06.07.2020 - 11:48 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Clubberer reagieren auf verzweifelte Lage

Die Pfarrei Michldorf-Irchenrieth ruft eine Spendenaktion ins Leben. Es soll Hilfe für die Ärmsten der Armen sein. Um die kümmert sich in Ruanda zum Beispiel Pater Danko.

Die Pfarrei Michldorf startet an diesem Wochenende eine Spendenaktion für Pater Danko in Ruanda zur Unterstützung für die derzeit dort herrschende Notsituation. Der FCN-Fanclub Irchenrieth geht mit gutem Beispiel voran und unterstützt die Aktion mit einem Betrag von 1.000 Euro, die Vorsitzender Josef Ram mit seiner Vorstandschaft an Pfarrer Alfons Forster übergab.
von Autor GRMProfil

Immer wieder spendet der FCN-Fanclub Irchenrieth für wohltätige Zwecke. In diesem Jahr öffneten die Clubberer ihre Kasse, um Pater Danko in Ruanda großzügig zu unterstützen. Einstimmig beschloss der Vorstand des derzeit 108 Mitglieder zählenden Fanclubs, eine Spende von 1000 Euro zu bewilligen, die er stellvertretend an Pfarrer Alfons Forster übergab. Er leitet das geld an Pater Danko in Ruanda weiter.

Pater Danko war von Herbst 1976 bis Sommer 1977 für neun Monate als Seelsorger in der Pfarrei Michldorf tätig, ehe er nach Ruanda ging. Dort leistet der heute 75-Jährige immer noch Außergewöhnliches. Er baute - auch mit ständiger Unterstützung aus der Pfarrei Michldorf - unter anderem Schüler- und Lehrlingswohnheime auf, vor allem auch im landwirtschaftlichen Bereich, was immer mehr zur Selbstversorgung beitrug. Allein im vergangenen Schuljahr haben 198 Mädchen und Buben ihre Ausbildung in der Landwirtschaft, als Schneider, Maurer oder Köche abgeschlossen.

In einem persönlichen Brief schildert Pater Danko die derzeit erschütternde Notsituation, die sich insbesondere durch die Coronapandemie ergibt. Die Leute dürfen die Häuser nicht mehr verlassen. Die Armen haben keine Vorräte. Da sie nichts arbeiten können und dürfen, da viele Betriebe geschlossen sind, haben sie auch kein Geld. „Ehe sie Corona erreicht, werden sie verhungern!“ schreibt der Missionar verzweifelt. Laufend werden Bitten an ihn herangetragen: „Wir haben Hunger und nichts zu essen – erbarmt euch!“ Weiter heißt es in dem Brief: „Vielleicht ist es schwer für viele in Europa, die Situation im entfernten Afrika zu verstehen. Aber wir erleben sie hautnah und können nicht schweigen. …Es handelt sich um Menschen, um hungernde Menschen! Deshalb hoffe ich, dass viele meinen Schrei hören!“

Die Pfarrei Michldorf startet eine Spendenaktion, bei der jeder die Möglichkeit hat, einen Beitrag zu leisten. Das Spendenkonto: Pfarrkirchenstiftung Michldorf bei den Vereinigten Sparkassen – IBAN: DE16 7535 1960 0302 0939 43 mit dem Vermerk „Spende für Pater Danko“. Es werden Spendenquittungen ausgestellt. Am Schriftenstand in der Pfarrkirche liegen Überweisungsformulare aus. Spenden können auch in einem Briefumschlag im Pfarrhof (Briefkasten) abgegeben werden. Die Spendenbeträge gehen vollständig an Pater Danko nach Ruanda, die anfallenden Gebühren übernimmt die Pfarrei. Auch die Kirchenverwaltung der Pfarrei Michldorf hat in ihrer Sitzung bereits eine Soforthilfe in Höhe von 500 Euro bewilligt.

Weitere Informationen zu Pater Dankos Aktivitäten

Ehe sie Corona erreicht, werden sie verhungern

Pater Danko über die Notsituation der Menschen in Ruanda

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