Bienen ist Ausgangssperre egal

"Meine Mädels sind nicht zu bremsen und halten sich nicht im Geringsten an die Ausgangsbeschränkung", stellt der Vorsitzende des Imker- und Bienenzuchtvereins 1901, Rudi Prölß, fest.

Im April sind Bienen schwer aktiv.
von Siegfried BockProfil

Prölß bedauert, dass zurzeit keine Monatstreffen im Lehrbienenhaus möglich sind. „Der Start in den Frühling ist voll im Gang. Das große Summen ist überall spürbar. Die Immen besuchen derzeit die frühblühenden Sträucher und warten in den nächsten Tagen auf die ersten blühenden Obstbäume, um diese zu bestäuben und Nektar zu holen,“ erklärt er. Auch die Imker stünden trotz Corona in den Startlöchern, die Bienenvölker zu erweitern und die ersten Honigräume aufzusetzen. Der Bautrieb sei erwacht. Prölß: „Der Imker gibt dazu Waben mit Bienenwachs-Mittelwänden, die wiederum sehr schnell für Brut und Honig ausgezogen werden.“ Nachdem die Trockenheit in der Natur neue Maßstäbe setze, zeige sich eindeutig, „dass unsere Bienen mit der Bestäubung der Nutz- und Kulturpflanzen die wirklichen Naturschützer sind".

Haben sie genug im Obstgarten gehamstert, machen sie auf Rapsfeldern und blühenden Wiesen weiter. Diese Einkaufstour unternehmen sie vier- bis fünfmal am Tag. Manche denken auch an ihre Jüngsten zu Hause, die noch zu klein für Ausflüge sind, und bringen Wasser mit nach Hause. Nachdem sie alle länger in den Wohnungen eingesperrt waren, wird sich in nächster Zeit zeigen, wie sich die Vermehrungsrate entwickelt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.