16.02.2020 - 15:43 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Feuerwehrhaus als "Prellbock" für Stromtrasse

Dass die Bundesnetzagentur die Gemeinde Irchenrieth an die Kandarre nimmt, hat unmittelbar mit dem neuen Feuerwehrhaus zu tun. Das meint zumindest Bürgermeister Josef Hammer. Bei der Wehr gibt er sich kämpferisch.

Den Vorstand führt Rainer Auch (vorne, Vierter von rechts) in die nächsten vier Jahre.
von Ernst FrischholzProfil

Voll besetztes DJK-Sportheim: 40 Aktive der Feuerwehr, alle in Uniform, zeigten damit deutlich, welchen Stellenwert die Wehr für sie hat. Das ein solches Engagement nicht selbstverständlich ist, zeigte Vorsitzender Rainer Ach in der Jahreshauptversammlung an einigen Beispielen auf. Er appellierte vor allem an die Jugendlichen mitzumachen. Ach ging auch auf den Feuerwehrhausbau ein, der sich aus Gründen, die nicht bei der Gemeinde oder der Feuerwehr liegen, verzögert habe. Der Rohbau ist nun aber fertig. In die Küchenplanung sei die Damengruppe involviert. Bestellt sei auch das neue Feuerwehrauto. Zu einer von Eltern geforderten Kinderfeuerwehr sagte Ach ein klares „Ja“ – mit dem Hinweis: Wer fordere, müsse sich auch mit einbringen.

Ausführlicher auf das Feuerwehrhaus ging auch Bürgermeister Josef Hammer ein. Nicht zuletzt wegen dieses Projekts habe die Bundesnetzagentur der Gemeinde jetzt Daumenschrauben angelegt hat. Schließlich sei das Gebäude bei der Planung der „Prellbock“ gewesen. Sonst, so Hammer, hätte man die Trasse des Süd-Ost-Links durch das Gleitsbachtal direkt durchs Dorf gezogen. "Wir haben sie geärgert, und nun wollen sie uns ärgern", meinte der Bürgermeister. Er zeigte sich überzeugt, dass Irchenrieth die größten Chancen aller Gegner bei einer Klage hat, "weil wir mit der Trasse in unserer Planungshoheit eingeschränkt sind". Gegenüber den Spitzenjuristen der Bundesnetzagentur werde man nicht kuschen.

Schatzmeisterin Sonja Fechner zeigte anhand des Kassenstandes auf, dass die Wehr in der Lage sei, finanzielle Leistungen bei der Innenausstattung zu erbringen. Kommandant Michael Hammer listete 63 Aktive, darunter 17 Frauen, auf. Es wurden 12 Einsätze verzeichnet - 6 technische Hilfeleistungen wie Unfälle und Sturmschäden sowie 6 Brandeinsätze, von denen es sich bei 4 um Fehlalarmierungen durch die HPZ-Brandmeldeanlage handelte. Insgesamt führte Hammer 81 Einsatzstunden an. Dazu 42 Übungen mit 438 Stunden. Die Gemeinde spendierte 12 neue Schutzanzüge. Es wurden zwei Leistungsprüfungen absolviert, David Walter sowie Christoph Hammer bestanden die Ausbildung zum Maschinisten. Für heuer plant Hammer wieder die Durchführung eines Feuerwehrführerscheins.

Zum Feuerwehrauto führte er an, dass die Lieferung in einem Jahr erfolge. Danach ordere man den Mannschaftstransportwagen. Jugendwart Matthias Stangl verwies auf 6 Jugendliche, die Übungen in Form von Theorie, Fahrzeugkunde und Funk sowie die große Kirwa-Übung auf VG-Ebene absolviert hatten. Die Jugend stellte den Maibaum auf und half bei allen Veranstaltungen. Atemschutzwart Georg Pausch hat derzeit 11 Geräteträger. "Wir brauchen zwei neue." Sicherheitseinweisungen sowie die Übungsanlage in Neuhaus gehörten zum Ausbildungsprogramm. Bürgermeister Josef Hammer stellte zum Feuerwehrhaus fest, dass man durch die Verzögerungen jetzt in der „Bauhochphase“ Probleme habe, entsprechende Angebote von Firmen zu bekommen. Eine Überrechnung des Wassernetzes bezüglich Löschwasser werde er vornehmen lassen.

Die Ergebnisse der Neuwahl: Vorsitzender Rainer Ach, Stellvertreter Helmut Ermer, Kassier Sonja Fechner, Schriftführer Andrea Schwab, Beisitzer Thomas Baunoch, Michael Härtl, Maria Beierlein, Christina Pleier, Christian Ermer, Michael Schlagenhaufer. Kassenprüfer Stefan Schlagenhaufer, Wolfgang Härtl.

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