15.01.2020 - 16:50 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Beim Feuerwehrgerätehaus noch ganz am Anfang

Ein Höhepunkt im Ausbildungsjahr der Immenreuther Feuerwehr wird der 29. Februar sein. Bei Audi im Werk Ingolstadt erhalten die Floriansbrüder eine technische Hilfe Ausbildung Schere/Spreizer.

Kommandant Uwe Engelbrecht (stehend, mit Vorsitzendem Armin Scheidler) sprach über den geplanten Neubau des Gerätehauses.
von Bernhard KreuzerProfil

Patrick Krauß konnte den Termin reservieren. Mit Alexander Danzer ernannten ihn die Brandschützer in der Jahreshauptversammlung zum neuen Organisationsduo für Veranstaltungen.

Gefordert waren die 32 Aktiven im vergangenen Jahr bei 28 Einsätzen. Nach den Worten von Kommandant Uwe Engelbrecht waren es 3 Brände, 21 technische Hilfeleistungen, 3 Brandsicherungswachen und zusammen mit der Kulmainer Wehr die Absicherung der Radlerwallfahrt von Immenreuth nach Fuchsmühl. Bei den technischen Hilfeleistungen hatte Engelbrecht unter anderem 3 Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, ein in eine Maschine eingeklemmte Person, Rettung einer in den Flötzbach gestürzten hilflosen Person, 5 Ölspuren, die Beseitigung eines Baumes über der Straße und 7 Verkehrsabsicherungen registriert.

Nur zwei Angebote für Reparatur

Die Einsätze, Aus- und Weiterbildungen summierten sich auf 1222,5 Stunden. Darin sind nicht die Leistungen der Gerätewarte enthalten. Beim Gerätewagen allerdings setzte ihnen der Rost Grenzen. Für die erforderliche Reparatur seien nach einer Ausschreibung keine ausreichenden Angebote eingegangen, bedauerte der Kommandant. Amtierender Bürgermeister Josef Hecht sagte zu, mit den beiden vorliegenden Angeboten weiterzuarbeiten und zu entscheiden.

Weitere Termine waren ein Erste-Hilfe-Kurs, Übung mit dem Roten Kreuz im Naturerlebnisbad und Besuch des Atemschutztrupps auf der Übungsstrecke in Neuhaus. An der Feuerwehrschule wurden ein Drohnenlehrgang, THL-Eisenbahn für Führungskräfte durch den Kommandanten sowie der Block 1 bis 4 THL durch Alexander Danzer belegt. Zwölf Kameraden absolvierten das Leistungsabzeichen "Technische Hilfeleistung". Die Leistungsprüfung "Wasser" kündigte Engelbrecht für 2020 an. Zudem wurden fünf Lehrgänge an der Feuerwehrschule gebucht.

Der Redner dankte Patrick Krauß, Alessa Friedrich, Alois Dumler jun. und Tim Götz für die Teilnahme an der Truppmannausbildung. Juliane Weber, Leon Kastner und Marco Götz habe die Truppführerausbildung absolviert. Engelbrecht wünschte sich eine Kostenregelung für den Erwerb des Führerscheins der Klasse 2. "Es kann nicht sein, dass Kameraden auf eigene Kosten den Führerschein machen müssen", so wie dies Leon Kastner getan hat.

Zum anstehenden Gerätehausneubau führte Engelbrecht aus: "Es ist momentan noch keine richtige Planung im Gange. Da diese fehlt und noch keine abschließende feste Quadratmeteranzahl feststeht, ist für den Neubau auch noch kein Grundstück im gemeindlichen Eigentum." Die Verantwortlichen und die politischen Parteien bat er, das Thema nicht für den Wahlkampf zu instrumentalisieren.

Für Schläuche Anbau oder Raum

Hecht sagte dazu, dass der Gemeinderat die durch Dieselemissionen entstehenden Gesundheitsgefahren im Gerätehaus ernst nehme. Noch nicht abschließend ermittelt sei der Flächenbedarf. Ein Haken sei er den Raum für die Schlauchtrocknung. Hier stehe die Frage Anbau oder nicht im Raum. Die Kosten und der Raum dafür werden zurzeit ermittelt.

Auf die verschärften Unfallverhütungsvorschriften machte Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther aufmerksam. Sie werden viel Geld kosten, warnte er die Gemeinde vor. Dem Verein dankte er für die materielle Unterstützung der aktiven Wehr mit einem Großbildschirm für den Schulungsraum und einen Alarmmonitor für das Gerätehaus. Das HLF ist mit einem Tablet aufgerüstet und ein Internetanschluss für das Gerätehaus hergestellt worden. Um schneller Wasserentnahmestellen zu finden, waren die Kameraden von Hydrant zu Hydrant marschiert und haben dies per GPS in einer App erfasst.

Auf der kameradschaftlichen Seite erinnerte Engelbrecht an den Ausflug nach Nabburg mit Kanutour auf der Naab und an das Grenzfest mit der Feuerwehr Kulmain.

Auf dem Bild (von links) Kommandant Uwe Engelbrecht, Kreisbrandmeister Florian Braunreuther, Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther und Bürgermeister Josef Hecht.
Hintergrund:

Drohnen-Piloten im Herbst startklar

Die Starterlaubnis für die Drohne der Immenreuther Brandschützer kann erteilt werden. Als erste Wehr im Landkreis Tirschenreuth werden sie bei Einsätzen einen Mulitcopter zur Beobachtung aus der Höhe starten können. Bereits in der Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr ist die Ausstattung mit dem universellen Fluggerät bekanntgegeben worden, Piloten für das Fluggerät wurden gesucht. Nicht alleine bei Bränden zur Beobachtung, Einsatzführung, dem Aufspüren von Glutnestern sondern auch für die Personensuche sollte das Hightech-Gerät eingesetzt werden.

Bis dato blieb es allerdings auf dem Boden. Ungeklärt war die Versicherungsfrage. Kommandant Uwe Engelbrecht ließ jetzt in der Jahreshauptversammlung vermelden: "Seit 1. November ist der Multicopter durch die Gemeinde versichert." Zeitnah soll nun mit der Ausbildung der Piloten begonnen werden. Laut Engelbrecht sind zweitägige Seminare für den Erwerb der Fluglizenz für den Monat September gebucht worden.

Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther stellte fest, die Mühlen der Bürokratie hätten etwas langsamer gemahlen. Er forderte auf, an dem Lehrgang für die erste gebuchte Drohne im Landkreis mitzumachen, um diese so schnell wie möglich zum Einsatz zu bringen.

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