Einen Positionswechsel gab es in der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft. Nach dem Totengedenken informierte Vorsitzender Karlheinz Pocker, dass das Landratsamt Alois Dumler als Mitbegeher bestätigt hat. Einen zu hohen Schaden dokumentiert das jüngste Verbissgutachten. Es floss in den neuen dreijährigen Abschussplan für Rehwild ein. So müssen pro Jahr statt elf nun ein Dutzend Rehe entnommen werden.
Ein Grund für den angestiegenen Verbiss wurde im erhöhten Anbau von Tannen und Buchen gesehen. Vermutet wurde, dass die aus den gedüngten Flächen der Baumschulen stammenden Pflanzen ein zarteres und schmackhafteres Blattgrün im Frühjahr entwickeln. Sie werden deshalb von Rehen bevorzugt.
Jagdpächter Manfred Veigl bewertete den Einsatz von Drohnen zur Rehkitzrettung positiv. In Zukunft soll dazu auch die Drohne der Feuerwehr eingesetzt werden. "Vonseiten der Gemeinde spricht nichts dagegen", sagte Bürgermeister Thomas Kaufmann.
In seinem Bericht machte Jagdvorsteher Pocker auf die Aktualisierung des Jagdkatasters aufmerksam. Der 83-Jährige Konrad Merkl gab letztmals einen Einblick in die Bücher und gab sein Amt zurück. Die Kassenprüfern Hubert Buchbinder und Rolf Schmidt stellten ihm ein sehr gutes Zeugnis aus.
Bei den Neuwahlen wurde Rolf Schmidt zum Kassier gewählt. Konrad Merkl ist sein Stellvertreter. Bisheriger zweiter Kassier Anton Fleck prüft nun mit Hubert Buchbinder die Kasse. Auf Beschluss fließt der Jagdpachtschilling wieder den Rücklagen für Wegebau, Reparatur und Neuerwerb zu. Angedacht ist der Kauf eines Mulchgerätes.
Keine Wildschäden vermeldete Jagdpächter Veigl. Neben dem erfüllten Abschussplan für Rehwild zählten noch ein Hase, je ein Stein- und Baummarder, fünf Füchse, vier Graureiher, drei Elstern, vier Rabenkrähen und fünf Stockenten zur Jagdstrecke. Mit Erleichterung wurde registriert, dass Wildschweine im vergangenen Jagdjahr das Revier verschont haben. Dass der Begegnungscampus (ehemalige Familienferienstätte) eine Ausgleichsfläche zur Pacht für einen Zeltlagerplatz sucht, sah die Runde als großen Einschnitt für das Jagdrevier.













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