Hamstern Hauptaufgabe

Imkerchef Rudi Prölß hält am Lehrbienenhaus Erweiterungswaben in Händen. An den Fluglöchern herrscht Hochbetrieb.
von Siegfried BockProfil

„Meine Bienenmädels sind schon toll und einzigartig – besonders im April und Mai“, schwärmt Rudi Prölß. Der Vorsitzende des Imker- und Bienenzuchtvereins 1901 steht zurzeit einsam am Lehr- und Vereinsbienenhaus.

Als Ersatz für die Monatstreffen will Prölß auf diese Weise den Kontakt zu den Mitgliedern, von denen viele in Nachbarorten leben, herstellen. „Selbst eine Ausgangssperre hindert die Bienen nicht, die Umgebung zu erkunden. Eine ungezähmte Kraft treibt sie hinaus in die blühende Natur, um einen Selbstbedienungsmarkt mit Sonderangeboten zu finden“ erklärt der Imkerchef. Trotz stetigem Hamstern von eiweißhaltiger Nahrung und süßem Nektar sei der Markt am nächsten Tag wie ein Wunder wieder komplett gefüllt. Überstürzt kämen die Bienen immer wieder mit vollen Höschen heim. Prölß: „Vereinzelt schaffen sie es nicht mehr bis an die Haustüre. Sie schleppen sich mühsam in die Wohnung, füllen die Vorräte in leere Zellen, bis alle Regale bis unters Dach voll sind. Eine steckt die andere an, im Nahrungshaus der Natur zu hamstern, bis nichts mehr zu holen ist.“

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