(bö) Tropisch heiß und Schweiß treibend ist heuer die Kirchweih in Hohenburg zu Ende gegangen. Schattenplätze und kühle Getränke waren in der kleinen Fußgängerzone gut nachgefragt, genauso wie Strohhüte und Schirme jeglicher Art.
Endgültig ihre Kirwaschuhe an den Nagel gehängt haben heuer Johannes Reindl, Moritz Kölbl und Josef Heimler nach dem letzten Baumaustanzen. Reindl war 13 Jahre als Kirwabursch dabei, auf 10 Jahre bringen es Moritz Kölbl und Josef Heimler.
Wer hat den schönsten Kirwabaum und wer hat die schönsten Kirwa-Mädels? Natürlich die Hohenburger, auch wenn von den "Bouchdnern" immer wieder versucht worden war, den "Moakerern" in die Parade zu fahren. "Aber das hat sicherlich an der Hitze gelegen", meinte ein honoriger Hohenburger Bürger, der sich an frühere Zeiten erinnerte. Auch wenn die Kirwakonkurrenz aus Mendorferbuch doch recht eindrucksvoll aufgetreten war - beim Schnoderhüpflsingen wurden sehr wohl Duftmarken gesetzt, damit jeder weiß, wo Hohenburg aufhört und Mendorferbuch angeht. Man zeigte sich letztendlich aber wieder versöhnlich und suchte gemeinsam ein Schattenplätzchen in der Kirwabar.
Dass letztendlich die Hohenburger Kirchweih so gut gelaufen ist, verdankt man dem 2013 gegründete Verein der "Kirwaleit", der Gemeinschaft und der guten Kontakte der Vereine untereinander. Die Hohenburger Kirwa wurde heuer gemeinsam vom Frauenbund, dem Verein der Kirwaleit, dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr ausgerichtet.
"Von nix kommt nix" ist auch heuer die Devise im Markt gewesen. "Da müssen wir alle zusammenstehen", sagte Kirwaleit-Chef Johannes Reindl. Zum neuen Oberkirchweihpaar wurde heuer Veronika Kiebel und Moritz Kölbl gekürt, so hatte es der Zufallswalzer gewollt. Ihre Aufgabe wird es sein, die Kirwa im kommenden Jahr mit zu organisieren.
Sehr hoch in der Gunst des Publikums stand heuer wieder das Baumaustanzen und die Show auf dem Podium mit den einstudierten Tänzen samt dem Aussingen, was sich im Markt so alles zugetragen hat: Da wurde von einer stinkerten Müllhalde in einem Nachbardorf erzählt, und die zugesperrte Kirwabar für die Mendorferbucher Kirwafreunde zu fortgeschrittener Stunde nochmals Licht gemacht. Der schusselige Hohenburger Kirwabursch wurde vorgeführt und das Hanghaus etwas zurechtgerückt. Man konnte die Engel im Markt singen hören und den Hohenburger Handwerkern über die Schultern schauen. Die Philosophie vom besseren Wissen und seinen Änderungen wurden frei nach Albert Einstein in Oberpfälzer Schnoderhüpflform unters Publikum gemischt und die Dorfstrukturen mancher Nachbarn detailliert durchleuchtet. Dass da mancher Schlagabtausch hinüber und herüber mit den Nachbarn aus "Bouch" ausgetragen wurde und der eine oder andere Fauxpas zu hören war, gehört sich in Hohenburg einfach mit dazu.
Den Kirwabaum hat heuer übrigens Simonie Kramer per Losglück gewonnen. Letztlich nahmen ihn aber die Berghausener Kirwaleit mit nach Hause.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.