Grüner, moderner, verbindender

Landschaftsarchitekt Korbinian Schönberger gibt einen planerischen Überblick zur Dorferneuerung. Im Juni soll der erste Abschnitt starten.

von Siegfried BockProfil

Korbinian Schönberger kündigte am Donnerstag vor rund 30 Bürgern für den Sommer die Detailplanung für den Abschnitt Marktplatz Nord an. Vor dem Start im Juni sind Einzeltermine mit Anliegern zur Abstimmung der Feinheiten vor Ort im März vorgesehen.

Die ingenieurtechnische Betreuung erledigt Gunther König aus Weiden. Zur Zonierung des Straßenraums „Am Graben“ führte Schönberger aus: Die vorhandene Stützmauer am Pfarrhof bleibt bestehen. Die Pflasterung erfolgt mit versickerungsfähigem Muschelkalk, die Einfassung mit Flossenbürger Granit. Vorgesehen sind ferner blendfreie LED-Mastleuchten und weniger versiegelte Flächen, stattdessen ein 90 Zentimeter breiter, beparkbarer Grünstreifen sowie begrünte Vorzonen zur Verbesserung der Wohnqualität.

Bei den Pflanzungen mit Spalierbäumen und Kletterrosen wird auf Sichtachsen Rücksicht genommen. Eine Aufwertung erfährt das historische Gassl als Gehverbindung zur Bürgermeister-Hörl-Straße. Wasseranschlüsse, Kanalnetz, Oberflächenentwässerung werden im Zuge des Straßenausbaus erneuert. Eine Glasfaserverbindung wird mit verlegt.

Am Kriegerdenkmal wird die bisherige Zuwegung durch großzügigen Granit-Pflasterbelag ersetzt. Nach Entfernung der bestehenden Heckenfragmente (Berberitze) folgt als Ersatzpflanzung eine Blühhecke aus weiß- und rotblühenden Spieren. Der Granitbordstein wird barrierefrei abgesenkt. Eiben, Kastanie und Ahorn bleiben erhalten.

Regina Rodler bat um Berücksichtigung einer 9-Meter-Trompete für das rückwärtige Einfahren in den Hof mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Thomas Schönberger und Roland Krauß regten die Pflasterung der ganzen Kriegerdenkmal-Insel an. Alexander Kummer wünschte die Verlängerung des Gehsteigs vom Pfarrhof bis zur Autowerkstatt. Herbert Burkhard hielt die Aufnahme des Parkplatzes an der evangelischen Kirche für angebracht. „Sonst ist das eine tote Fläche“ fügte er hinzu. „Auf 3000 bis 4000 Euro sollte es nicht ankommen“ bemerkte Bürgermeister Ludwig Biller. Er war sich mit Architekt Christian Schönberger einig, die Anregungen in die Ausschreibungen mit aufzunehmen.

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