15.01.2019 - 13:30 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Multicopter unterstützt Wehr

120 Meter hoch und 25 Minuten lang kann die neue Hightech-Drohne der Feuerwehr Immenreuth fliegen. Über das Gerät informiert Kommandant Uwe Engelbrecht auf der Jahreshauptversammlung.

Das sind die neu gewählten Führungskräfte der aktiven Wehr und des Feuerwehrvereins: (sitzend von links) Marco Götz, Uwe Engelbrecht, Christopher Hörl und Sebastian Pocker sowie (stehend von links) zweiter Bürgermeister Josef Hecht, Helmut Münch, Jürgen Busch, Markus Schraml, Armin Scheidler, Dominic Hasmann, Markus Moller, Otto und Florian Braunreuther.
von Bernhard KreuzerProfil

Die Feuerwehr geht in die Luft. Eine Hightech-Drohne ergänzt bald die Ausstattung der Immenreuther Wehr. Damit wird auch der Einsatzraum erweitert. Er reichte vergangenes Jahr bis Pegnitz. Aufgrund zielgerichteter Spenden war es den Floriansjüngern möglich dieses Gerät, ausgestattet mit zwei Bodenstationen sowie einer Restlicht- und einer Wärmebildkamera, anzuschaffen.

Kommandant Uwe Engelbrecht berichtete dazu bei der Jahreshauptversammlung am Sonntag. Ende Januar beginnt die Ausbildung für sechs Brandschützer in Schwandorf. Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther ermunterte die Jungen einzubinden: "Die haben es drauf und sind bei dem Thema Multicopter fitter." Im Frühjahr wird sie offiziell übergeben und in Dienst gestellt. Einsatzgebiete sind in erster Linie die Überwachung von Brandherden, die Vermisstensuche und Waldbrände.

Dass die Ausrüstung der Wehr gefragt ist, belegt der Einsatz in Pegnitz. Das Leichtschaumgerät mit einer Leistung von 200 Kubikmetern Schaum pro Minute wurde zur Brandbekämpfung von der oberfränkischen Leitstelle angefordert. Wie Engelbrecht weiter berichtete, konnte im vergangenen Jahr nicht alles Gewünschte aus den Haushaltsmitteln der Gemeinde angeschafft werden. Was ermutigt, war die Aussage des zweiten Bürgermeisters Josef Hecht, in drei bis fünf Jahren ein neues Gerätehaus bauen zu können. "Der Gemeinderat hat nach einer Hausbesichtigung eine richtungweisende Entscheidung getroffen", sagte Hecht und, dass bei den Grundstücksverhandlungen nur noch über die Größe der Fläche entschieden werden müsse. Abhängig sei dies von der Ausrüstung der Floriansjünger.

29 Einsätze listete Engelbrecht für 2018 auf. Vier Brandeinsätze und 22 technische Hilfeleistungen waren darunter. Die Wehr unterstützte die Gemeinde Kulmain beim Transport von Trinkwasser nach Ölbrunn und löschte einen Scheunenbrand. "Die noch im Tank befindlichen 400 Liter reichten gerade aus, um den Brand zu bekämpfen", sagte Engelbrecht. Für die 32 Aktiven erfolgte die Ausbildung nach Plan. Übungen im Brandschutzcontainer kamen dazu, ebenso ein Fahrsicherheitstraining für die sechs Maschinisten in Schlüsselfeld und die Weiterbildung der Atemschutzträger. Florian Popp besuchte den Lehrgang Gerätepflegewart. Einsatzpläne bei der Firma Markgraf wurden besprochen.

Engelbrecht lobte das Engagement von Alexander Danzer. Er führte eine Gruppe zum Erwerb den Leistungsabzeichen "Technische Hilfeleistung". Mit Patrick Krauß und Alessa Friedrich begrüßte der Kommandant zwei neue Brandschützer. Früchte trägt die Kooperation mit der Punreuther Wehr.

Drei ihrer Kameraden legten das Leistungsabzeichen THL mit ab. Eines bedauerte Engelbrecht, auch bei Gemeinderäten werde die Feuerwehr noch als Verein angesehen und beides nicht getrennt betrachtet. Den Verein führt der Vorsitzende, die Feuerwehr der Kommandant. Der Verein als privatrechtliche Organisation unterstützt die Wehr, die als öffentliche Einrichtung Pflichtaufgaben der Gemeinde erfüllt.

Eine aktualisierte Statistik des Einsatzgeschehens im Landkreis brachte Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther mit. Demnach stieg die Zahl der Einsätze gegenüber 2017 um 164 auf 1861 im Jahr 2018. 35 389 Einsatzstunden, ein Plus von 4500, wurden mehr geleistet. 32 Personen konnten gerettet und sieben erstversorgt, eine davon reanimiert, werden. Für den KBI war es ein Grund auf die Erste-Hilfe-Ausbildung bei den Wehren hinzuweisen, weil unter Umständen der Rettungsdienst des BRK nicht immer unverzüglich vor Ort sein kann.

Ergebnisse der Neuwahlen:

Josef Hecht organisierte die Neuwahlen. Uwe Engelbrecht wurde als erster und Christopher Hörl als zweiter Kommandant bestätigt. Für die sechsjährige Wahlperiode wurden die Jugendwarte Michael Schraml, Jürgen Busch sowie als neuer zweiter Stellvertreter Leon Kastner bestellt. Bei den Gerätewarten sind dies Florian Popp, Sebastian Pocker, Florian Fleck und Marco Götz wie bei den Atemschutzwarten Daniel Müller und Michael Schraml. (bkr)

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