03.01.2019 - 17:49 Uhr
HohenburgOberpfalz

Junkes predigt Zusammenhalt

Die Bürgerbewegung macht den Zusammenhalt der Gemeinde aus
Beim Neujahrsempfang des Marktes Hohenburg würdigt Bürgermeister Florian Junkes das ehrenamtliche Engagement der Bürger.

Der erste Neujahrsempfang im Landkreis Amberg- Sulzbach war schon am Neujahrstag in Hohenburg. Das gehörten auch die besten Wünsche von Bürgermeister Florian Junkes zum neuen Jahr, sondern auch Informationen aus dem Gemeindebereich
von Paul BöhmProfil

Es ist schon Tradition, dass der Markt Hohenburg gleich am ersten Tag des Jahres zum Neujahrsempfang in den Musikstadl der Trachtenkapelle einlädt. Zusammen mit seinen Stellvertretern, Manfred Braun und Georg Reis, hieß Bürgermeister Florian Junkes viele Gemeindebürger, Vertreter der Vereinswelt und der heimischen Wirtschaft willkommen.

Meist im Hintergrund

"Im Alltag sind es die vielen Kleinigkeiten, die von unseren Bürgern erledigt werden." Viele Dingen würden dabei als selbstverständlich erachtet, obwohl damit Arbeit und Freizeit verbunden sind, merkte Junkes an. "Wenn ich so überlege, wie viele Menschen in die Organisation des Neujahrsempfangs eingebunden sind, dann komme ich auf die Zahl von etwa 30 Helfern, die meist im Hintergrund mit dazu beigetragen haben, dass dieser Empfang überhaupt stattfinden kann." Dafür sage er stellvertretend Dank für alle anderen, die das ganze Jahr über in der Gemeinde mithelfen, damit die Dinge überhaupt zu schultern sind. Selbstverständlich sei es aber auch, dass tagtäglich rund um die Uhr die Wasserversorgung laufe, der Winterdienst unterwegs sei und sich Bauhofmitarbeiter in der Gemeinde um "Dieses und Jenes" kümmern.

Eine ganze Reihe von Baumaßnahmen sei 2018 abgeschlossen worden: Neben der Felssicherung bei Allersburg war es der Brückenbau in Malsbach und in Allersburg, dessen Fertigstellung 2019 ansteht. Lediglich für die Sanierung der oberen Lauterachbrücke in Hohenburg müsse man sich noch ein wenig gedulden.

Die Gemeindeverbindungsstraßen von Hohenburg nach Mendorferbuch und von Mendorferbuch nach Lohe wurden 2018 saniert. Für heuer seien drei weitere Verbindungsstraßen sowie die Ortsdurchfahrt Malsbach im Baukalender zu finden.

Für Felssicherung

Besonders erfreulich nannte es der Bürgermeister, dass nach 2016 und 2017 - mit insgesamt 600 000 Euro Stabilisierungshilfen - der Markt Hohenburg auch im abgelaufenen Jahr mit 500 000 Euro vom Land Bayern bedacht worden sei. "Dazu kommen noch 242 000 Euro an Bedarfszuweisung für die umfangreichen Felssicherungen in Allersburg" an der Staatsstraße und im Dorf. Erst vor wenigen Wochen hatte Junkes den Förderbescheid über 1,4 Millionen Euro für den zweiten Abschnitt zum Ausbau des schnellen Internets in Hohenburg von Bayerns Finanzminister Albert Füracker erhalten. Für diesen ist am 16. Januar Vertragsunterzeichnung mit der Deutschen Telekom im Rathaus.

Bereits vollendet, so der Bürgermeister, ist die Erschließung des neuen Baugebiets Schleicherberg-Süd Am Sandberg. "Hier können wir attraktive Baugrundstücke mit Burgblick zum Preis von 82 Euro pro Quadratmeter anbieten."

Mit einem Marktladen werden die Hohenburger die Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs jetzt selbst in die Hand nehmen. Die Gründungsversammlung habe in den ersten Dezembertagen stattgefunden. Bis zum Jahresende wurden bereits 79 Anteile gezeichnet.

Der Bürgermeister rief dazu auf, sich aktiv in diese Bürgerbewegung einzubringen und sie dauerhaft zu einer guten Einrichtung in der Gemeinde werden zu lassen. Untergebracht wird der Marktladen mit kleinem Café im Erdgeschoss des Rathauses. "Wir sind guter Dinge, dass noch im ersten Halbjahr unser Marktladen eröffnen kann", kündigte Junkes an und fügte hinzu: "Letztendlich ist es so, dass wir Hohenburger mit unserem Kaufverhalten die Entscheidung darüber treffen, wie wir in Zukunft einkaufen können."

Er sei sich sicher, dass Ende Januar genügend Kapital in Form von Geschäftsanteilen eingesammelt ist, um dieses Bürgerprojekt umsetzen zu können.

"Ganz ohne Schwaben geht es auch in Hohenburg nicht" - Dank sagte der Bürgermeister auf diese Weise stellvertretend für alle an Wolfgang Preibisch, der in den zurückliegenden fünf Jahren das Senioren-Shuttlemanagement betreut hat und dieses Amt in den vergangenen Wochen an Regina Armbruster weitergegeben hat.

Jederzeit ansprechbar

Dann wies der Bürgermeister darauf hin, dass die Menschen ihn, die stellvertretenden Bürgermeister, die Marktgemeinderäte und die Mitarbeiter der Gemeinde jederzeit mit ihren Anliegen ansprechen könnten. "Denn nur wenn wir ihre Sorgen und Wünsche kennen, können wir diese in unsere Zielfindungen mit einfließen lassen", so Junkes.

Landtagsabgeordneter Harald Schwartz sagte, dass viele Menschen zufrieden mit der Arbeit der Staatsregierung seien. "Es ist bei weitem nicht nur ein immer mehr und immer weiter zu erkennen, sondern die realistische Aussage, dass man auch mal daran denkt, den erreichten Lebensstandard zu würdigen."

Bürgermeister Florian Junkes (li) und seine beiden Stellvertreter Manfred Braun und Georg Reis (v.re) hießen die Gäste willkommen. Dazu gehörte auch Altbürgermeister Gerhard Schärl (2.v.li)
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