Kaltenbrunn bei Weiherhammer
20.01.2026 - 11:47 Uhr

Abschied von Marianne Gräf in Kaltenbrunn

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde in Kaltenbrunn Marianne Gräf zur letzten Ruhe geleitet. Sie war im Alter von 84 Jahren verstorben.

In Kaltenbrunn wurde Marianne Gräf zu Grabe getragen. Symbolbild: Julian Stratenschulte
In Kaltenbrunn wurde Marianne Gräf zu Grabe getragen.

Marianne Gräf war wegen ihres offenherzigen und aufrichtigen Wesens über die Grenzen der Marktgemeinde hinaus beliebt. Dies zeigte die große Anteilnahme bei der Beerdigung am Montag in Kaltenbrunn. Pfarrer Varghese Puthenchira betrachtete das Leben der Verstorbenen im Licht des Weihnachtsliedes „Ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben“. Dies drücke aus, was Marianne Gräf als Ehefrau, Mutter, Oma nach 84 irdischen Jahren in ihrem Sterben gefunden habe: hintreten mit der ganzen Lebensgeschichte, geprägt von tiefem Glauben, mit aller Fröhlichkeit, Hilfsbereitschaft, Freude an der Arbeit, Fleiß und Güte.

Wie der Prediger ausführte, wurde Marianne Gräf am 2. April 1941 als drittes Kind der Eheleute Anton und Maria Kraus geboren. "Sie hatte nicht das Glück, ihren Vater kennenzulernen, der in russischer Gefangenschaft verstarb." Auch ihre älteste Schwester verlor Marianne mit nur drei Jahren. Ihre Mutter heiratete später Johann Schieder, der für Marianne wie ein guter Vater war, sagte der Pfarrer. 1962 heiratete sie Josef Gräf, mit dem sie 63 Jahre eine glückliche Ehe führte, aus der die Kinder Adolf, Thomas, Brigitte und Renate hervorgingen. Große Freude, so der Prediger, bereiteten Marianne Gräf neun Enkelkinder und zwei Urenkel. 1995 musste sie Abschied von ihrer Mutter nehmen, 2020 auch von ihrer Schwester Erna Rodler.

Pfarrer Puthenchira würdigte das stille und bescheidene Leben der Verstorbenen. Die Familie sei ihr Ein und Alles gewesen, besonders wichtig der Glaube. "Mit ihrem Ehemann zählte sie zu den treuen Beterinnen des Rosenkranzes an den Samstagen vor dem Gottesdienst – auch in Dürnast oder Freihung." Der Rosenkranz habe ihr immer wieder Kraft gegeben, besonders in den letzten Jahren, als sie einige gesundheitliche Rückschläge zu bewältigen hatte. Bis zur Auflösung des Ortsverbands hielt Marianne Gräf der KAB die Treue. Die Trauerfeier umrahmte Tenorsolist Hans Liedl, begleitet von Armin Spies an der Orgel, mit drei Liedern.

 
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