.

Auch beim Winterdienstplan will man Einsparungen in einer Größenordnung von 20 000 bis 30 000 Euro anstreben, wobei an der gesetzlichen Erfüllung der Winterdienstaufgaben nicht gerüttelt werden soll. Es geht vor allem um die Zurücknahme von freiwilligen Winterdienstleistungen im kommenden Winter. Die Einsatz-Planungen werden derzeit noch erarbeitet.

Grundsätzlich war man im Bauausschuss der Meinung, dass die Furt in Ransbach durch den Weihermühlbach gesichert werden soll. Dies müsse aber erst noch mit dem Wasserwirtschaftsamt Weiden abgestimmt werden. Eine genaue Kostenermittlung soll hier Planungssicherheit geben.

Bei einem Dorfweg in der Ortschaft Berghausen werden zunächst einmal nur kleinere Ausbesserungen angegangen und der Straßengraben gereinigt, um das Regenwasserproblem zu lösen. Wie vor Ort zu hören war, wird man aber langfristig nicht um eine voll umfängliche Sanierung mit einer Wasserleitungserneuerung und Breitband umhinkommen. Der Radweg in Stettkirchen soll nach Ansicht des Bauausschusses mit einem Piktogramm besser gekennzeichnet werden, hatte Bürgermeister Florian Junkes vorgeschlagen. Gut vorangekommen ist der Ausbau der beiden Gemeindeverbindungsstraßen von Hohenburg nach Berghausen bis zur Gemeindegrenze und der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Adertshausen bis Allertshofen.

Standesamtliche Änderung

Auch wenn die Hohenburger Standesamtsführung künftig von der Gemeinde Kümmersbruck gemacht wird, können Trauungen nach wie vor in Hohenburg vorgenommen werden, sagte Bürgermeister Florian Junkes auf Anfrage von Regina Armbruster. „Ein Hohenburger Brautpaar muss allerdings im Vorfeld für die Aufgebots-Bestellung ins Rathaus nach Kümmersbruck kommen.“ Im Rathaus in Hohenburg selbst bleiben die bisherigen Räumlichkeiten für Trauungen weiter gewidmet. Trauungsmöglichkeiten sind weiterhin im Rathaus und an der Uferpromenade bei der Hohenburger Kunstwanderstation machbar. In Hohenburg selbst stehen nach wie vor mit Bürgermeister Florian Junkes und 2. Bürgermeister Manfred Braun weiterhin zwei Standesbeamte zur Verfügung.

Die Übergabe der Hohenburger Standesamtsbücher an die Gemeinde Kümmersbruck erfolgt bereits am 29. September. Mit ihren Beschlüssen hatte der Marktgemeinderat Hohenburg und der Gemeinderat Kümmersbruck in den vergangenen Monaten den Weg frei für eine große Standesamtsübertragung gemacht, wie der Fachbegriff für die Abgabe des Standesamtes im Verwaltungsdeutsch heißt.

Die Beurkundung von Geburten, Sterbefällen, Vaterschaftsanerkenntnisse, Kirchenaustritte, Eintragungen ins Stammbuch, die Erstellung von Urkunden, Ahnenforschung und andere amtliche Aufgabe werden künftig nicht mehr im Hohenburger Rathaus möglich sein, sagte Bürgermeister Junkes. Die Führung des Standesamtes wird bei 1500 Einwohnern etwa 4500 Euro jährlich kosten, war in der Sitzung zu hören.

Meldungen aus dem Markt Hohenburg

Hohenburg
Der Ausbau der Ausfahrt Malsbach-Nord auf die Kreisstraße wird auf das nächste Jahr verlegt. So beschlossen es die Bauausschussmitglieder des Marktes Hohenburg.

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