21.02.2019 - 12:27 Uhr
IrchenriethOberpfalz

HPZ stellt sich neu auf

Das Heilpädagogische Zentrum in Irchenrieth stellt sich Inklusionsbestrebungen und Vorgaben, ohne alles kommentarlos abzunicken. Landrat Andreas Meier informiert sich unter anderem über ein Millionenprojekt in Neustadt/WN.

Landrat Andreas Meier (Dritter von rechts) im Gespräch mit dem Aufsichtsrat und Vorstand des HPZ. Bürgermeister Josef Hammer (Zweiter von rechts) hat die Weichen dafür gestellt.
von Ernst FrischholzProfil

Den Aufsichtsräten Johann Bock und Birgit Reil sowie den beiden Vorstandsvorsitzenden Helmut Dörfler und Brigitte Krause saß Landrat Andreas Meier im Gespräch gegenüber. Arrangiert hatte das Irchenrieths Bürgermeister Josef Hammer, um mit den Verantwortlichen des HPZ über die Entwicklung zu sprechen und auch darüber, wie sich der Landkreis einbringen kann.

Bock betonte, dass man sich mit Blick auf die Inklusion fit gemacht habe und dies weiter tue, indem man größere Einrichtungen in kleinere umwandle. Jüngstes Beispiel sei der Kauf des Hotels „Hofgarten“ in Neustadt/WN, das das HPZ umwandelt in ein Wohnheim mit moderner Struktur für 24 Menschen mit Behinderung.

"Als ich von dem Bauprojekt erfahren habe, habe ich mich sofort mit dem Baureferat verständigt und mich dahingehend verständigt, dass dieses Vorhaben oberste Priorität bei uns im Landratsamt haben wird", sagte Landrat Meier. Der Landkreis werde das Projekt begleiten, dass es aber nicht einfach werde, vor allem hinsichtlich der Barrierefreiheit, sei ihm auch klar. "Aber wir werden das gut und sachlich begleiten", sagte der Landkreischef. "Die Entwicklung in Irchenrieth dokumentiert Professionalität und die wird sich auch in Neustadt zeigen."

Die beiden Vorstandsvorsitzenden Helmut Dörfler und Brigitte Krause sprachen von einer Blitzentscheidung für den Kauf in Neustadt/WN. Es gab weitere Interessenten, aber der Besitzerin habe das Konzept des HPZ gefallen, sagte Krause. "Es wird ein Kombiprojekt", kündigte Dörfler an. "Wenn wir 24 Menschen aus unserem Wohnheim auslagern, dann haben wir die Möglichkeit, dieses zu sanieren. Wir werden weiter in Irchenrieth wachsen, müssen aber auch Menschen, die dazu in der Lage sind, ein eigenes Umfeld bieten". Dass sich das HPZ in Neustadt wohlfühlen werde, davon zeigte sich Dörfler überzeugt. Trotzdem bleibe der Stammsitz Irchenrieth „das“ Kompetenzzentrum für ganz spezielle Menschen. "Hier kümmern sich speziell ausgebildete Fachleute vor Ort."

Dörfler und Krause verdeutlichten auch an Beispielen, dass es nicht immer sinnvoll sei, alles auf kleinere Einrichtungen umzulegen. "Das Thema Inklusion der Menschen aus dem HPZ in Irchenrieth ist für uns gar keines mehr", verdeutlichte Bürgermeister Hammer. Sowohl bei der Feuerwehr, als auch in der DJK, im Sportverein sowie bei vielen Veranstaltungen seien die Menschen aus dem HPZ mittendrin. Auf den Zeitplan für Neustadt angesprochen, erklärte Dörfler, dass man derzeit dabei sei, eine Förderung herzustellen. Der Umbau habe jede Menge Vorgaben, die es einzuarbeiten gelte. Die Kostenschätzung liegt bei einer Million Euro. Der Förderantrag ging vergangene Woche an maßgeblichen Stellen. "Wir hoffen, dass wir im Sommer beginnen und 2020 dann einziehen können", sagte Dörfler.

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