13.06.2019 - 11:42 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Irland - Grüne Insel mit bunter Kultur

Céad míle fáilte und willkommen auf der grünen Insel, dem Smaragd im Atlantik – den endlosen Weiten von Irland. Einem Land voll Gegensätze. Sattes Weideland, stürmische Meeresbrisen, multikulturelle Städte. Doch Irland bietet noch mehr.

Irlands Klippen gelten als einige der schönsten der Welt. Jahrhunderte formten sie Wind und starker Wellengang.
von Julia Hammer Kontakt Profil

2600 Kilometer voll unberührter Natur, verschlafener Fischerdörfer und von brechenden Wellen geformter Felsen: Der Wild Atlantic Way – eine kurvige Straße an der Westküste – schlängelt sich von der Halbinsel Inishowen im Norden bis in die kleine Küstenstadt Kinsale im Süden. Egal ob mit dem Wohnmobil, dem Auto oder ob Sie sich auf dem Motorrad die kühle Brise des rauschenden Meeres um die Nase wehen lassen wollen – für die insgesamt fünf Etappen durch das spektakuläre Panorama brauchen Sie rund zwei Wochen – und einen Blick für die großen und kleinen Besonderheiten, die sich am Wegesrand des Wild Atlantic Ways verbergen. Doch es lohnt sich, den Wagen einfach einmal stehen zu lassen und in einer der alten Kirchen und Schlossruinen, die immer noch mächtig über den flachen Weidelandschaften thronen, in die Geschichte Irlands einzutauchen. Genug Geschichte? Dann ab in die Wanderschuhe und rauf auf einen der höchsten Berge Europas. Die Anstrengung ist schnell vergessen, wenn der Blick vom Gipfel aus über das schäumende Meer, die grasenden Schafherden und die verwunschenen Wälder schweift. Durchatmen. Stille. Nur das Rauschen des Windes, der durch die Haare streicht und die Wolken vor sich hertreibt.

Tobende Tierherden und moderne Wolkenkratzer

Irische Gastfreundschaft, Bräuche und Idylle bietet der kleine Ort Kinsale inmitten einer malerischen Bucht mit seinen bunten Häuschen und gemütlichen Cafés. Auch wenn das kleine Städtchen versteckt liegt, es ist leicht zu finden – ein rot-weiß-gestreifter Leuchtturm weist den Weg. Zu den atemberaubenden Weiten, wild tobenden Tierherden und den unberührten Stränden des Wild Atlantic Ways bietet Dublin, Irlands Hauptstadt mit rund 1,3 Millionen Einwohnern, den schillernden Kontrast. In ein sattes Grün taucht die Stadt nur an einem Tag – dem St. Patrick`s Day am 17. März. Ansonsten lockt Dublin mit seinen unzähligen bunten Angeboten jedes Jahr rund eine halbe Million Deutsche auf die grüne Insel. Ob ein Absacker in einem der unzähligen Pubs, gemütliches Schlendern über einen der Flohmärkte, auf denen Einheimische antike Schätze anpreisen, oder ein Kaffee am smaragdgrünen Fluß Liffey – kaum jemand kann sich dem Charme der irischen Hauptstadt mit ihren verträumten Gässchen, traditionellen Backsteinhäusern und modernen Wolkenkratzern entziehen. Doch auch Dublins düstere Seite zieht in ihren Bann. Zahllose Legenden und Schauergeschichten ranken sich um das verlassene Gefängnis Kilmainham Gaol, dessen von kahlen Mauern umgebener Ostflügel für Besucher geöffnet ist. Mauern, die von unmenschlichen Bedingungen und grausamen Schicksalen der ehemaligen Insassen erzählen. Magisch wird es im Trinity College – ein Muss für alle Harry-Potter-Fans. Die alten Bibliotheksräume der Universität wirken wie aus einer verwunschenen anderen Welt. Doch zurück aus dem Reich der Zauberer – und rein in die bunte Kreativszene Dublins, die die Herzen aller Modeliebhaber höher schlagen lässt. Egal ob avantgardistisch, High-End-Fashion oder alternativ – im sogenannten Creative Quarter zwischen der South William Street und der George’s Street reihen sich die Designer aneinander. Zwischendurch ein wenig Kunst gefällig? Dann ab in eine der benachbarten Galerien. Bei all der kulturellen Vielfalt darf eine Sehenswürdigkeit der Küstenstadt nicht fehlen – das Dublin Castle. Einst Herrscherwohnsitz, Gericht, Festung und Hinrichtungsstätte erzählt das Bauwerk jährlich Millionen Besuchern von längst vergangenen Zeiten.

Kleine Gassen, antike Läden, traditionelle Küche und ein buntes Nachtleben - Dublin ist vielfältig - und strahlend schön.
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