06.01.2020 - 15:28 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Mit Bildern spielen und kommunizieren

Kommunikation mit Bildern im Spiel – genannt KomBiS. Zwei Logopädinnen am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) entwickeln fünf Spielebücher und stellen diese beim „UK-Kongress“ (Unterstützte Kommunikation) mit großem Erfolg vor.

Mit ihren "KomBiS" machen Manuela Meißner und Verena Dineiger (von links) bei einem Fachkongress in Leipzig Furore.
von Ernst FrischholzProfil

"Als Logopädinnen beschäftigen wir uns mit der Spielentwicklung, da sie unabdingbar mit der Sprachenentwicklung verknüpft ist", sagen Manuela Meißner und Verena Dineiger. Durch fehlende Worte gelingt es Kindern mit Sprachschwierigkeiten nicht, im Spiel Handlungen einzufordern, zu initiieren, Situationen zu kommentieren und eigene Spielideen mit einzubringen.

Meißner und Dineiger hat dieser Teufelskreis motiviert, eine Möglichkeit zu entwickeln, wie solche Kindern geholfen werden kann. . Deshalb haben sie sechs Spielebücher entwickelt, die genau diese Lücken schließen sollen.

Die Spielebücher sind einsetzbar für die Förderung der Spielentwicklung, für das Bild- und Symbolverständnis, die Erweiterung des Wortschatzes, den Aufbau von Mehrwortsätzen und natürlich auch den Spaß miteinander. Sie orientieren sich an Themen wie „Auf dem Bauernhof“, „Puppe spielen“ oder „Beim Arzt“. Da können Gegenstände gefordert und ausgewählt werden, im Symbolspiel können Handlungen aufgebaut und im Rollenspiel kann in verschiedene Rollen geschlüpft werden.

"Ursprünglich haben wir unsere Spielebücher für den UK-Bereich vorgesehen, aber im Laufe der Zeit festgestellt, dass auch andere Kinder davon profitieren können." Damit meinen Meißner und Dineiger Mädchen und Buben mit unzureichender Lautsprache, Wortschatzdefiziten und sprachlich struktuierten Schwierigkeiten. Dies trifft im Besonderen auch für Kinder mit Migrationshintergrund zu.

Das Projekt durften die beiden Logopädinnen aus dem HPZ auch auf einem alle zwei Jahre stattfindenden Kongress in Leipzig vorstellen. Da die Resonanz sehr positiv ausfiel, haben sich die Frauen entschlossen, ihre „KomBiS“ nicht nur am HPZ einzusetzen, sondern diese ab 2020 als Grundlage für Fortbildungen in UK in ganz Süddeutschland zu nutzen.

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