31.08.2020 - 11:02 Uhr
HohenburgOberpfalz

Das kulturelle Leben leidet auch in Hohenburg unter Corona

Das kulturelle Leben leidet auch in Hohenburg unter der Corona-Pandemie. Der örtliche Kulturausschuss sieht für den Rest des Jahres nur wenige Möglichkeiten, traditionelle Veranstaltungen auszurichten.

Wie überall sind auch in Hohenburg die Mitteilungskästen der Vereine bis auf ein paar allgemeine Informationen leer. Das kulturelle Leben der Vereine und damit auch der ganzen Gemeinde leidet unter den Auflagen. Von Kirchweihfesten über Konzerte bis zu Vereinsjubiläen – alles ist gecancelt.
von Paul BöhmProfil

Das Feuerwehr Hohenburg hat ihr Fest zum 150-jährigen Bestehen schon abgesagt, die Kirwan in Hohenburg, Berghausen, Ransbach, Mendorferbuch und Mendorferbuch fallen ebenso aus. Dies gilt auch für die Wiesn-Kirchweih in Allersburg. "Es ist schwierig geworden, gesellschaftliche Termine zu planen, die das Leben in den Gemeinden prägen", stellte Bürgermeister Florian Junkes bei der Zusammenkunft des Kulturausschusses fest. Viele Fragezeichen stünden hinter den Veranstaltungen im Markt Hohenburg und seinen Ortsteilen, auch wegen der wieder steigenden Covid-19- Fälle.

Der weithin bekannte Hohenburger Weihnachtsmarkt wird wohl ebenso auf der Strecke blieben wie das vorweihnachtliche Konzert der Trachtenkapelle Hohenburg. Und auch den traditionellen Neujahrsempfang am Neujahrstag, 1. Januar 2021, wird es nicht geben.

Sollten aber Lockerungen kommen, will sich der Kulturausschuss erneut zu Beratungen treffen. Das Gremium sieht vor allem die Auflagen und die Veranstalter, die solche Veranstaltungen begleiten, in der Pflicht.

Auch die nächste Faschingssaison steht auf dem Prüfstand, ist man im Ausschuss überzeugt. Ob der Ostermarkt im kommenden Jahr stattfinden kann, ist fraglich, da hier nicht nachvollziehbar ist, woher die Besucher alle kommen. Um hierfür Aussagen treffen zu können, will sich der Kulturausschuss aber im Herbst zu einer Sitzung treffen. Dann soll über das weitere Vorgehen für diese Veranstaltungen entschieden werden.

Kinderspielplätze zentral ausbauen oder in den neuen Wohnbaugebieten anlegen, diese Frage soll nach Ansicht des Gremiums im Marktgemeinderat thematisiert werden. In Adertshausen und in Allersburg sind die Spielgeräte von der Gemeinde mit Unterstützung der Dorfgemeinschaften saniert und erneuert worden. Für Hohenburg und Mendorferbuch soll das Thema Kinderspielplätze bei nächsten Gemeinderatssitzungen geklärt werden. Für Hohenburg muss entschieden werden, ob man den Kinderspielplatz am Rande der Uferpromenade zentral anlegt oder ob man auf den Berg in die Wohnsiedlungsgebiete ausweicht.

Auch aus Ransbach liegt im Rathaus ein Antrag zur Erneuerung des Spielplatzes vor. „Über die Standorte müssen wir uns noch Gedanken machen. Ein zentraler Platz in den Ortskernen oder im Dunstkreis der neuen Wohnsiedlungen, wo die Kinder auch wohnen, stehen zur Debatte. Insgesamt kann man festhalten, dass die Gemeinde pro Spielplatzausstattung mit etwa 20 000 Euro dabei sein wird", sagte Bürgermeister Florian Junkes.

Auch das Naturparkzentrum war Thema im Hohenburger Kulturausschuss. Über dessen Stadtort wird wohl erst später entschieden. Einig war man sich in Hohenburg aber, dass die Zusammenarbeit mit dem Naturpark Hirschwald gut läuft. Den Sitz des Naturparkzentrums sähen die Mitglieder des Kulturausschusses nach wie vor gern in Hohenburg, was Bürgermeister Florian Junkes auch schon bei der Naturparkversammlung vorgebracht hat. „Das wäre dann auch gleich ein guter Standort für ein Hohenburger Heimatmuseum“, war sich die Versammlung einig.

Doch jetzt gilt es erst einmal ein Quartier für verschiedene Utensilien zu finden, die zwischenzeitlich von engagierten Bürgern zusammentragen worden sind. Derzeit sind die meisten Replikate bei Klaudia Nießl eingelagert, was aber kein Dauerzustand ist. Angeregt wurde, das leer stehende Dorfwirtshaus in Egelsheim dafür anzumieten.

Bei der Zusammenkunft wurde Wunsch auf Errichtung eines Brunnens am Kirchenvorplatz geäußert, um das Erscheinungsbild des Marktes zu verbessern. Die Mitglieder des Kulturausschusses waren auch der Meinung, dass das Kriegerdenkmal gesäubert und aufgefrischt werden sollte. In diesem Zusammenhang erinnerte Markus Mitschke, der schon vor einigen Jahren entstandenen Idee nachzugehen und den Kirchenvorplatz mit dem ehemaligen Schwesterngarten zu tauschen, um mehr Gestaltungsspielraum zu bekommen. Auf Anregung von Regina Armbruster soll im Rathaus eine zentrale Möglichkeit für den Aushang von Plakaten und Vereinsmeldungen geschaffen werden.

Koordinator des kulturellen Lebens

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