02.05.2021 - 09:28 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Förderzentrum Immenreuth: An Gerüchten nichts dran

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Die Gerüchte schossen in Immenreuth ins Kraut. Zweiter Bürgermeister Josef Hecht sah sich in der Gemeinderatssitzung zu zwei Klarstellungen genötigt. Eine betraf das Sonderpädagogische Förderzentrum, die andere das Baugebiet "Steinäcker".

In der Ortsmitte von Plößberg beginnt der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße nach Günzlas.
von Hubert Lukas Kontakt Profil

Das Baugebiet "Steinäcker" war auch in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates wieder ein Thema. Nicht, dass es dazu etwas grundlegend Neues zu berichten gegeben hätte, allerdings wollte Zweiter Bürgermeister Josef Hecht als Vertreter des verhinderten Rathauschefs Thomas Kaufmann Behauptungen entgegentreten, die in der Gemeinde die Runde gemacht hatten. Demnach entbehrten Aussagen über angebliche Erschließungskosten für den Quadratmeter jeglicher Grundlage.

Unterlagen noch nicht komplett

Wie Kaufmann auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien konkretisierte, sollten laut dieser Gerüchte für Privatgrundstücke höhere Erschließungsbeiträge verlangt werden als für jene, die in gemeindlicher Hand waren. "Wir wissen nicht, woher das kommt", rätselt der Rathauschef über den Urheber. Auch lägen noch gar nicht alle Unterlagen zur Berechnung der Erschließungsbeiträge vor. Thomas Kaufmann hofft hier, "dies bis zum dritten Quartal über die Bühne zu bringen".

Ein weiteres Gerücht betraf das Sonderpädagogische Förderzentrum, wonach dieses in andere Räumlichkeiten umziehen sollte. Doch auch an dieser Sache ist nichts dran, wie sowohl Hecht in der Gemeinderatssitzung als auch Kaufmann auf Nachfrage richtigstellen. Laut Rücksprache mit dem Landratsamt gebe es diesbezüglich "keine Überlegungen", betont der Bürgermeister. Er vermutet, dass Fragen nach der künftigen Nutzung der Kemnather Realschule die Spekulationen ausgelöst hatten.

Auch ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung betraf die "Steinäcker", genauer gesagt die zweite Änderung des Bebauungsplanes. Dem Gremium oblag hier die erneute Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen von Bürgern, Behörden und Trägern öffentlicher Belange. Die Räte nahmen vom Ergebnis des Anhörungsverfahrens Kenntnis und beauftragten einstimmig die Verwaltung, dies zusammen mit Planer Michael Wagner einzuarbeiten und die Unterlagen zu aktualisieren. In einer der nächsten Sitzungen sind die Pläne zum erneuten Billigungs- und Auslegungsbeschluss vorzulegen. Die Gemeinde möchte hier das Verfahren noch 2021 abschließen und zur Rechtskraft bringen.

"Wir wissen nicht, woher das kommt."

Bürgermeister Thomas Kaufmann über kursierende Gerüchte

Ebenfalls einverstanden erklärte sich das Gremium mit der Fortschreibung des Konsolidierungskonzeptes der Kommune, um die volle finanzielle Leistungsfähigkeit wieder zu erlangen. Dieses ist Voraussetzung, um Stabilisierungshilfe beantragen zu können. Über diesen Weg hat die Gemeinde seit 2017 rund 3,66 Millionen Euro erhalten. Auch um weiter in den Genuss solcher Mittel zu kommen, wird unter anderem bei den Personalkosten angesetzt und eine Stelle nicht wieder besetzt. Neu kalkuliert werden sollen laut Kaufmann auch die kommunalen Einrichtungen, verbunden mit etwaigen Anpassungen.

Keine Einwände gab es zu einem Bauantrag auf Nutzungsänderung der ehemaligen Raiffeisenlagerhalle mit Außenanlagen in Immenreuth. Dort soll ein Baugeschäft mit Büro und Werkstatt eingerichtet werden. Zustimmung erhielt zudem ein Antrag für ein neues Wohnhaus mit Garage in der Gemarkung Immenreuth.

Gespräche mit Anliegern

Die Arbeiten an der Gemeindeverbindungsstraße Plößberg–Günzlas haben begonnen. Wie Bürgermeister Kaufmann mitteilt, hat am Dienstag auch eine Begehung mit der Baufirma stattgefunden. Unter anderem wegen der Corona-Pandemie hatten sich die Informationsgespräche mit den Anliegern im Außerortsbereich verzögert. Fragen zur Gestaltung – unter anderem der Gräben und Böschung, zum Bauablauf und zur Straßenführung – konnten aber mittlerweile geklärt werden. Im Hinblick auf den Infektionsschutz wird Kaufmann ab nächster Woche mit den Anliegern innerorts ebenfalls Einzelgespräche führen.

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Immenreuth

Unter dem Punkt "Sonstiges" berichtete Hecht in der Sitzung von einem Gespräch mit dem Eigentümer des baufälligen Anwesens in Günzlas. Das Gelände sei abgesichert worden. Für das weitere Verfahren sei die Bauaufsichtsbehörde beim Landratsamt Tirschenreuth zuständig. Eberhard Besold (Freie Wähler) bat, das Thema "Steinäcker" (Bauabschnitt III) nicht aus den Augen zu verlieren, da im bisherigen Baugebiet schon fast alle Grundstücke veräußert worden seien.

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