26.09.2019 - 10:20 Uhr
HohenburgOberpfalz

Straßenausbau in Malsbach wird erheblich teurer

Ein ganzes Stück teurer als ursprünglich geplant wird der Ausbau der Ortsstraße in Malsbach. Der Marktrat Hohenburg will das Projekt trotzdem auf den Weg bringen.

Die Dorfstraße in Malsbach soll ausgebaut werden - doch die Ausschreibung ergibt eine deutliche Kostensteigerung gegenüber ersten Schätzungen.
von Paul BöhmProfil

Wie Bürgermeister Florian Junkes den Marktgemeinderat informierte, liegt der günstigste Anbieter bei knapp 900 000 Euro für einen Komplettausbau. Begonnen hatte man mit ersten Kostenschätzungen in Höhe von 520 000 Euro. Jetzt will die Verwaltung die Mehrkosten bei der Regierung der Oberpfalz für eine Förderung nachmelden. Erst wenn diese Zusage im Rathaus vorliegt, soll sich die Tiefbaufirma an die Arbeit machen, hieß es.

Verschiedene Markträte bemängelten, dass die notwendigen Maßnahmen, wie der Austausch der Wasserleitung, des Regenwasserkanals und das Erfordernis einer zweiten Ausfahrt dem Ingenieurbüro rechtzeitig bekannt gewesen sein. „Da hätte die erste Kostenaufstellung schon präziser ausfallen müssen“, war der Tenor dazu. Junkes sagte, dass der erste Kostenvoranschlag nur der Straßenausbau gewesen sei.

Josef Gmach stellte fest, dass sich mit diesem Ausschreibungsergebnis der bisher eingeplante Eigenanteil für den Markt von 125 000 Euro auch wesentlich erhöhen wird. Nach ausgiebiger Diskussion fiel der Beschluss so aus, dass die Auftragsvergabe an die günstigste Firma vorbehaltlich des Förderbescheides durch die Regierung der Oberpfalz erfolgt. Die Hohenburger rechnen sich bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss aus, hieß es in der Sitzung.

Die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße von Hohenburg (Mendorferbucher Straße bis zur Gemeindegrenze bei Ödallertshof) soll in drei Schritten erfolgen. Der erste Abschnitt wäre der Bereich von der ehemaligen Schreinerei Weiß/Anwesen Troidl bis zur Ortsgrenze von Hohenburg. Junkes sieht hier den gefährlichsten Teil der Streckenführung wegen der engen Ortsdurchfahrt der Friedhofsmauer, dem kleinen Parkplatz und der gegenüberliegenden Straßenseite die Salvatorkirche.

Ein Teilrückbau eines Steinstadels würde in diesem Bereich ein Mehr an Sicherheit für den Fußweg zur Schule bringen, so der Bürgermeister. „Da müssen wir noch mit dem Landesamt für Denkmalpflege reden, ob dieser Ausbau so möglich wäre." Es wird ein Förderantrag bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht.

Einen weiteren Förderantrag für den Straßenausbau will der Markt Hohenburg für den Bereich von Berghausen bis zur Gemeindegrenze bei Ödallertshof auf den Weg bringen. Über das Mittelstück von der Ortsgrenze Hohenburg bis nach Berghausen soll erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße, für die über eine Sanierung nachgedacht wird, ist die Straße von Adertshausen nach Allertshofen. Junkes: „Da müssen wir uns dann auch unterhalten, was mit der Schulstraße in Adertshausen und einem Straßenstück in Allertshofen passieren soll“. Sebastian Schärl hatte dazu angefragt. Auch hier wird ein Förderantrag gestellt.

In Hohenburg gibt es einige Gebiete, die immer noch als schwarze Flecken für Mobilfunkverbindungen gelten. Dies soll sich ändern. Die Kommune erhielt eine Förderzusage über maximal eine halben Million für die Verbesserung des Mobilfunknetzes. Jetzt galt es die richtige Variante auszuwählen. Das Gremium entschied sich einstimmig für die Variante der Baukonzessionsvariante, deren Ablauf mit Breitband vergleichbar ist. So geht es weiter: Hat die Gemeinde Hohenburg ihr Interesse beim Mobilfunkzentrum Regensburg bekundet, bestätigt dieses die Mobilfunklücke und klärt die Ausbaupläne der Netzbetreiber für die betreffende Region. Grob gesehen gäbe es zwei Möglichkeiten: Entweder die Gemeinde baut selbst, oder wenn eine Baukonzession vergeben wird, gibt es eine Ausschreibung und einen Konzessionsvertrag.

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