Hohenburg
02.12.2025 - 16:30 Uhr
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Ein Novum im Landkreis: Markt Hohenburg investiert zeitgleich in drei Feuerwehren

Es wird ein Kraftakt für den Markt Hohenburg: Mit den Bauarbeiten in Ransbach, Allersburg-Berghausen und Adertshausen soll es im Frühjahr losgehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro.

Es ist wie Weihnachten und Ostern auf einmal für die Freiwilligen Feuerwehren Ransbach, Allersburg-Berghausen und Adertshausen. Seit Jahren wird im Marktgemeinderat in Hohenburg darauf hingearbeitet, jongliert und mit spitzer Feder für den Bau neuer Feuerwehrhäuser gerechnet. Jetzt war es mit dem Spatenstich endlich so weit. Trotz frostiger Temperaturen waren die Abordnungen der Gemeindefeuerwehren, Bürgermeister Florian Junkes und Kreisbrandrat Christof Strobl zu den künftigen Baustellen gekommen, um den symbolischen Baubeginn anzudeuten.

Im Hohenburger Rathaus hat man lange überlegt, wie man dieses Unternehmen im Dreier-Pack angehen soll. Die endgültigen Beschlüsse für den Bau der drei Feuerwehrhäuser wurden im Frühjahr dieses Jahres gefasst, nachdem die Planungen noch einmal mit Kreisbrandrat Christof Strobl und Kreisbrandinspektor Armin Daubenmerkl sowie den Feuerwehrvertretern abgesprochen wurden. Wie Kreisbrandrat Strobl sagte, sei es auch für ihn ein Novum, dass eine Gemeinde drei Feuerwehrhäuser auf einmal bauen werde: „Das haben wir bei uns im Landkreis noch nie gesehen." Wenn das Wetter passe, würden die Bauarbeiten im Frühjahr beginnen, sagte Manfred Braun von der BSB-Bau-Service-Braun GmbH und Vorsitzender der FF Allersburg-Berghausen.

Seit mehr als 10 Jahren Thema

„Dies ist eine Investition für die Sicherheit unserer Bürger in den nächsten 50 Jahren“, sagte Bürgermeister Florian Junkes zu dieser Kraftanstrengung des Marktes Hohenburg für die Daseinsvorsorge der Bürger in den Ortschaften. „Wir sind schon stolz auf unsere Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich mit ihrem Engagement in den Dienst der Feuerwehren stellen.“

Der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Ransbach ist für die Mitglieder des Marktgemeinderates seit etwa zehn Jahren ein Thema gewesen. Vor drei Jahren kam der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Allersburg hinzu und vor zwei Jahren haben wir uns das erste Mal mit einem Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses in Adertshausen befasst. In allen drei Feuerwehrhäusern habe man mit beengten Platzverhältnissen zu tun, die der Unfallverhütung und der Arbeitssicherheit nicht gerecht werden.

Wie der Ransbacher Kommandant Andreas Bruckmüller zu erzählen weiß, wurde das jetzige Feuerwehrhaus im Dorf 1962 erworben. Ein Vorgängergebäude am Südhang der Ortschaft war auf Privatgrund gebaut worden und entsprach nicht mehr den Anforderungen. Die Gemeinde hatte von der Bundesvermögensstelle dann das am Weihermühlbach gelegene Anwesen Hutzler erworben, der nach der Erweiterung des Truppenübungsplatzes aus Existenzgründen weggezogen war. Die neben dem Wohnhaus stehende Bäckerei direkt am Bachufer wurde zum Gerätehaus umgebaut, das Wohnhaus abgerissen.

Rohbauarbeiten bis 2026 abgeschlossen

Der im Jahr 1960 erworbene Feuerwehranhänger hatte auf einmal viel Platz. Bis 2019 sind die Ransbacher damit zu den Einsätzen gefahren. Die Schlepper im Dorf leisteten 59 Jahre wertvolle Unterstützungsarbeit als Zugmaschinen. Im Dezember 2019 haben die Ransbacher das Mendorferbucher Auto, ein TSF-Fahrzeug bekommen. Als Unterstellquartier wurde eine Maschinenhalle im Dorf angemietet. Ähnlich schaut die Unterbringung der Feuerwehrgerätschaften in Allersburg aus, sagte Kommandant

Andreas Lindner. 1962 wurde der Bau des derzeit genutzten Gerätehauses beschlossen. 1963 war die Fertigstellung. Doch die Platzverhältnisse sind dermaßen beengt, wenn die Feuerwehr ausrücken muss.

„Bei der Feuerwehr in Adertshausen erinnert die Jahreszahl 1957 am alten Feuerwehrhaus, das eine Größe von etwa zwei Garagenstellplätzen hatte, daran, dass es aufgegeben wurde. Das derzeit genutzte Feuerwehrhaus wurde 1972 gebaut“, sagte Kommandant Helmut Braun. 1987 kam ein Gruppenraum dazu und 1996 wurde der Dachraum zum Materiallager ausgebaut.

Wie Bürgermeister Florian Junkes informierte, soll im Frühjahr mit den Bauarbeiten für den Erweiterungsbau in Adertshausen und den Gerätehausneubauten in Ransbach beim Dorfbackofen und in Allersburg im Anschluss an das Dorfhaus und dem Dorfstadl begonnen werden. „Bis Ende 2026 sollen die Rohbauarbeiten abgeschlossen sein", sagt Junkes.

Die Gesamtkosten für die drei Gebäude sind mit 2,25 Millionen Euro veranschlagt. 504.000 Euro können an Fördermitteln erwartet werden. Die erforderlichen Eigenmittel in Höhe von 1,746 Millionen Euro werden auf die Gesamtbauzeit von 2026 bis 2028 verteilt, so sieht es die Planung vor.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben diesen Text im Vergleich zur ersten Version korrigiert. Wir fälschlicherweise über erforderliche Eigenmittel in Höhe von „174.6000 Euro“. Bei der Angabe des Betrags ist das Trennzeichen verrutscht. Korrekt ist eine Summe von 1,764 Millionen Euro.

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