15.05.2019 - 15:48 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Tauziehen mit Pfarrer und Kaplan

Die sieben Schätze des Heiligen Geistes erforschen die Firmlinge der Pfarrgemeinde Immenreuth bei einer mit dem Sportverein veranstalteten Radtour. Pfarrer Markus Bruckner und Kaplan Justin Kishimbe begleiteten die jungen Sportler.

Mit Pfarrer, Kaplan, Mitgliedern des Sportvereins sowie Monika Stahl (Mitte) brechen die Immenreuther Firmlinge zu einer Radtour auf, bei der sie den sieben Schätze des Heiligen Geistes nachspüren.
von Roman MelznerProfil
Beim Tauziehen am Wegkreuz beim Tiefbrunnen gewinnt nach zähem Ringen knapp das Team um Pfarrer Markus Bruckner. Einige Teilnehmer schmunzeln, weil Kaplan Justin zu früh losgelassen hat, um seinen Chef gewinnen zu lassen.

Die sieben Schätze des Heiligen Geistes erforschten die Firmlinge der Pfarrgemeinde bei einer Radtour zusammen mit dem Sportverein. Pfarrer Markus Bruckner und Kaplan Justin Kishimbe begleiteten die jungen Sportler.

Ausgangs- und Endpunkt war die Herz-Jesu-Kirche. Dort versammelten Monika Kainz und Monika Stahl die Jugendlichen vor einem Baum, an dem sieben geschlossene Blüten hingen. Diese benötigten die Gaben der Natur wie das Wasser oder die Sonne, um zu reifen. "Damit auch wir Menschen aufblühen können, benötigen wir die sieben Gaben des Heiligen Geistes", hieß es zum Einstieg.

Vom Kirchplatz aus ging es zum Wegkreuz am Immenreuther Tiefbrunnen. Dort entdeckten die Mädchen und Jungs mit der "Stärke" den ersten Schatz. Beim anschließenden Tauziehen konnten die Teilnehmer, unterstützt von Pfarrer Bruckner und Kaplan Justin, ihre Muskelkraft unter Beweis stellen. Viel wichtiger sei aber die innerliche Stärke, erarbeiteten die Firmlinge in einer kleinen Diskussionsrunde ihren ersten Schatz, den sie sich in Form eines kleinen Fähnchens einen silbernen Ring an ihren Fahrrädern heften konnten.

Am Tretterkreuz, beschäftigten sie sich mit der Gabe der "Weisheit" und des "Rates". Nach einer kurzen Geschichte von Elke Panzer bildeteten sie einen Kreis um das Wegkreuz. Ehrliche Ratschläge erhalte man von den Eltern und guten Freunden. Weisheiten und Rat biete aber auch die Bibel. An jeder Station sangen die Kinder zudem einfache Kirchenlieder, wobei sie Gerlinde Haberkorn auf der Gitarre begleitete.

Bernhard Kreuzer vom Sportverein führte die Gruppe weiter zur Lenauer Antoniuskapelle, wo es um "Gottesfurcht" und "Frömmigkeit" ging. Die Heiligen der Kirche dienten hier als Vorbild, meinte Kainz. Bei der Döbereiner Kapelle stießen die Firmlinge auf die Gabe der "Erkenntnis". Bei Probleme helfe es nicht, sich einzusperren und zu resignieren, meinte Stahl. Erkenntnis bedeute das Verstehen und Handeln, wobei man sich auf die Stimme seines Herzens verlassen sollte. Beim Wegkreuz am sogenannten Kahlschlag wartete mit der Gabe der "Einsicht" der letzte Schatz des Heiligen Geistes. Die Betreuer forderten dazu auf, viele Dinge und Situationen nicht nur an der Oberfläche zu betrachten, sondern selbstkritisch tiefer sehen. In einem Kreis warfen sich anschließend die Firmlinge dabei immer einen kleinen Ball zu und teilten den anderen mit, was sie besonders gut können.

Zurück in der Herz-Jesu-Pfarrkirche gedachten die Firmlinge bei kurzen Fürbitten nochmals den sieben Schätzen, die sie sich an diesem Nachmittag gemeinsam erarbeitet hatten. Zusammen legten sie die Buchstaben des Wortes "Firmung" um den Baum, an dem diese Früchte gedeihen. Nach dem Dank an alle ehrenamtliche Helferinnen und Helfer entließ Kaplan Justin mit dem Schlusssegen die fleißigen Firmlinge.

Firm-Radltour
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Pfarrer Markus Bruckner tritt ebenfalls in die Pedale.
Monika Kainz und Monika Stahl (stehend von links) betreuen die Station in der Lenauer Antoniuskapelle.
Monika Kainz und Monika Stahl (stehend von links) betreuen die Station in der Lenauer Antoniuskapelle.
Firm-Radltour
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