27.05.2019 - 14:32 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

40 Jahre im Geiste Kolpings

Die Kolpingsfamilie prägt seit 40 Jahren das Gemeindeleben in Immenreuth mit. Den Anstoß für die Gründung gab der Bau des Kolpingferienhauses, das als Familienferienstätte heute in privater Hand ist.

Reinhard Veigl, Robert Etterer, Thomas Hofweller, Monika Kainz (vorne, Zweiter bis Fünfte von links) und Roland Schäffler (Dritter von rechts) halten der Kolpingsfamilie seit der Gründung die Treue. Dafür danken Kaplan Justin Kishimbe (links), Geistlicher Beistand Pfarrer Markus Bruckner (Vierter von links), amtierender Bürgermeister Josef Hecht, Ortsvorsitzender Johann Protschky und Bezirksvorsitzende Martina Mark (vorne von rechts).
von Bernhard KreuzerProfil
Steine des Glaubens und des Auftrags von Adolph Kolping baut die Kolpingsfamilie während des Gottesdienstes im Altarraum auf.

Dankbar blickte die Kolpingsfamilie am Sonntag nach dem Gottesdienst im Pfarrsaal auf erfolgreiche vier Jahrzehnte zurück, in denen die Zahl der Mitglieder einmal einen Höchststand von 185 erreicht hatte. Pfarrer Alfons Wurm legte 1979 mit den Grundstein für die Ortsgruppe. Der Einladung konnte der heute 82-Jährige aus gesundheitlichen Gründen nicht folgen. Dafür übersandte er einen mehrseitigen Brief, mit denen er an den Ursprung erinnerte. Vorsitzender Johann Protschky verlas ihn.

Ordnung in die Jugendarbeit sollte gebracht werden. Auf Initiative des Geistlichen, von Hermann Veigl und dem damaligen Leiter der Kolpingferienstätte, Georg Paulus, riefen am 6. Mai 1979 nach einer einjährigen Probezeit 52 Gründungsmitglieder die Kolpingsfamilie mit ins Leben. Domkapitular Wilhelm Schraml ermutigte eine Woche später beim Gründungsgottesdienst die Jugend zur regen Mitarbeit. Der Aufruf erlebte einen starken Widerhall.

500 Besucher bei Dreiakter

Die Kolpingsfamilie war eigentlich die Kolpingjugend mit 165 Jugendlichen. Ihr entwuchsen später die Junge Familie und schließlich die jetzige Kolpingsfamilie. Der Nachwuchs war es, der für Begeisterung sorgte. Zu seinen Theateraufführungen wie dem Dreiakter "Schatzerl, mach' auf" drängten 500 Besucher, die Kolping-Band mit Margit Kuchenreuther, Hermann Veigl, Stefan Brunner, Siegfried Söllner und Lothar Volz trug den Namen der Immenreuther Gemeinschaft musikalisch bis nach Regensburg. Seinen Brief beendete Alfons Wurm mit Blick auf die gesellschaftlichen Änderungen und den Worten: "Miteinander feiern, reden, etwas schaffen ist nur in der Gemeinschaft möglich."

An die gute Zusammenarbeit knüpfte ebenso Georg Paulus in seinen übersandten Zeilen an. Auch ihn hinderten gesundheitliche Gründe am Kommen. Entschuldigen musste sich ebenso Weidens Stadtpfarrer Markus Schmid, der allen noch als exzellenter Schauspieler in Erinnerung ist. In seinem übermittelten Grußwort unterstrich der gebürtige Immenreuther, wie die Kolpingsfamilie seinen Lebensweg entscheidend geprägt habe.

Die Arbeit vor Ort würdigte Bezirksvorsitzende Martina Mark. Sie sprach die Hoffnung aus, dass das Jubiläum dazu beiträgt, viele neue Mitglieder zu gewinnen. Amtierender Bürgermeister Josef Hecht hob die Aktivitäten des Geburtstagskindes außerhalb des kirchlichen Bereichs hervor. "Man kann sich auf sie verlassen", betonte er und nannte als Beispiel die Mitarbeit beim bevorstehenden Bürgerfest.

Über sein Geburtstagsgeschenk dürfte sich Kassier Jürgen Hopperdietzel gefreut haben. Die Revisoren Reinhard Veigl und Thomas Hofweller hatten nach seinem Bericht, der einen leicht gesunkenen Finanzstand auswies, keine Beanstandungen.

Dank aus dem Kongo

Vorsitzender Protschky erinnerte an die Wanderungen zur Tauritzmühle, nach Fuchsendorf, auf die Gänskopfhütte und an das gemeinsame Essen in Pressath. Die Radlwallfahrt nach Fuchsmühl wurde mitorganisiert. Besuche galten dem 90. Gründungsjubiläum in Falkenberg, der Bezirksmaiandacht in Tirschenreuth, der Bezirksversammlung, des Bezirks-Bildungstags in Johannisthal, dem Volkstrauertag, aber auch der Lohengrintherme.

Ein großes Dankeschön erreichte die Kolpingsfamilie aus dem Kongo. Aus dem diesjährigen Fastenessen konnte eine Spende von 500 Euro überwiesen werden, die dort zur Sicherung der Stromversorgung in Krankenhäusern und Schulen dringend benötigt wird. Den Geist und Auftrag von Adolph Kolping, den Armen und Schwachen zu helfen, habe man auf diesem Weg umgesetzt.

Diesen Geist verwirklichen seit der Gründung Robert Etterer, Thomas Hofweller, Monika Kainz und Roland Schäffler sowie Reinhard Veigl, der 21 Jahre die Kolpingsfamilie geführt hat. Dafür erhielten sie Urkunden und kleine Präsente. Diese Ehre wurde in Abwesenheit ebenfalls Franz Bauer, Josef-Christian Wolf und Ehrenpräses Alfons Wurm zuteil. Carolin Engelbrecht wird noch für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt, Marion und Martin Wolf für 20 Jahre Treue.

Hintergrund:

Menschen begeistert

Das Werk und Wirken von Adolph Kolping rückte vor der Versammlung in den Mittelpunkt des Sonntagsgottesdienstes. Pfarrer Markus Bruckner bezeichnete ihn als einen Botschafter des Glaubens, der im Alltag die Menschen begeistern konnte, ihre Sorgen und Nöte gesehen, ihnen Mut gemacht und Hoffnung geschenkt hat. Im Kyrie baute die Kolpingsfamilie die Steine der Botschaft des Glaubens nach dem Vorbild von Adolph Kolping im Altarraum mit begleitenden Worten auf. Freude, Begeisterung, Mut, Tatkraft, Gottvertrauen und Verantwortung hießen sie. Ein Interview mit Adolph Kolping (Johann Protschky) führte Monika Kainz. Darin motivierte er, das Feuer im Glauben, in der Kirche, in der Gesellschaft und der Familie wieder zu entfachen.

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