19.11.2019 - 16:35 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Wegen Feuerwehrhaus bei Regierung

Die Feuerwehr Immenreuth zeigte in Gruppenstärke Präsenz bei der Bürgerversammlung. Mit zusätzlichen Tischen und Stühlen musste die Gaststube des Sportheims bestückt werden. Sachlich, emotionslos und konstruktiv verlief der Abend.

Im Sportheim war kein Stuhl mehr frei, als Zweiter Bürgermeister Josef Hecht (stehend) mit den Bürgern anstehende Probleme und Vorhaben besprach. Eine weitere Reihe von Besuchern fand am Durchgang zum Saal Platz.
von Bernhard KreuzerProfil

Ein Grund dafür war sicherlich, dass Zweiter Bürgermeister Josef Hecht sehr schnell anstehende Probleme ansprach, so das neu zu bauende Feuerwehrgerätehaus. Seine früheren Aussagen, den Bau in den kommenden fünf Jahren zu verwirklichen, untermauerte er mit dem Hinweis auf die abgeschlossenen Grundstücksverhandlungen für den neuen Standort und auf das am 11. Dezember bei der Regierung stattfindende Gespräch. Ein Programm soll dort ausgearbeitet werden, wie der Neubau umgesetzt und gefördert werden kann. Die Feuerwehr erhielt den Auftrag, den erforderlichen Flächenbedarf für die Besprechung festzustellen. "Das Feuerwehrgerätehaus soll nicht hintangestellt werden", versprach Hecht den Brandschützern.

Zeitlich eingegrenzt waren Hechts Aussagen zu den Brücken- und Straßenbauarbeiten im Mühlweg. Die an der Brücke seien abgeschlossen. Zurzeit erfolgten die Pflasterarbeiten. Bis zum Wintereinbruch solle zumindest die Straße bis zur Brücke befahrbar sein. Soweit es die Witterung zulasse, werde der restliche Straßenabschnitt bis zur Kemnather Straße ausgebaut, wenn nicht, dann im Frühjahr.

Über ein Programm für die Förderung abgelegener Gehöfte wird die Sanierung von zwei Straßenabschnitten bezuschusst: in der Gabellohe die Strecke von der Gemeindeverbindungsstraße nach Berndorf bis zum Anwesen Wolf und die die Straße in Haid am Forst. Die Ausbauten sind für kommendes Jahr vorgesehen.

Gehweg entlang St 2177

Bewegung kommt ebenfalls in den Bauschutthaufen auf dem Buchbinderanwesen. Spätestens bis Ende dieser Woche entsorgt die Abbruchfirma das Material. Erneut kam die Forderung nach einen Geh- und Radweg entlang der Staatsstraße 2177 von Immenreuth bis Haid am Forst. Die Gemeinde sollte zumindest eine Geschwindigkeitsbegrenzung erreichen oder die Ortstafel nach außen versetzen. Als Gründe wurden die überhöhten Geschwindigkeiten auf dem Streckenabschnitt, die besondere Gefährdung bei der Abzweigung nach Haidenaab/Göppmannsbühl, der zunehmende Schwerlastverkehr durch "Mautflüchtlinge" von der Bundesstraße B 22 und die hohe Anzahl von Wildunfällen angeführt. Gezählt wurden auf dem kurzen Straßenabschnitt in diesem Jahr unter anderem 6 tote Rehe und 15 überfahrene Eichhörnchen.

Angesichts des künftigen Verbotes von neuen Ölheizungen kam die Anregung, den Anschluss an die Erdgasleitung wieder zu prüfen. Durch die Gemeinde führe die Gaspipeline. Beim Thema Skilift dankte Josef Hecht dem Förderverein und der Bergwacht für die Unterstützung. "Der Skilift bleibt kein Stiefkind", versicherte er, schränkte aber ein, dass sich bei einer Reparatur über 10 000 Euro die Frage stelle, wie es weitergehen soll.

Den Wasserwachten Immenreuth und Kemnath dankte er für die Unterstützung in der abgelaufenen Saison. Ehrenamt war das Stichwort zur Ehrenamtskarte und dem gewährten Rabatt von zehn Euro für eine Einzeljahreskarte des Bades. Dieser Rabatt wird nicht eingeräumt, wenn der Inhaber einer Ehrenamts- eine Familienjahreskarte erwerben will. Es wurde deshalb beantragt, die Rabattregelung auch auf die Familienkarte zu übertragen. Dem neuen Geschäftsführer, er kommt am 1. Januar, wird der Wunsch vorgelegt.

