23.01.2020 - 15:53 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Immenreuther Chor seit 65 Jahren Stimme gegeben

Neue Mitglieder will der Sängerbund Immenreuth gewinnen. Nach der Kommunalwahl startet ihr Vorsitzender Markus Schraml eine persönliche Werbekampagne. Sein Ziel ist es, zwei bis drei neue Stimmen für den Chor zu gewinnen.

„Eiserne und goldene Mitgliedschaft“, dafür zeichneten Sigmar Bräutigam, Vorsitzender Markus Schraml, Zweiter Bürgermeister Josef Hecht und Thorsten Kohlschmidt (hinten von links) Heinrich Thurn, Josef König und Oskar Heinl (vorne von links) aus.
von Bernhard KreuzerProfil

Vorbild für sie könnte Oskar Heinl sein. Seit 65 Jahre erfreut er sich am Gesang, der Geselligkeit, der Begeisterung und dem Zusammenhalt. Der Fränkische Sängerbund ehrte ihn in der Jahreshauptversammlung des Sängerbundes daher mit Urkunde und Ehrennadel, der Chor mit einer Flasche "Stimmöl". Groß ausgezeichnet wurde dessen Leiter Heinrich Thurn. Seit 50 Jahren gehört er aktiv dem Sängerkreis an und gibt dem Ensemble Stimme. Nicht nur der Verein und der Fränkische Sängerbund brachten ihren Dank mit Urkunden und "Gesangsvereinssprit" zum Ausdruck. Die goldene Ehrennadel mit Urkunde verlieh ihm zudem der Deutsche Chorverband.

Ebenfalls ein halbes Jahrhundert ist Josef König Mitglied. "Er singt lieber im Kirchenchor", bedauerte Vorsitzender Markus Schraml bei der Würdigung des passiven Mitgliedes. Der "Gesangsvereinssprit" blieb ihm dennoch nicht verwehrt.

Abschied vom Vereinslokal

Zum ersten Mal fand die Jahreshauptversammlung im Sportheim statt. Seinem angestammten Lokal "Zur alten Schmiede" musste der Chor 2019 das Abschiedsständchen singen. 51 Jahre war es Heimat der Sänger, erinnerte Schriftführer Ernst Lautner in seinem Jahresrückblick und an die erste Singstunde im Sportheim am 29. Januar 2019. Er sprach in seinem Bericht von einem umfangreichen und harmonischen Vereinsjahr mit gegenseitiger Unterstützung zwischen dem Sängerbund und der Kemnather Liedertafel. Die Gruppen- und Kreisversammlungen wurden besucht, Ständchen zu Geburtstagen gesungen und traditionell die Maifeier mit gestaltet.

An der Fronleichnamsprozession und dem Johannisfeuer der Feuerwehr nahmen die Sänger teil, dem Frühschoppen am Vatertag im Kemnather Klosterhof und im Juni dem Gartenfest des Patenvereins Mehlmeisel galten Besuche. Die Weinlaube öffneten die Sänger wieder beim Bürgerfest. Abschied nahmen sie vom Vorsitzenden der Kemnather Liedertafel, Herbert Ponnath. In guter Erinnerung bleibt laut Lautner der Vereinsausflug in die Weinbau-Region Saale/Unstrut.

In der Chorgemeinschaft "Max Reger" erhoben die Sänger ihre Stimme beim geistlichen Konzert in der Nagler Pfarrkirche, bei den Volkstrauertagen in Immenreuth und Kemnath sowie beim Weihnachtssingen. Das Vereinsjahr endete mit einem musikalisch gestalteten Gottesdienst in der evangelischen Kirche.

Rege Teilnahme an Proben

15 gemeinsame Proben der Chorgemeinschaft listete Leiter Heinrich Thurn auf. Zehn Mal war sie in Immenreuth und Kemnath zu hören. Die regen Beteiligungen der Sänger garantierten erfolgreiche Auftritte, hob Thurn erfreut hervor.

Die Kasse von Thomas Hofweller allerdings rutschte bei den Aktivitäten ins Minus. Seinen Vorschlag, den Jahresbeitrag ab 1. April um 3 auf 17 Euro zu erhöhen, nahm die Versammlung einstimmig an.

Gruppenvorsitzender Sigmar Bräutigam appellierte an den Sängerbund, aktiv zu bleiben und zu versuchen, junge Sänger zu gewinnen. Diesen Wunsch möchte ihn Markus Schraml erfüllen. Er ist zuversichtlich, neue Sänger ins Sportheim zu bringen.

Zweiter Bürgermeister Josef Hecht, der mit Schraml, dessen Stellvertreter Thorsten Kohlschmidt und Bräutigam die drei Jubilare ausgezeichnet hatte, sah im Sängerbund einen festen Bestandteil im kulturellen Leben der Gemeinde und einen zuverlässigen Partner, wenn sie gebraucht wurden.

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