29.12.2019 - 10:16 Uhr
Ilsenbach bei PüchersreuthOberpfalz

Seit 101 Jahren unverrückbare Tradition

Am „Dritten Weihnachtsfeiertag“ wird in Ilsenbach traditionell der Gefallenen, Vermissten und Heimkehrer der beiden Weltkriege gedacht.

Beeindruckende Worte von Bürgermeister Rudolf Schopper in seiner Ansprache am Kriegerdenkmal.
von Redaktion ONETZProfil

Die Rückkehrer aus dem Ersten Weltkrieg hatten 1918 versprochen, den „Dritten Weihnachtsfeiertag“ in Ilsenbach einzuführen, aus Dankbarkeit dafür, die geliebte Heimat wiederzusehen.

Dieses Versprechen wird seit 101 Jahren eingelöst. Beim Gottesdienst in der Kirche St. Johann wurde der Gefallenen und Vermissten und aller Opfer aus Krieg und Gewalt gedacht. Vikar Konrad Maria Ackermann zelebrierte die Messe, die von der Blaskapelle Träger bereits seit 1954 musikalisch umrahmt wird. Bei seiner Ansprache am Kriegerdenkmal erinnerte Bürgermeister Rudolf Schopper an die Männer von Ilsenbach, Auerberg, und Botzersreuth, Lanz und Oberndorf, die in den beiden Kriegen ihr Leben lassen mussten.

Er erinnerte auch an die Heimkehrer, die oft bis an ihr Lebensende traumatisiert und verwundet waren. „Die Bedeutung dieses Tages für uns als Gemeinde ist, sich täglich für den Frieden einzusetzen. Wir wollen uns heute bewusst erinnern, um dadurch die Rückschlüsse zu ziehen für die Vergangenheit, Gegenwart und unsere Zukunft“, sagte Schopper. Ob wir die Lektionen der Vergangenheit gelernt haben, sei noch offen. Aber wir entscheideten darüber, wie das 21. Jahrhundert verlaufen wird. „Lasst uns inne halten, an die Vergangenheit erinnern, die Zukunft planen und die Gegenwart zu einer besseren machen. Den Toten zur Ehre, den Lebenden zur Mahnung“ – auf dass wir den Frieden schätzen“, betonte Schopper in seiner bewegenden Ansprache. Während er den Kranz niederlegte, senkten sich die Fahnen und die Kapelle spielte das Lied vom „Guten Kameraden“ sowie die Bayernhymne. Gleichzeitig hallten drei Ehrenböller durchs Dorf. Mit Marschmusik zogen die Teilnehmer von der Kirche zum Gasthof Miedl, wo beim gemeinsamen Frühschoppen der „Ilsenbacher Nationalfeiertag“ seinen Abschluss fand.

Bereits seit 1954 eröffnet die Blaskapelle Träger mit einem Weihnachtskonzert am Dorfplatz den "Nationalfeiertag" der Ilsenbacher und gestaltet musikalisch den Festgottesdienst.

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