Ein Tag der offenen Tür findet in der Familienferienstätte am 21. November von 14 bis 18 Uhr statt. Die Gemeinde wurde eingeladen die Räumlichkeiten zu besichtigen und zu prüfen, ob nicht Platz für ein Jugendzentrum ist.

VG-Beitritt im Gemeinderat

Der Wunsch, die Gemeinde möge wieder Mitglied der VG Kemnath werden, wird in der öffentlichen Gemeinderatssitzung im Januar behandelt, kündigte Hecht an. Er nahm zudem den Wunsch nach Erweiterung der Straßenbeleuchtung des Erikawegs entgegen.

Die Pflasterarbeiten bis zur Flötzbachbrücke stehen an. Bis zur neuen Brücke wird die Straße heuer noch befahrbar sein. Ob 2019 noch der Ausbau bis zur Kemnather Straße erfolgt, hängt von der Witterung ab.
Längst sollten die Baracken in der Sandgrube der Lenauer Straße abgebrochen sein. Als Zwischenlager für Erdaushub dient es zurzeit.
Aus der Bürgerversammlung:

Wasser auf den Rasen statt auf die Äcker

Die Landwirte im Wasserschutzgebiet bemängelten, dass trotz der Trockenperioden der vergangenen zwei Sommer keine Maßnahmen zum Wassersparen ergriffen wurden. 2018 gingen dort auf den Äckern und Feldern die Erträge auf 80 und heuer auf 60 Prozent zurück. In der Nähe der Brunnen sinken sie weiter ab. Geerntete Kümmelkörner konnten nicht verkauft werden, weil sie zu klein waren. In das Naturerlebnisbad wurden täglich 30 Kubikmeter gepumpt und private Rasenflächen bewässert.

Hingewiesen wurde zudem auf die Entnahme von Wasser über Leitungen aus dem Flötzbach, obwohl dieser fast kein Wasser mehr führte. Josef Hecht verwies zu den Feststellungen auf veranlasste Regelungen zum Wassersparen im Naturerlebnisbad.

Hintergrund:

Rathaus: Abriss könnte Schimmelproblem lösen

Rathaus und Container – in der ersten Bürgerversammlung (wir berichteten) war es ein heißes Thema, das sich mittlerweile abgekühlt hat. „Beim Rathaus sind die Pflöcke noch nicht eingeschlagen“, betonte Hecht. Eine ganze Liste von Vorschlägen und Anregungen kamen dazu aus dem Besucherkreis. In die Überlegungen wurden die Unterbringung der Ganztagsschule und der Platzbedarf für das Sozialpädagogische Förderzentrum mit eingezogen. Von der Sanierung bis zum Abriss des bestehenden Rathauses reichten die Vorschläge. Mit einem Abbruch könnte auch das Schimmelproblem gelöst werden. Dieser sei im oberen Bereich des Rathauses kein Problem, versicherte der Zweite Bürgermeister. Er sei aber immer wieder Grund für Krankschreibungen, was zu personellen Engpässen in der Verwaltung führe. Auch die Treppen im Rathaus seien nicht mehr zulässig. Weiterer Schwachpunkt sei der Brandschutz.

Friedhof

Für 2020 kündigte Hecht weitere Verbesserungen auf dem Gottesacker an. Ein Urnenbereich, ein zweites Tor, ein weiter gepflasterter Weg und eine zusätzliche Wasserstelle kommen. Angeregt wurde, für die Spenderin des Grundstückes, einer Frau Haßmann, einen Gedenkstein oder eine -tafel anzubringen. Nur dadurch erhielt Immenreuth 1942 eine eigene Begräbnisstätte.

Baugebiet Steinäcker

Allen Hoffnungen zum Trotz kann im Bebauungsgebiet Steinäcker noch nicht gebaut werden. Auf Anfrage teilte Hecht mit, noch ein Gespräch führen zu müssen, um sagen zu können, wie es sich weiter entwickelt.

Sandgrube

Die Sandgrube in der Lenauer Straße sei ein Schandfleck und eigne sich eher als Übungsgelände für Reservisten, hieß es. Auf die laufenden Verhandlungen mit dem Landratsamt wurde verwiesen. Eine Ausgleichsfläche soll sie werden.

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