03.07.2020 - 12:32 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Gericht entscheidet über Gleitsbach

Die Vergabe der Außenanlage beim neuen Feuerwehrhaus wäre mit 280.100 Euro vom Tisch, wenn nicht am Montag noch die Richter in Regensburg ein Wort mitsprechen. Knackpunkt darin ist die Renaturierung des Gleitsbaches.

Blick vom Gleitsbachtal auf die Rückseite des Feuerwehrhauses. Links davon (grünes Band) verläuft der Gleitsbach, der renaturiert werden soll.
von Ernst FrischholzProfil

Beim Neubau des Feuerwehrhauses wurden die Trockenbauarbeiten an die Firma Bösl in Ursensollen für 29.093 Euro (3700 Euro unter der Kostenschätzung), die Malerarbeiten an die Firma Ringer in Weiden für 18.695 Euro (7950 Euro unter Kostenschätzung) sowie der Tief- und Landschaftsbau der Außenanlage für 280.100 Euro an die Firma Schmidt in Schirmitz vergeben. Das höchste der vier Gebote lag bei 378.000 Euro. Bürgermeister Hammer erklärte in der Gemeinderatssitzung im DJK-Sportzentrum dazu, dass in diesem Gebot auch die Renaturierung des Gleitsbaches (wir berichteten) als Teil des Genehmigungsverfahrens enthalten ist.

Renaturierung als Perspektive

Irchenrieth

Da gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass hierzu das Verwaltungsgericht Regensburg am Montag, 6. Juli, eine Entscheidung treffen wird. Markus Hummel hatte Klage gegen den Freistaat Bayern gegen das Genehmigungsverfahren eingereicht. "Wenn das Gericht der Klage entsprechen sollte, werden wir die Renaturierung des Gleitsbaches mit Kosten von 50.000 Euro aus der Vergabe herausnehmen", sagte der Bürgermeister. Für heuer hätte man für das Vorhaben übrigens nur mehr ein Zeitfenster bis Oktober.

Der angekündigte Bauantrag „Gesundheitszentrum“ wurde in der Sitzung nicht behandelt. Bürgermeister Josef Hammer informierte dazu, dass der Bauplan nicht fertig wurde und somit aufgeschoben ist. Als weiteres nahm der Gemeinderat viel Geld in die Hand bei den Vergaben von Aufträgen. Für das Baugebiet Irchenrieth-Mitte werden 28 LED-Lampen beim Bayernwerk für 40.200 Euro geordert. Ebenfalls wird mit dem Bayernwerk die Vereinbarung zur Gaserschließung aller 69 Bauparzellen getroffen. Pro Parzelle werden da 1300 Euro Erschließungskosten anfallen. Die der Grunderwerber zu zahlen hat. Schließt er dann an Gas an, bekommt er das Geld erstattet.

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