17.12.2018 - 15:32 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Klassiker vor vollem Gotteshaus

Zehn Musikgruppen unterschiedlichen Alters gestalten ein Konzert: Das Rezept von Heinrich Thurn für das Advents- und Weihnachtssingen in der Immenreuther Pfarrkirche geht auch bei der 36. Auflage auf.

von Roman MelznerProfil

Der gemeinsame Schlusskanon "Nehmt die Liebe, gebt sie weiter" aller Beteiligten stimmte am Ende auf das anstehende Weihnachtsfest ein. Der besondere Dank galt Heinrich Thurn, der das Konzert mittlerweile seit über drei Jahrzehnten organisiert. Zwischen den Vorführungen trugen die Sprecherin des Pfarrgemeinderats als Veranstalter, Marita Doleschal, und Margit Hopperdietzel besinnliche Gedanken zur Adventszeit vor.

Den Reigen eröffnete der Posaunenchor Wirbenz-Immenreuth-Kemnath unter der Leitung von Susanne Kropf mit "Wie soll ich dich empfangen" von Ulrich Knörr. Schon hier zeigte sich, auf welch hohem Niveau die Auftritte auch dieses Jahr wieder eingestuft werden konnten. Die Kleinen des katholischen Kindergartens sangen "Mitten in der Nacht" von Rolf Zuckowski, das sie mit ihren vier Erzieherinnen einstudiert hatten.

Die dritte Klasse der Grundschule unter Leitung von Rektorin Gudrun Lehner trug ebenfalls mit Begeisterung das bayerische Weihnachtslied "Huschala, huschala" vor, das die Kinder auch bei ihrer Weihnachtsfeier im der Mehrzweckhalle zum Besten gegeb hatten. Hierzu schwank ein Mitschüler ein Plastikrohr im hinteren Kirchenschiff, um den kalten Wind zu simulieren. Sein Mitschüler eilte darauf mit einem Schubkarren voller Holz zum frierenden Kinderchor und entzündete bildlich ein Feuer. Eindrucksvoll war ebenso der Auftritt des Kinder- und Jugendchores Bunte Töne, erstmals beim Weihnachtssingen unter Leitung von Katharina Hößl, mit dem spanischen Weihnachtslied "Feliz Navidad". Darauf folgte von der Südtiroler Deutsch-Rock-Band Frei.Wild eine moderne Interpretation des Weihnachtsklassikers "Stille Nacht", bei dem viele Zuhörer Tränen in den Augen hatten. Die Kemnather Liedertafel und der Immenreuther Sängerbund sorgten für eine gelungene Abwechslung und intonierte von Manfred Bühler "Im Stall zu Bethlehem", sowie von Dieter Frommlet "Zündet die Lichter der Freude an".

Auch die Kreismusikschule war wieder mit von der Partie. "Ronde", "Berceuse" und "O Holy Night" steuerten auf der Gitarre Sarah Popp, Sandra Buberl, Ramona und Katharina Bayer und Larissa Wegmann sowie deren Lehrer Matthias Rieß bei. Die fünf Gitarristinnen überzeugten mit ihrer aufeinander abgestimmten Leistung, bei denen die sechs Instrumente sich wie eine einzige saubere Gitarre anhörten. Unterstützt wurde das Ensemble gesanglich von Sandra Schreyer, die bei "Holy Night" auch höchste Töne auf Anhieb traf und lange halten konnte.

Der evangelische Kirchenchor aus Wirbenz unter Leitung von Gertraud Burkhardt bereicherte das Konzert mit "Seht, es kommt die heilige Zeit" und "Freue dich Welt, dein König naht". Vom katholischen Kirchenchor um Michael Scherm hörten die Besucher bei dessen Heimspiel in der Herz-Jesu-Kirche die Stücke von Bernd Stallmann "Heilige Nacht" und "Der helle Stern".

Margit Hopperdietzel trug mit Tochter Karin deren Ehemann Alexander Fischer "Hymn" von Barclay James Harvest sowie von Christina Bach "Hey, Mr. Winter" vor. Hier schwappte die sichtbare Freude am Musizieren auf das Publikum über, das am Ende rhythmisch mitklatschte. Der Posaunenchor Wirbenz-Immenreuth-Kemnath schloss den musikalischen Reigen mit dem bekannten Stück "Vivace" von Georg Friedrich Händel und hoben damit den Abschluss des Konzertabends hervor.

Organisator Heinrich Thurn dankte allen Teilnehmern und Zuhörern für ihren Beitrag sowie das teilweise stundenlange Einstudieren der einzelnen Stücke.

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