Fritz stellte Bürgermeister Günter Stich sowie dessen Vertretern Oliver Mutterer und Rita Rosner die Zielvorstellung für den künftigen Betrieb der Einrichtung in dem Flosser Ortsteil Kalmreuth vor. Mit dazu gehört der „Kunstbau Weiden“. Wichtigster Aspekt bei Überlegungen und Gesprächen ist der Wunsch, die Zukunft der Kulturwerkstatt langfristig und gut zu sichern: „Es muss von der Projekt- auf eine beständige Strukturförderung umgestellt werden. Dazu wollen wir die kommunale Ebene und das Land mit ins Boot nehmen.“
Es sei nicht zufriedenstellend, den dauerhaften Bestand ausschließlich von Personen abhängig zu machen: „Das hat bisher nur deswegen funktioniert, weil wir die gesamte Einrichtung mit viel Herzblut aufgebaut haben und betreiben.“ Der Wunsch nach einer Lösung ohne zeitliches Limit erfordere den Umstieg: „Das wird ein beschwerlicher Weg. Es darf aber nicht sein, dass die Kulturwerkstatt eines Tages sang- und klanglos von der Bildfläche verschwindet.“
Fritz war sich bewusst, dass die Messlatte hoch liegt. Der geforderte Zertifizierungsprozess werde dauern. Es gehe um die Frage, welche Unternehmensform geeignet ist, außerdem müssten die kommunalen Partner mitspielen. Verbunden war das Bewusstsein um die diffizilen Abläufe am Freitag mit Zuversicht und mit dem Willen, die Zukunft nicht dem Zufall zu überlassen. Vorgestellt wurden anschließend eine Info-Broschüre zu Kinder- und Jugendkunstschulen in Bayern und ein „Rezept“ des Landesverbands für eine gute kulturelle Bildung in Bayern.
Zusammen mit Werner Fritz und Praktikantin Julia Schmidt legte Fritz die Programmübersicht für die kommenden Wochen und Monate auf den Tisch. Überschrieben ist die mit der Aufforderung, über den Tellerrand zu blicken. Es geht um den Mut zur Fantasie, die Vermittlung kultureller Kompetenz für alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten und auch um ein modernes Heimatbild.
Fester und laufender Bestandteil des Programms in Kalmreuth ist der „Kinderkunstraum“. Buben und Mädchen entdecken die Welt kreativer Ideen und deren handwerkliche Umsetzung. „Kleine Gespenster“ werden am 30. Oktober für Spaß beim Basteln sorgen. Kunstwerke entstehen auch bei der Architektur für Tiere, bis hin zum Haus für Vögel oder Meerschweinchen, in der Winterwerkstatt oder bei der „Maskerade“.
Weiterhin im Angebot sind die Ton- und Werkgruppe oder die „Keramik für Erwachsene“ zu finden. Ein Schmankerl gibt es mit einem zweiteiligen Workshop, bei dem Tiffany-Schmuck und Spiegel entstehen. Nicht zu vergessen auf die buchbaren Kindergeburtstage oder auf die Erlebnistage für Gruppen und Schulklassen. Ein „Muss“ ist am 9. Dezember von 15 bis 18 Uhr der Besuch beim „Tag der offenen Tür“. Verbunden ist das mit der Weihnachtswerkstatt, bei der heuer das Papier in den Blickpunkt rückt.
Und dann stehen noch zwei außergewöhnliche Termine bevor. Bis zum 2. Februar 2019 sind zwar noch einige Monate hin, dann kommt aber Marius Koslowski nach Kalmreuth. Er entführt in die Welt der Zauberei. Eine außergewöhnliche Ehre schlägt während der Pfingstferien 2019 zu Buche. Zusammen mit Axel T. Schmidt und mit der Kunstschule in Domazlice (Tschechien) darf die Kulturwerkstatt anlässlich der Wurzer Sommerkonzerte und des Jubiläums „950 Jahre Wurz“ die alte Friedhofmauer in dem Ort bemalen: „Ein anspruchsvolles und spannendes Vorhaben.“













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