24.07.2020 - 10:49 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Im HPZ-Irchenrieth: Einkaufstraining in Corona-Zeiten für Menschen mit Behinderung

Abstand halten, Hände desinfizieren: Wie mache ich das richtig? Das üben die Bewohner des Heilpädagogischen Zentrums im "s’Kistl", einem Sozial-Kompetenz-Trainings-Zentrum der besonderen Art.

Einkaufen in Zeiten der Corona-Pandemie stellt für die Bewohner des Heilpädagogischen Zentrums eine besondere Herausforderung dar. Unter Führung von Thomas Fritsch richteten die Mitarbeiter der Förderstätte den Kaufmanns-Laden „s’Kistl“ ein, in dem nun Regeln wie Maskenpflicht, Abstandhalten und vieles mehr immer wieder geübt werden können.
von Autor GRMProfil

Die Corona-Pandemie bedeutet für alle Bürger große Einschränkungen und Herausforderungen. Doch für Menschen mit Behinderung bringt sie noch besondere Schwierigkeiten mit sich. Das Tragen einer Maske, unbekannte Hinweisschilder, Abstandsmarkierungen vor Kassen oder Einlassregelungen an Geschäftstüren sind Neuerungen, die es noch nie gab und schnell zu einer Überforderung führen können.

Teilhabe ist eine wichtige Aufgabe in der Heilerziehungspflege und Begleitung von Menschen mit Behinderung im Alltag. Um dieser Aufgabe nachzukommen, hat das Team der Förderstätte das Sportheim auf dem Gelände des Heilpädagogischen Zentrums in Irchenrieth kurzerhand in einen Minimarkt mit allen derzeit geltenden Auflagen und Vorschriften umgewandelt. "s'Kistl" ist ein Sozial-Kompetenz-Trainings-Zentrum der besonderen Art.

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Wer dort einkaufen oder sich auch nur umschauen möchte, muss die gleichen Anforderungen erfüllen, die in allen anderen Geschäften gelten. Konkret bedeutet das: Es gibt einen getrennten Weg bei Ein- und Ausgang, Markierungen, um den Abstand beim Warten einzuhalten, Maskenpflicht, Händedesinfektion und verschiedene Hinweisschilder. Jeder Kunde muss außerdem einen Korb benutzen und die Anzahl der eingelassenen Personen ist begrenzt. Ganz wichtig ist natürlich auch, dass "s´Kistl" barrierefrei ist.

Die Motivation zum Einkauf liefert Phillipp Kaufmann mit seinem Kaufmannsladen aus Weiden. Durch ihn wird "s´Kistl" wöchentlich mit neuer Ware ausgestattet und es kann zum günstigen Preis eingekauft werden.

Hintergrund:

Verantwortungsbewusstsein wird gestärkt

Im Erlebnis-Kaufhaus "s'Kistl" des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth können die Menschen mit Behinderung drei Mal pro Woche trainieren, welche Hygieneregeln und andere Vorschriften beim Einkauf in Corona-Zeiten gelten. Verantwortungsbewusstsein, die eigene Impulssteuerung oder die Akzeptanz von Regeln werden auf diese Weise wie nebenbei erlernt und sicherlich noch längere Zeit überall gebraucht. Aber auch Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit werden den Bewohnern des HPZ so ermöglicht.

Einkaufen in Zeiten der Corona-Pandemie stellt für die Bewohner des Heilpädagogischen Zentrums eine besondere Herausforderung dar. Unter Führung von Thomas Fritsch richteten die Mitarbeiter der Förderstätte den Kaufmanns-Laden „s’Kistl“ ein, in dem nun Regeln wie Maskenpflicht, Abstandhalten und vieles mehr immer wieder geübt werden können.

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