23.07.2019 - 16:55 Uhr
Oberpfalz

Hühner, Handy, heiße Tage

In den sechs Wochen langen Sommerferien kümmern sich viele Großeltern um ihre Enkel – weil sie es wollen oder weil es die Arbeitszeiten der Eltern erforderlich machen. Die OWZ hat sich umgehört, wie es in der Oberpfalz läuft.

Ferienspaß mit Enkeln: In den Sommerferien betreuen oft die Großeltern die Kinder. Die OWZ hat Tipps fürs Ferienprogramm. Zum Beispiel einen Ausflug zum Erlebnisbauernhof.
von mvsProfil

Je nach Alter und Interessen der Enkel und ihrer Großeltern variieren die Ferienprogramme. Abhängig sind die Aktionen davon, wie fit die Großeltern oder wie alt die Enkel sind. Teilen alle die Liebe zum Fahrradfahren, bietet sich ein Ausflug zum Bocklradweg oder um einen See an. Für Omas und Opas, denen körperliche Aktivitäten zu anstrengend sind, gibt es schöne Möglichkeiten, wie sie die Ferien mit ihren Liebsten verbringen können.

Alltag zusammen erleben

Es gibt kaum etwas Schöneres als gemeinsames Kochen. In vielen Familien kommt das immer wieder zu kurz. Im Alltagsstress bleibt kaum Zeit, sich ein paar Stunden für gemeinsames Schnippeln zu nehmen. Umso schöner ist es, in den Ferien bei Oma und Opa genau das zu tun.

Kleine Kinder bringen eine große Portion Neugier mit – egal wie einfach das Gericht auch sein mag. Da kann sogar ein einfaches Butterbrot zum Abenteuer werden. Ältere Kinder freuen sich genauso über Aufmerksamkeit – und beim Kochen ergeben sich Gespräche von selbst.

Freiraum gewähren

Weder sind die neuen Medien Teufelszeug, noch sind sie lebensnotwendig. Sie müssen deshalb weder verboten noch erstritten werden, vielleicht reicht ja auch einfach eine Stunde zu einer bestimmten Tageszeit vor dem Fernseher, am Smartphone oder vor dem PC, die alle einplanen können.

Angebote buchen

Städte, Vereine und private Anbieter veröffentlichen meist schon lange vor Ferienbeginn ein ausführliches Freizeitangebot. Angebote, die über mehrere Tage reichen, finden sich dort oftmals ebenso wie kürzere Tagesausflüge oder Aktionen für ein paar Stunden. Das kann zum Beispiel ein Ausflug auf einen Erlebnisbauernhof oder ein Probetennistraining sein. Wenn schon alles ausgebucht ist, tut es auch die Dauerkarte fürs Freibad, vielleicht inklusive Eis- oder Pommes-Flatrate.

Aktionen losen

Auch für Enkel und Großeltern, die es gerne spontan mögen, gibt es schöne Möglichkeiten. Wie wäre es, das Los entscheiden zu lassen? Man nehme Zettel, auf denen je ein Tropfen oder eine Sonne aufgemalt sind – Symbol für einen Regen- oder Sonnentag. Jeder darf auf die Rückseite schreiben, was er je nach Wetter gerne machen würde. Gefaltet landen alle Wünsche in einer Schale. Jeden Morgen darf ein anderer ein Los ziehen: bei Sonne einen Sonnenzettel, bei Regen einen Regenzettel. Der Vorteil: Alle Interessen werden fair berücksichtigt und dazu ist es jeden Morgen für alle spannend, was der Tag bringen wird.

Umfrage:

Enkel und Großeltern erzählen

Renate Senner (78) aus Schwandorf: „Meine eigenen Ferien waren ganz anders als es die meines Enkels nun sind. Wegfahren konnten wir nicht, dafür war so mehr los, mehr Kinder, weniger Autos. Wir sind von morgens bis abends unterwegs gewesen. Da gab es Straßen und Hinterhöfe, die wir nicht betreten haben, weil dort unsere „Feinde“ lauerten ... Und, ich will nicht zu viel verklären: wir haben uns schon möglichst davor gedrückt, irgendwo mithelfen zu müssen. Wenn wir ein Loch in den Strümpfen hatten oder zu spät zum Essen nach Hause heim gekommen sind, gab es Ärger. Sonst haben uns die Erwachsenen weitgehend in Ruhe gelassen. Diese Freiheit mit eigentlich Nichts habe ich in sehr guter Erinnerung.“

Milan Senner (4) aus Weiden: „Bei der Oma gibt es andere Süßigkeiten. Die schmecken mir gut.“

Ronja von Stern (7) aus Schwandorf: „Mein Opa hat ein sehr schönes Baumhaus gebaut. Es ist auf vier Stelzen, hat einen Turm, eine Terrasse, einen Kirschbaum und einen Keller. Ich habe einen Pferdestall dazu gebaut, mit Ritterrüstung und Schwertern. Da kann man gut spielen. Und ich habe auch schon übernachtet, mit Decken und Kissen. Und Stofftieren. Und Mücken. Danach war ich total müde und hab’ noch bis 10 Uhr im Bett weiter geschlafen. Die Mama sagt, so lange habe ich noch nie geschlafen.“

Elisa von Stern (4) aus Schwandorf: „Ja, genau, und die Mücken haben mich fei auch gestochen!“

Paul Sommer (10) aus Regensburg: „Meine Cousinen und ich sind in den Sommerferien immer für eine Woche bei der Regensburg-Oma zu Besuch. Wir machen ein Bettenlager im Wohnzimmer und fahren an den See zum Schwimmen. Da muss ich dann immer auch mal weit raus zur Boje, weil der Oma das wichtig ist, dass ich gut schwimme. Am Abend schauen wir Filme, dazu gibt es Popcorn, immer einen anderen Geschmack. Mir gefällt das schon gut so, auch wenn ich die Playstation vermisse. Meine große Cousine ist nicht mehr dabei. Sie sagt, sie ist schon zu alt. Die ist schon 14.“

Ludwig und Irmi Rappl aus Regensburg: „In den Sommerferien sind unsere Enkel oft zum Essen bei uns. Vergangenes Jahr konnten wir unseren Enkel auf eine Kreuzfahrt mitnehmen. Das war für uns alle ein besonderes Erlebnis.“

Ein Ausflug mit den Großeltern in den Sommerferien kann ein echtes Abenteuer sein.
An sonnigen Tagen lohnt sich ein Ausflug mit Oma und Opa zum nächstgelegenen Badesee.
An Regentagen finden sich auch zu Hause jede Menge Möglichkeiten, um Spaß zu haben.
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