03.05.2019 - 16:20 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Förderzentrum findet passgenaue Lösungen

Ein "Leuchtturmprojekt der nördlichen Oberpfalz" sieht sich die Kerstin Schreyer an. Dabei wird der Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales von einem allgegenwärtigen Problem besonders von Menschen mit Behinderung berichtet.

Staatsministerin Kerstin Schreyer (zweite von rechts) verfolgt interessiert die Ausführungen von Brigitte Krause . Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger (von links) hatte die Ministerin ins HPZ begleitet.
von Ernst FrischholzProfil

Zwei Projekte hatte der Landtagsabgeordnete Stephan Oetzinger herausgesucht, um sie der Ministerin vorzustellen. Einmal das Kinderhaus in Vohenstrauß und dann – wie Oetzinger sagte –, das "Leuchtturnprojekt HPZ". Dessen Vorstandsvorsitzender Helmut Dörfler hatte ihn vor einem Jahr angesprochen, im Falle der Wahl zum Abgeordneten doch mal die zuständige Ministerin ins HPZ zu bringen. Wie Oetzinger ausdrückte, war das für ihn als Mitglied des Ausschusses Arbeit und Soziales natürlich auch ein Anliegen.

Eskortiert vom Bezirkstagsvizepräsidenten Lothar Höher und Landrat Andreas Meier saßen die Politiker im Gespräch den Vorstandsvorsitzenden Dörfler und Brigitte Krause sowie den Aufsichtsratsvorsitzenden Johann Bock und Birgit Reil gegenüber. Dörfler vermittelte der Ministerin, dass Inklusion nicht zugleich Dezentralisierung bedeuten muss. Die Menschen am HPZ können in die Schule gehen, sind nachmittags in der Tagesstätte, Menschen mit besonders schwerer Behinderung in der Förderstätte, 400 Betreute arbeiten in den Werkstätten und ältere Menschen sind im Alten- und Pflegeheim. Dörfler zeigte die Entwicklung auf. "Die Menschen hier am HPZ sind bestens betreut und versorgt. Die Auslagerung von Einrichtungen würde die Qualität deutlich verringern." Wohnen sei nicht damit gemeint. Man sei permanent unterwegs, für die Betreuten ausgelagertes Wohnen zu organisieren. Siehe Projekt Neustadt/WN (wir berichteten).

Weiterhin geht es laut Dörfler um die Pflege, den Mehrbedarf an Betreuung für die Menschen im Alter. Neben dem Wohnen und der Pflege, sind die beiden Themen des Gesellschaftsbereichs von der Allgemeinheit auch auf Menschen mit Behinderung zu übertragen. Um ein Beispiel aufzuzeigen, führte der Leiter der Förderstätte Thomas Fritsch durch die Einrichtung mit 106 Betreuten. Diese teils 35 Jahre alte Einrichtung wird derzeit umgebaut und erweitert. Speziell auch für Menschen mit Autismus. „Es ist wahnsinnig, was hier gemacht wird“, war die erste Reaktion der Ministerin. Sie stehe unter dem Eindruck, wie sich eine solche Einrichtung aufbaue und diese Unterschiedlichkeit von Menschen in Konzepte einbaue. Solche Termine wie hier im HPZ würden ihr klarmachen, dass man hier das Individuum sehen sowie passgenaue Antworten und Lösungen anbieten müsse. Dörfler, der auch manchmal die Politik kritisiert, sprach bei der Verabschiedung von einem sehr angenehmen Gespräch und Besuch. „Wir bleiben in Kontakt“, so die Abschiedsworte der Ministerin. Dies kann für das HPZ nur gut sein.

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