An der Position des Kassiers wurde nicht gerüttelt. Sie bleibt in festen Händen von Konrad Merkl. Seit 1960 wacht er über die Finanzen der Genossenschaft, die bis 1983 mit der Bullenhaltergenossenschaft verbunden war.
„Keine nennenswerten Vorkommnisse gab es 2018“, faste Karlheinz Pocker nach der Begrüßung das abgelaufene Jagdjahr zusammen. Keine Wildschäden verzeichnete er. Und der Wildverbiss in den Wäldern ging leicht zurück, betonte er. Nicht nennenswerte Zinsen verbuchte Konrad Merkl in der Kasse, aber ein Vielfaches mehr an Kontoführungsgebühren. Weil keine größeren Ausgaben anfielen, gibt es wieder einmal ein Jagdessen auf dem Beerhof. Als Termin wurde der Samstag, 23. März, festgelegt. Anmeldungen sind bis zum 18. März erforderlich.
Einstimmig wurde beschlossen, den Jagdpachtschilling für den Wegebau und die Reparatur der Geräte zu verwenden. Instandgesetzt werden soll der Weg vom Feldkreuz Haberkorn in der Zweifelau zur Flötzbachfurt. Durch die Verlegung von Glasfaserkabeln im Zuge des Breitbandausbaus wurde der Weg in Mitleidenschaft gezogen.
Einen besonderen Dank richtete Dritter Bürgermeister Eberhard Besold an Konrad Merkl: Er feierte im Dezember seinen 80. Geburtstag und setze sich seit Jahrzehnten als Kassier für die Jagdgenossenschaft ein, hob Besold anerkennend hervor. Die Arbeit der Jagdpächter lobte er, wenn sie für die Natur und die Umwelt eintreten und die Landschaft von weggeworfenen alten Klosetts und Autoreifen befreien.
Für die kommenden fünf Jahre wurde ein neuer Vorstand gewählt. Über Jahrzehnte war Ludwig Moller in vielen Funktionen des Vorstands, zuletzt als stellvertretender Jagdvorsteher. Er machte den Weg für Sebastian Pocker frei, der nun neben seinem Vater Karlheinz Pocker als Stellvertreter an der Spitze der Jagdgenossenschaft steht. Dominik Hasmann löste bei den Beisitzern Richard Ott ab. Harald Haberkorn wurde in dieser Funktion bestätigt.
Weiter zeichnen Konrad Merkl und Anton Fleck als Kassiere für die Finanzen verantwortlich. Neuer Schriftführer ist Armin Scheidler. Er übernahm das Amt von seinem Vater Albert. Bei den Kassenprüfern übergab Alfred Bäumler die Verantwortung an Rolf Schmidt. Hubert Buchbinder wurde als Revisor bestätigt.
"Gemeines" Wildschwein
Rache kann es nicht gewesen sein, dafür ein starker Fingerzeig an die Jäger: „Wenn wir wollen, dann kommen und können wir.“ Gemeint sind die Wildschweine. Von den Schwarzkitteln war das Jagdrevier bislang verschont. In der Versammlung der Jagdgenossenschaft am vergangenen Freitag allerdings berichteten Jagdpächter Manfred Veigl vom Besuch eines stattlichen Keilers, Schrittlänge 80 Zentimeter.
Vom Schadersberg kam er, überquerte Wiesen, den Flötzbach, durchstreifte den Eichelgarten, um dann an der Staatsstraße 2177 in der Nähe von Häusern eine kleine Wiese umzubrechen. Nach getaner Arbeit trottete das Borstenvieh zurück auf den Schadersberg, Luftlinie zwei Kilometer. Außer der umgebrochenen Grünfläche hinterließ der Keiler auf seinem Weg keine weiteren Schäden. Warum gerade diese Wiese? Eine berechtigte Frage, denn sie gehört seinem Jagdmitgänger Rolf Schmidt. War es ein Grußwort an die Jagdpächter? Wildschweine haben Manfred Veigl und Rolf Schmidt im Immenreuther Revier noch nicht erlegt. Dafür erfüllten sie im vergangenen Jahr ihren Abschussplan und brachten dazu elf Füchse, vier Krähen, vier Elstern sowie zwei Kormorane zur Strecke.
Dem Abschussplan von 33 Rehen in drei Jahren werden sie weiterhin gerecht werden müssen, obwohl das neueste Gutachten einen leichten Rückgang der Verbissschäden belegt. Manfred Veigl führte den Rückgang auf die nicht mehr optimalen Bedingungen für das Rehwild zurück. „Das Wild ist nicht mehr standorttreu“, bedauerte er.
An die Landwirte richtete er die Bitte, vor der ersten Wiesenmahd im Frühjahr, ihn mindestens einen halben Tag vor dem Schnitt zu informieren und nicht eine halbe Stunde davor. Drei Anrufe auf einmal sind nicht zu bewältigen, gab er zu bedenken.













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