14.11.2021 - 13:40 Uhr
HohenburgOberpfalz

Standesamtsübertragung von Hohenburg nach Kümmersbruck

Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl (vorne links) und Hohenburgs Bürgermeister Florian Junkes (vorne rechts) haben die Vereinbarung der Standesamtsübertragung ratifiziert. Mit dabei (stehend von links): Christiane Purschke, Wolfgang Roggenhofer (beide Kümmersbruck) sowie Kathrin Lautenschlager und Rainer Dertinger (beide Hohenburg).
von Paul BöhmProfil

Die Bürgermeister Roland Strehl aus Kümmersbruck und Florian Junkes aus Hohenburg besiegelten mit ihren Unterschriften die Übertragung der Aufgaben des Standesamtes zwischen der Gemeinde Kümmersbruck und dem Markt Hohenburg. Die Standesamtsführung für den Markt Hohenburg wird ab dem 1. Januar 2022 von der Gemeinde Kümmersbruck übernommen. Wie die beiden Bürgermeister erklärten, hatten sowohl der Marktgemeinderat in Hohenburg als abgebende Gemeinde und der Gemeinderat Kümmersbruck als aufnehmende Gemeinde die notwendigen Beschlüsse im Laufe des Jahres gefasst. Die Vorlage der erforderlichen Genehmigung des Landratsamtes war jetzt die Grundlage für die Unterzeichnung der Vereinbarung im Hohenburger Rathaus.

Hohenburger, die künftig die Dienste des Standesamtes in Anspruch nehmen wollen, müssen also künftig bei der Gemeinde Kümmersbruck vorsprechen. Eine Ausnahme gilt aber: Trauungen können weiterhin in Hohenburg vorgenommen werden. An der Uferpromenade bei der Hohenburger Kunstwanderstation und im Bürgersaal des Rathauses kann man sich auch künftig das Ja-Wort geben. Allerdings müssten Hohenburger Brautpaare künftig für die Bestellung des Aufgebots-Verfahren rechtzeitig beim Standesamt im Kümmersbrucker Rathaus vorsprechen. Klarstellen wollte Bürgermeister Florian Junkes, dass mit seiner Person und seinem Stellvertreter Manfred Braun in Hohenburg weiterhin zwei Standesbeamte zur Verfügung stünden.

Geburten, Sterbefälle, Vaterschaftsanerkenntnisse, Kirchenaustritte, Eintragungen ins Stammbuch, die Erstellung von Urkunden, Ahnenforschung und andere amtliche Aufgaben werden ab dem 1. Januar 2022 nicht mehr im Hohenburger Rathaus dokumentiert. Die Arbeiten nach der Standesamtsübertragung an die Gemeinde Kümmersbruck sind freilich nicht ganz umsonst. Nach deren Informationen kostet die Führung des Standesamtes bei 1500 Einwohnern unter dem Strich jährlich 4500 Euro.

Die Hohenburger Standesamtsbücher werden ab 1.1.2022 im Kümmersbrucker Rathaus verwahrt. So sieht es der Kooperationsvertrag der Standesamtsübertragung vor.

 

 

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