03.01.2021 - 14:54 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Ärztehaus und Baugebiet: Josef Hammer setzt sich viele Ziele

Trotz Corona: 2020 war nicht ganz schlecht, meint Irchenrieths Bürgermeister Josef Hammer. Er will sich auch 2021 in der Weiterentwicklung der Gemeinde auch vom Virus nicht bremsen lassen.

Bürgermeister Josef Hammer hat 2021 ehrgeizige Pläne.
von Ernst FrischholzProfil

Gerne hätte Gemeindechef Josef Hammer seine Ziele in einer Bürgerversammlung vorgestellt. Das geht pandemiebedingt nicht. Trotzdem hat er Einiges mitzuteilen. Der Feuerwehrhausbau für 1,2 Millionen Euro soll in der ersten Jahreshälfte 2021 fertig sein. Zugleich werden auch zwei Einsatzfahrzeuge, ein „Mittleres Löschfahrzeug“ und ein Mannschaftstransportwagen dort untergestellt.

Rechtskräftig sei nach einem Verwaltungsgerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem Feuerwehrhausbau auch die Gleitsbach-Naturierung. "Ein bedeutendes Ökoprojekt." Es beginnt an der Gemeindegrenze zu Bechtsrieth und dem Tierpark Urban und erstreckt sich über sieben Hektar bis zum Feuerwehrhaus. An diesem „Sahnestück“ werde bereits im Bereich Feuerwehrhaus gearbeitet. Für den steigenden Wasserbedarf werde eine Verbindungsleitung vom Hochbehälter bis zur Norma gelegt.

Im umstrittenen Baugebiet "Irchenrieth Mitte“ sieht Hammer nach derzeitigem Stand „grünes Licht“. Daher habe er die Erschließung der 32 Parzellen und deren Verkauf zuoberst auf die Agenda für 2021 gesetzt. Ebenso das Ärztehaus oder auch Gesundheitszentrum. Geplant seien zwei verbundene Gebäude mit 16 Wohnungen sowie Arzt, Zahnarzt, Apotheke und Physiotherapie-Praxis. Mit einem Arzt stehe er in Verhandlungen, ebenso mit einem Bauträger.

Zum bestehenden kirchlichen Kindergarten, der ausgelastet ist, komme ein Waldkindergarten, der sich ohne große Baumaßnahmen schnell verwirklichen lasse. Die Gespräche mit „Learning Campus“ als Betreiber seien in der Endphase.

Derzeit hat Irchenrieth 1550 Einwohner. Wenn das neue Baugebiet Wirklichkeit werde, kämen weitere 100 hinzu.

Der Einkommensteueranteil der Gemeinde sei von von 842789 auf 976000 Euro geklettert, die Umsatzsteuerbeteiligung von 170000 auf 216300 Euro, was Hammer auf die Entwicklung des Nahversorgungszentrums zurückführt. Zugleich bestehe auch nur mehr ein rechnerischer Schuldenstand von 6000 Euro, pro Einwohner seinen dies 3,30 Euro. Das könne sich bald ins Plus drehen.

In Verbindung mit dem Feuerwehrhausbau wurde ein kleines Stück des Gleitsbachs im Oktober bereits renaturiert. Bürgermeister Josef Hammer spricht von einem "Leuchtturmprojekt".

Das umstrittene Baugebiet Irchenrieth-Mitte

Irchenrieth

 

 

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