29.07.2019 - 15:01 Uhr
HohenburgOberpfalz

Sommerserenade für Michael Schäfer zum Abschied

Die Musik bringt die Leute zusammen – so war es auch mit Michael Schäfer, der vor 13 Jahren als Dirigent zur Trachtenkapelle Hohenburg gekommen war. Nun geht diese Ära zu Ende.

Nach dreizehn erfolgreichen Jahren gibt Michael Schäfer den Dirigentenstab bei der Trachtenkapelle Hohenburg ab. Von links: Bürgermeister Florian Junkes, Anja Paulus, Michael Schäfer und Trachtenkapellenvorsitzender Markus Mitschke.
von Paul BöhmProfil
Eine heimlich anberaumte Sommerserenade der Trachtenkapelle Hohenburg unter der Federführung von Anja Paulus war die Überraschung für ihren scheidenden Dirigenten gewesen.

Jetzt verabschiedeten ihn die Musiker der Trachtenkapelle Hohenburg mit einer Sommerserenade vor dem Musikstadel aus ihren Reihen. Michael Schäfer hat ohne Zweifel in Hohenburg Musikgeschichte geschrieben und die Blasmusik auf ein hohes Niveau gebracht, hieß es. Wie Vorsitzender Markus Mitschke sagte, hat Michael Schäfer die Kapelle zu einer anerkannten Größe in der Musikwelt des Nordbayerischen Musikbundes gebracht. Bewiesen haben dies die Hohenburger in den vergangenen Jahren mit vielen hervorragend einstudierten Auftritten. Dazu gehörte das 50. Gründungsfest im Verbund mit dem Kreismusikfest des Nordbayerischen Musikbundes ebenso, wie die traditionellen Jahreskonzerte zur Vorweihnachtszeit, die Serenaden in Hohenburg und in Amberg und viele Auftritte bei Festzügen. Jetzt, nach 13 Jahren verlässt er die Trachtenkapelle in Richtung Cham, um dort die Stadtkapelle zu übernehmen.

Zu seinem äußerst erfolgreichen Wirken in Hohenburg sagte Mitschke, dass es ihm auf Grund der langen Zusammenarbeit mit Michael Schäfer schwer falle, die richtigen Abschiedsworte zu finden. „Du hast in Hohenburg ein Stück Musikgeschichte geschrieben“, war seine kurze Zusammenfassung der vergangenen 13 Jahre.

Einmalig in Hohenburg war die Aufführung des Großen Zapfenstreiches, wie er sonst nur bei Staatsgästen gespielt wird, zu dem die Kapelle für die Hohenburger und ihre Gäste vor dem Rathaus aufgespielt hatte. Musikstücke, wie der „Alte Dessauer“, bei dem Michael Schäfer selbst die erste Trompete spielte, weisen seinen Weg in Richtung Militärmusik, wo er beim Heeresmusikkorps in Regensburg groß geworden ist.

„Michael Schäfer ist als Fremder gekommen und geht jetzt als allseits geachteter Hohenburger Bürger“, so schrieben es die Hohenburger ihrem scheidenden musikalischen Leiter in sein Album.

Gerührt führte er zum letzten Mal den Dirigentenstab in Hohenburg – denn er hatte von diesem Abschiedskonzert nichts gewusst. Die Sommerserenade unter der Leitung von Anja Paulus war für ihn die perfekte Überraschung gewesen. Wie er sagte, sei ihm der Abschied von Hohenburg schwerer gefallen, als von seiner Heimatkapelle Mötsch in der Eifel.

Von Seiten der Marktgemeinde bedankte sich Bürgermeister Florian Junkes für das Engagement in Hohenburg. „Die Trachtenkapelle Hohenburg ist ein Stück Heimat und da gehört Michael Schäfer dazu."

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