23.11.2021 - 13:53 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

An Staatsstraße bei Immenreuth „noch nie was gemacht“

Die Jahresrechnungen für die Haushaltsjahre 2017 und 2018 stellte der Gemeinderat bei seiner Sitzung fest. Für beide Jahre erteilte das Gremium der Verwaltung und dem damaligen Bürgermeister Heinz Lorenz jedoch keine Entlastung.

Bis zur Landkreis- und Bezirksgrenze wurde die Staatsstraße 2177 auf oberfränkischer Seite saniert und mit einer neuen Fahrbahndecke versehen. Mit der ruhigen Fahrweise ist ab da Schluss. Schwerlastverkehr hat der Fahrbahn schon einiges abgefordert.
von Bernhard KreuzerProfil

Ein Defizit von 179 207,36 Euro wies das Haushaltsjahr 2017 auf. Der Fehlbetrag wurde im folgenden Jahr wieder ausgeglichen. Der Verwaltungshaushalt schloss mit 3 966 900,32 Euro ab und der Vermögenshaushalt mit 2 078 615,10 Euro, was zu einem Gesamtetat von 6 045 515,42 Euro führte.

Die Jahresrechnung 2018 beinhaltete eine Steigerung der Verwaltungsausgaben auf 4 312 711,42 Euro und auf 2 568 340,98 Euro im Vermögenshaushalt. Der Gesamthaushalt kletterte somit auf 6 881 052,40 Euro.

Die versagte Entlastung von Verwaltung und damaligem Bürgermeisters Heinz Lorenz wurde mit der aktuell laufenden Schadensbearbeitung bei der Vermögensschadensversicherung begründet. Hier werden noch Ansprüche gegenüber dem ehemaligen Bürgermeister geltend gemacht. Nach Abschluss des Verfahrens bei der Versicherung werden die beiden Jahresrechnungen dem Gemeinderat erneut zur Beratung vorgelegt.

Zum Ausbau des Flurbereinigungsweges von der Lenauer Straße zur ehemaligen Vollmerbrücke meldete sich Markus Schmid zu Wort. Der Freie Wähler sprach dabei einen Satz im Bericht von Oberpfalz-Medien vom 9. November an. So war zum Ausbau des Flurbereinigungsweges zu lesen: "Die schweren landwirtschaftlichen Fahrzeuge verursachten immer wieder größere Straßenschäden an dem unbefestigten Flurbereinigungsweg." Markus Schmid verwahrte sich dagegen, den Landwirten immer wieder die Schuld in die Schuhe zu schieben. Bürgermeister Thomas Kaufmann verwarf eine Schuldzuweisung an irgendjemanden. Der Flurbereinigungsweg liegt nach seiner Schilderung in einer leichten Senke. Wasser hatte keine Möglichkeit abzufließen. Der Weg war immer nass, was besonders im Winter beim Schneeräumen zu Schäden führte. Mit dem Ausbau wurden die Mängel beseitigt (Anmerkung der Redaktion: Die Aussage über die angeblich durch landwirtschaftliche Fahrzeuge verursachten Schäden am Flurbereinigungsweg kamen auf Nachfrage von offizieller Seite).

Staatsstraße 2177

Die CSU-Fraktion hatte den Zustand der St 2177 von der Bezirksgrenze bis zur Einmündung in die St 2665 bei Oberbruck unter die Lupe genommen. Sie fordert, auch dieses Teilstück wie auf oberfränkischer Seite zu sanieren. "Es wurde noch nie etwas an der Straße gemacht", stellte dazu Fraktionsvorsitzender Bernhard Söllner fest. Unter den vielen Umleitungen und Schwerlastverkehr leide der Verkehrsweg. "Man schwimmt stellenweise auf der Straße", schilderte er.

Kleinkläranlagen

Wie Bürgermeister Kaufmann mitteilte, sind Sammelbeprobungen für Kleinkläranlagen über die Gemeinde nicht mehr möglich. Bisher waren es 12 bis 15 Anlagen, die diesen Dienst in Anspruch genommen haben. Das Labor allerdings beprobt nicht mehr unter 250 Kleinkläranlagen. Die Eigentümer müssen sich deshalb selbst um die Beprobung ihrer Anlagen bemühen.

Stabilisierungshilfe

Den übergeordneten Stellen dankte der Bürgermeister für die jüngst gewährte Hilfe von 1,5 Millionen Euro: "Hat mich sehr gefreut." Viele Projekte könnten ohne diese Hilfe nicht angegangen werden. Er schränkte aber ein: "Die Stabi wird auch mit Auflagen verbunden sein, weil einem nichts geschenkt wird." Dank sprach er Kämmerer Michael Röger aus. Viel Energie musste dieser in den Antrag einbringen.

Rathaus

Für den angeregten Tag der offenen Tür nach der Einweihung und Inbetriebnahme sah Bürgermeister Kaufmann angesichts der Corona-Pandemie einen ungünstigen Zeitpunkt. Voraussichtlich im Frühjahr soll der Tag nachgeholt werden. Es gebe auch noch andere Dinge zu feiern, sagte er und verwies auf den Mühlweg, das Buswartehäuschen in Schadersberg oder die Gemeindeverbindungsstraße von Plößberg nach Günzlas.

Sibyllenbadfahrten

Der Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Eberhard Besold (FW), informierte über die ausgefallenen Seniorenfahrten ins Sibyllenbad. Er verwies auf die zu niedrige Teilnehmerzahl für einen Bus. Die notwendige Mitfahrerzahl wurde auch nicht in Zusammenarbeit mit Kulmains Seniorenbeauftragter Hildegard Schroll erreicht. Interessierte an der Fahrt sollen sich laut Besold an Stefanie Baier in Kemnath, Telefon 0 96 42 / 915 82 10, wenden. Die Stadt Kemnath bezuschusse auch den Bus, verriet Besold.

Volkstrauertag

Lothar Porst (CSU) war enttäuscht vom zurückhaltenden Besuch der Gemeinderäte bei den Kranzniederlegungen zum Volkstrauertag in Ahornberg und Immenreuth sowie dem anschließendem Gottesdienst.

Flurbereinigungsweg erhält Vorzug vor Kirchsteig

Immenreuth

"Man schwimmt stellenweise auf der Straße."

CSU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Söllner

Bis zur Landkreis- und Bezirksgrenze wurde die Staatsstraße 2177 auf oberfränkischer Seite saniert und mit einer neuen Fahrbahndecke versehen. Mit der ruhigen Fahrweise ist ab da Schluss. Schwerlastverkehr hat der Fahrbahn schon einiges abgefordert.
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