05.11.2018 - 10:29 Uhr
Kaimling bei VohenstraußOberpfalz

50 Jahre ins Land gezogen

Ein Film über die erste Klasse und dem Heimatort Kaimling findet großen Gefallen beim Klassentreffen des Einschulungsjahrgangs 1968. Wo ist doch die Zeit geblieben?

Vor 50 Jahren kamen diese Männer und Frauen aus Kaimling und Roggenstein in die erste Klasse. Längst Zeit, sich an selber Stelle wieder zu treffen.
von Elisabeth DobmayerProfil

Erstmals hat sich der Einschulungsjahrgang 1968 zum 50-jährigen Jubiläum im ehemaligen Schulhaus in Kaimling getroffen. Sekt als Willkommensgruß durfte an so einem denkwürdigen Tag natürlich nicht fehlen. Inge Wolfrath und Anneliese Mittelmeier, die Hauptinitiatoren, begrüßten ihre ehemaligen Klassenkameraden und bedankten sich für das Kommen. Bei Kaffee und Kuchen hatte man sich einiges zu erzählen und es wurde ein Film vorgeführt, den der bereits verstorbene Lehrer Heribert Bauer im Jahr 1969 bis 1971 aufgenommen hatte.

Dieser handelte über den Heimatort und auch die Jubiläumsklasse wurde bei einer Turnstunde gefilmt. Es war eine Zeitreise in längst vergangene Jahre und alle waren erstaunt und begeistert zugleich. Der frühere Ortssprecher Josef Herrmann führte die Runde durch die ehemaligen Klassenräume und die noch vorhandene Turnhalle, in der die Erstklässler damals gefilmt wurden. Nach der gemütlichen Kaffeerunde im ehemaligen Klassenzimmer, das heute als Vereinsraum dient, besuchten die ehemaligen Mitschüler das Grab von Hans Rom, der bereits im Jahr 2011 verstorben ist. Am Grab wurde ein Blumengebinde mit einer beschrifteten Schleife „In Gedenken an den Einschulungsjahrgang 1968“ niedergelegt.

Im Anschluss war ein Kirchenbesuch in der Dorfkirche „Maria Immaculata“ angesagt. Einen besonderen Dank richteten die ehemaligen Klassenkameraden an Pfarrer Gerhard Schmidt, der die Messe im Gedenken an den verstorbenen Mitschüler Hans Rom zelebrierte. Josef Wolfrath und Reimund Mittelmeier, die Ehemänner der Organisatorinnen, gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Beim Abendessen im Gasthaus „Zum Sonnenhang“ wurde über die gute alte Schulzeit und natürlich auch über die aktuelle Zeit bis kurz nach Mitternacht geplaudert.

Von den 15 ehemaligen Schülern folgten immerhin 12 der Einladung. Die weiteste Anreise hatte eine gebürtige Kaimlingerin, die nun in Hohenbrunn bei München wohnt. „Es wurde ausgemacht, dass man sich spätestens in fünf Jahren wieder trifft, denn noch einmal so lang wollen wir nicht warten“, freuten sich die Initiatorinnen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.