12.09.2018 - 14:10 Uhr
Iber bei HahnbachOberpfalz

Kirwa bis zum Abwinken: Iberinger feiern drei Tage

Ein Glanzlicht im Kirwareigen steigt von Samstag bis Montag, 15. bis 17. September, in Iber. Die Kirwa ist zwar nicht eine der größten, aber dafür wird sie von vielen als ein besonders stimmungsvolles Fest mit viel Brauchtum erlebt.

In feschen Dirndl und Lederhosen stehen die Kirwapaare mit dem Kälbchen Sam bei der 40. Auflage der Iberinger Kirwa im Mittelpunkt des Geschehens.

(ibj) Seit einigen Wochen proben die 21 Paare mit dem letztjährigen Oberkirwapaar Marlies Stubenvoll und Niko Zagel unter der Regie der Katholischen Landjugend (KLJB) fleißig ihre Tänze, mit denen sie am Sonntag, 15. September, den Baum austanzen. Zum Abschluss der Vorbereitungen treffen sich die Kirwaleut’ am Freitagabend zum Helferessen im Jugendheim und zur anschließenden Tanz-Generalprobe.

Am Samstag müssen die Burschen und ihre Helfer früh raus aus den Federn, um im nahen Wald von Georg Schmalzl den schon länger ausgesuchten Baum zu fällen und zu seinem Platz vor der Kirche zu transportieren. Währenddessen bereiten die Moidln die Kränze für den Baum vor. Der wird bis Mittag geschmückt, die Jahreszahl wird eingeschnitzt und das Loch gegraben. Ab 13 Uhr sind alle kräftigen Männer aus dem Dorf gefordert, mit Goißen und viel Muskelkraft unter dem Kommando von Stefan Kohl den Baum in die Senkrechte zu bringen.

Offiziell beginnt die Kirwa um 19 Uhr in der Bruder-Konrad-Kirche mit einem Festgottesdienst, den der Hahnbacher Pfarrer Christian Schulz zelebriert und die Kirwaleut’ mitgestalten. Im beheizten Festzelt ist danach Gaudi mit der Band Sakrisch angesagt. Für das erwachsene Publikum ist ab 21 Uhr Barbetrieb.

Nachdem die ganze Nacht über im Schichtdienst der Baum bewacht und vor unliebsamen Anschlägen geschützt wird, sind am Sonntag nach dem Mittagessen die Burschen gefordert, ihre Mädels in ihren Verstecken ausfindig zu machen und sich auf das Baumaustanzen einzustimmen. Gegen 15 Uhr sind sie damit auf dem Podium an der Reihe und küren das neue Oberkirwapaar. Die Musik steuern Dieter & Co. bei. Anschließend spielt bis in die Nacht auf dem Festplatz und im Zelt die Sulzbacher Muse auf. Neben Bratwürtsen und Fassbier gibt es Kaffee und Kuchenspezialitäten.

Am Kirwamontag ist ab 16 Uhr besondere Vorsicht geboten, wenn der Kirwabär durch das Dorf getrieben wird und versucht, seinen Opfern die Gesichter mit Ruß zu beschmieren. Zum Ausklang hält ab 19 Uhr die Band Bayerische Boum mit zünftiger Musik die Besucher bei Laune. Die Altkirwapaare haben dabei ihren Auftritt, bevor der Baum und viele Sachpreise verlost werden. Besonders Augenmerk wird an allen Tagen auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen gelegt.

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