02.08.2020 - 10:29 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Immenreuther Ehrenbürgerin Gabriele Sieber feiert 97. Geburtstag

Bürgermeister Thomas Kaufmann legt erstmals Amtskette der Gemeinde um

Bürgermeister Thomas Kaufmann gratuliert der Ehrenbürgerin Gabriele Sieber zum 97. Geburtstag.
von Arnold KochProfil

In bemerkenswerter geistiger Frische feierte die derzeit einzige Ehrenbürgerin von Immenreuth, Gabriele Sieber, ihren 97. Geburtstag. Ihren wöchentlichen Kurzaufenthalt in ihrem als Traßl-Villa bekannten Zuhause mitten in der Ortschaft nutzte die Gemeinde, um zu gratulieren und ihr für ihr großes Engagement zu danken.

Bürgermeister Thomas Kaufmann hatte sich in Schale geschmissen, um der großen Mäzenin der Gemeinde und vieler sozialer Einrichtungen sowie Vereine zum Ehrentag zu gratulieren. Die größtenteils im Luise-Elsässer-Haus in Speichersdorf betreute Seniorin hängt immer noch an ihrem Immenreuther Heim und kommt regelmäßig nach Hause. In gemütlicher Runde traf sich die hell wache und am Alltagsgeschehen und der kommunalen Entwicklung sehr interessierte Jubilarin mit dem Gemeindeoberhaupt, ihrem Sohn Axel und Schwiegertochter Ingrid in ihrem schmucken Wohnzimmer.

"Alles erdenklich Gute zu Ihrem 97. Geburtstag. Das ist das erste Mal und der exakt richtige Anlass, diese von Ihnen vor drei Jahren gespendete Amtskette der Gemeinde zu tragen", erklärte Thomas Kaufmann bei der Übergabe eines Blumengestecks samt Geschenk. "Für mich war es wichtig, dass alle Gemeindeteile der Gemeinde mit ihrem Namen auf der Amtskette genannt sind. Ich freue mich sehr, dass Sie sie heute tragen", sagte die Jubilarin sichtlich gerührt. Bei einem Glas Wasser und Sekt mit leckeren Häppchen erklärte sie: "Wir leben, um auch zu helfen. Dies war immer meine Prämisse."

Sie erinnerte an die Entwicklung der Firma Traßl-Plastik. Die zuerst als Glashütte im Fichtelgebirge gestartete Firma ließ sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Immenreuth nieder und wurde zu einer feste Größe der örtlichen Industrie. Hervorzuheben ist das große Engagement der Familien Sieber und Traßl für Vereine, Kindergarten, Kommune und Kirche. Man erinnerte sich beispielsweise an das finanzierte SOS-Kinderdorfhaus samt Platz, viele Zuwendungen an Feuerwehren, Sportverein und sonstige Verbände, das Mehrfamilienhaus in der Kemnather Straße und zuletzt das große Christuskreuz am Friedhof.

"Ich will, dass es allen gut geht. Aber die drei Monate Eingesperrtsein haben mich schon getroffen. Habt deshalb Geduld, damit kommt man immer am besten durch", sagte die Jubilarin mit Blick auf die Corona-Pandemie. Mittlerweile kommt sie zweimal die Woche in ihr altes Zuhause. Und Gabriele Sieber hat noch viel vor: Die Runde vereinbarte mit der Ehrenbürgerin, rechtzeitig einen Gratulationstermin zu ihrem 100. für die nächste große Feier festzulegen.

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