12.07.2021 - 18:23 Uhr
Kainsricht bei GebenbachOberpfalz

Alfred Lindner seit 40 Jahren Priester

Alfred Lindner ist gebürtiger Kainsrichter. Hier feierte der Salesianerpater nun auch ein Jubiläum: 40 Jahre Priesterweihe.

Dorfsprecher Franz Gottschalk (von links), Bürgermeister Peter Dotzler und Kirchenpflegerin Susanne Lindner (rechts) gratulierten Pater Alfred Linder zum 40. Priesterjubiläum.
von Autor MMAProfil

Gut besucht war der Gottesdienst im Ringer-Stadel in Kainsricht, den der Ensdorfer Salesianerpater Alfred Lindner, ein gebürtiger Kainsrichter, anlässlich seines 40. Priesterjubiläums feierte. Elisabeth Lindner und Theresa Schreglmann begleiteten mit Gitarren und Gesang die Eucharistiefeier. In seiner Ansprache verglich der Salesianerpater die dörfliche Baustelle mit dem derzeitigen Umbau in der katholischen Kirche. Seit der Zeit, als er im Ort seine Primiz gefeiert habe, sei auch im kirchlichen Bereich viel geschehen und habe sich manches zum Guten bewegt, resümierte er.

Recht verstehen müsse man Jesu Ruf des „metanoite“. Zwar werde dies oft mit „Umkehr“ übersetzt, doch eigentlich sei damit ein Nachdenken gemeint, um sich immer wieder auf das Richtige und Wichtige zu besinnen. Hilfreich seien (Bibel-)Gespräche, die helfen könnten, die Mitte zu finden.

Vor allem aber sei erforderlich, auch in religiöser Hinsicht „erwachsen zu werden“. Lindner zitierte Worte des Kardinals Marx, der vor sieben Jahren im Bamberger Dom betonte, dass „die Kirche noch immer in Kinderschuhen“ stecke und, so Lindner, sich deutlich und endlich entwickeln müsse. Auch gehe jener, von so vielen verlangte, Umbau weit über das Theologische hinaus und zeige sich gerade auch im Alltag. Für Pater Lindner gehört derzeit zur Nächstenliebe zum Beispiel auch das Sich-Impfen-Lassen dazu und ein verstärkter Einsatz für die Umwelt. Mit Worten aus der Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus müsste „planet earth first“ gelten und der Umweltschutz ein Anliegen gerade auch der Christen sein. Kainsrichts Dorfsprecher Franz Gottschalk, Gebenbachs Bürgermeister Peter Dotzler und Kirchenpflegerin Susanne Lindner gratulierten Pater Alfred Lindner zu seinen Erfolgen. Dazu gehörten sein Anschub zum Aufleben der Mausbergwallfahrt, seine Jugendarbeit und auch seine ambitionierten interreligiösen Veranstaltungen. Im Stadel erinnerten zudem Schautafeln an die vor 40 Jahren stattgefundene Primiz und viele weitere seiner Aktivitäten. Nach Reden und Geschenken feierte man ein Dorffest.

Hintergrund:

Pater Alfred Lindner

  • Am 28. Juni 1981 wurde Pater Lindner in Benediktbeuern bei den Salesianern Don Boscos zum Priester geweiht.
  • Am 12. Juli 1981 feierte er seine Primiz in Gebenbach.
  • Ein Hauptanliegen sei ihm wie dem heiligen Vorbild Don Bosco stets die pastorale Arbeit mit Jugendlichen gewesen.
  • Nach Jahren in Buxheim und als Religionslehrer kam Lindner als Bildungsreferent nach München.
  • Weitere pastorale Einsatzorte waren Chemnitz und Nürnberg.
  • Seit 2010 ist Lindner nun im Salesianerkloster und der Jugendbildungsstätte in Ensdorf aktiv.
  • Vier Jahre war er katholischer Klinikseelsorger im Klinikum St. Marien in Amberg.
  • Eine halbe Pfarrvikarsstelle füllt er seit September 2020 in St. Johannes in Nabburg.
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