09.03.2020 - 13:37 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Irchenrieth mit "imposanter Entwicklung"

CSU-Ortsverband stellt seine Kandidaten für die Gemeinderatswahl am 15. März vor. Bürgermeister Josef Hammer zieht dabei eine äußerst positive Bilanz der letzten 12 Jahre.

Bei der einzigen Wahlveranstaltung der CSU Irchenrieth stellen sich erstmals auch die Bewerber für den Gemeinderat zur Wahl am 15. März vor.
von Norbert DuhrProfil

In der bislang einzigen Wahlversammlung im Ort stellte der CSU-Ortsverband Irchenrieth am Freitag im DJK-Sportheim zum ersten Mal überhaupt seine 24 Kandidaten für den Gemeinderat öffentlich vor. Ortsvorsitzender und Bürgermeister Josef Hammer legte eine seinen Worten nach "stolze Leistungsbilanz" der vergangenen 12 Jahre vor, die vom enormen Wachstum und Aufwärtstrend der mit 1538 Einwohnern größten Gemeinde zwischen Weiden und Oberviechtach Zeugnis ablegte. Hammer ist einziger Aspirant in der Gemeinde auf den Chefsessel im Rathaus. Als Ehrengast war Landrat Andreas Meier gekommen.

Bei der Präsentation der Gemeinderatsbewerber sprach Hammer von einer ausgewogenen Liste mit 7 Frauen und 17 Männern. Das Durchschnittsalter beträgt 43 Jahre. Die Kandidaten – teilweise auch ohne Parteibuch – seien als starke Persönlichkeiten mit hoher Fachkompetenz in der Gesellschaft fest verwurzelt. Es sind Arbeiter, Angestellte, Beamte, Ingenieure, Führungskräfte und Unternehmer dabei. "Sie sind täglich für die Bürger im Ort unterwegs, ein Team mit gesundem Menschenverstand und Fachwissen für den Gemeinderat", erklärte Hammer.

"Leuchtturmprojekt": Nahversorgungszentrum

"In den letzten 12 Jahren haben wir viel erreicht." Mit dieser Feststellung leitete der Bürgermeister seinen großen Rückblick ein. Als besondere Erfolge stellte er den Glasfaseranschluss bis an die Gebäude mit einer 70-prozentigen Versorgung des Neubaugebietes, das Grüngutsilo, den Verkauf von 169 Bauplätzen, die Steigerung der Einwohnerzahl auf 1538 sowie die Gewerbeansiedlungen und -erweiterungen heraus. Als ein "Leuchtturmprojekt" aber bezeichnete der CSU-Chef das geschaffene Nahversorgungszentrum mit Einkaufs-Center, Bäckerei, Metzgerei, Getränkemarkt, Geldautomat und neuerdings auch Blumenladen. "Dies alles stellt eine große Bereicherung für Irchenrieth und die Umgebung dar", zeigte sich Hammer erfreut.

Der Rathauschef verwies ferner auf die von der Gemeinde vermittelten Erweiterungsflächen für das HPZ, die Unterbringung der Forstdienststelle im Jugendzentrum sowie auf die Anschaffung von Maschinen und Geräten für den Bauhof im Gesamtwert von 329800 Euro. Des Weiteren auf eine Erweiterung um 2000 Quadratmeter für den Spiel- und Bolzplatz an der Leuchtenberger Straße mit Einzäunung und Ankauf von Spielgeräten in Höhe von 65500 Euro. Mit Stolz erinnerte Hammer auch an die Einrichtung der Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag in der Kindertagesstätte sowie die Einführung einer dritten und vierten Gruppe für die Kinderkrippe. Die Betriebserlaubnis sei für 94 Kinder gegeben.

Einkommenssteuer verdoppelt

Als weitere positive Punkte nannte Hammer die großzügige Förderung und Unterstützung der ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Vereinen und den Ausbau von Einrichtungen für Gruppen und Verbände. Auch auf dem Sektor des Natur- und Umweltschutzes sowie des Erscheinungsbildes der Gemeinde nach außen sei einiges erreicht worden. Insgesamt habe man im Berichtszeitraum 725000 Euro Schulden getilgt (Restschuld: 13000). Die Rücklagen belaufen sich auf 650000 Euro. Der Grunderwerb für weitere 50 Bauplätze sei schon bezahlt. Hammer zeigte sich auch angetan von der Tatsache, dass durch den Zuzug von jungen Familien die Einkommenssteuer für die Gemeinde mehr als verdoppelt werden konnte.

Nächstes Großprojekt: Soziales Zentrum

Als Ziel in den kommenden sechs Jahren stellte der Bürgermeister die Errichtung eines sozialen Zentrums mit wohnortnaher Gesundheitsversorgung heraus. "Wir bauen das Ärztehaus", erklärte er mit voller Überzeugung. Der Bauantrag werde bald im Gemeinderat vorgelegt. Vorgesehen seien Hausärztepraxis, Zahnarztpraxis, Apotheke und Betreutes Wohnen. Das Grundstück hierfür mit 5200 Quadratmetern sei vorhanden. Hammer wollte dieses Vorhaben so verstanden wissen, dass die Gemeinde als moderner Dienstleister für die Bürger auftrete. Ferner sah er die Kommune als Motor für eine zukunftssichere Infrastruktur, als soziale und umweltbewusste Heimat für alle Bürger, als verlässlicher Partner der Vereine und Förderer der Betriebe sowie als verantwortungsbewusster Finanzverwalter an. "Die Sicherung der Finanzkraft ist bei allen Maßnahmen das Wichtigste", betonte er.

"Wenn unsere Bürgermeister Bilanz ziehen, dann können sie etwas vorweisen, nicht wie viele andere, die nur Luftschlösser bauen und bei denen nichts dahinter steckt", meinte Landrat Andreas Meier. "Wir wollen keine Politik der dicken Backen und keine Politik der heißen Luft." Absichtlich ging Meier nicht noch einmal auf das Wahlprogramm des Landkreises ein, dies sei alles bereits "durchgekaut". Kritisch setzte sich der Landkreischef mit den beiden heißen Themen "Altlasten" ("Eine Kette von Untersuchungen und Arbeiten") sowie dem umstrittenen "Süd-Ost-Link" ("Wir müssen genau hinschauen, wie wirtschaftlich etwas gemacht wird"). Meier stellte klar, dass alle Projekte seriös bearbeitet werden müssen. "Die Leute können uns guten Gewissens vertrauen", sagte er.

Kandidaten der CSU Irchenrieth:

1. Josef Hammer (58), Bürgermeister, Verwaltungsangestellter; 2. Reinhold Gilch (55), 2. Bürgermeister, bauchtechnischer Angestellter; 3. Claudia Meier (48), Gemeinderat, kaufmännische Angestellte; 4. Michael Hammer (30), Gemeinderat, technischer Sachbearbeiter; 5. Armin Grohmann (59), Gemeinderat, Kälteanlagenbaumeister; 6. Ines Röhling (37), Regierungsamtsfrau; 7. Christian Schmid (44), Soldat; 8. Lukas Heinrich (21), Elektroniker; 9. Sandra Weiß (40), Verwaltungsangestellte; 10. Roland Pflaum (52), Gemeinderat, Architekt; 11. Reinhard Ach (61), Gemeinderat, selbständiger Kaufmann; 12. Florian Bächer (25), Schreinermeister; 13. Gabi Müller (49), Sekretärin; 14. Wolfgang Schieder (54), Gemeinderat, kaufmännischer Angestellter; 15. Thomas Baunnoch (54), Zimmerermeister; 16. Daniel Groß (26) Bauzeichner; 17. Sonja Holzbrecher (31), Lehrerin; 18. Jürgen Scholz (43) Projektmanager; 19. Sabine Fillinger (45), Erzieherin; 20. Matthias Stangl (24), Anwendungsentwickler; 21. Stefan Dotzler (37), Maschinenbauingenieur; 22. Markus Hemmer (46), Berufsschullehrer; 23. Patrizia Heuberger (36) Industriekauffrau; 24. Werner Härtl (63), Bauingenieur. (du)

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