Kreuz sucht Träger

„Weil die Hauptamtlichen nicht alles stemmen können, sind Ehrenamtliche wichtiger denn je. Mit ihrem Einsatz können sie mithelfen, dass Kirche vor Ort lebendig bleibt." Martina Messer wirbt in der Pfarrversammlung um noch mehr Helfer.

Jeweils 40 Jahre stellen sie sich in den Dienst von Kirche und Caritas: Dafür wurden Sammlerin Brigitte Harrer und Blumenschmückerin Hannelore Enzmann (Dritte und Vierte von rechts) geehrt.
von Siegfried BockProfil

"Jeder sollte sich überlegen, inwieweit er sich einbringen kann und möchte“, warb die Sprecherin des Pfarrgemeinderats im trotz schönstem Wetter fast vollbesetzten Pfarrheim. „Aber die da sind, arbeiten ja schon mit“, stellte sie fest.

Die Geschichte von der Blumenzwiebel, die tatkräftig mithelfe, dass aus dem kleinen zarten Trieb eine prächtige Blume werden könne, zeige viele Parallelen zur gegenwärtigen und zukünftigen Situation in der Pfarreiengemeinschaft (PGM) auf, sagte Messer. Sie hoffte, dass die bei der Versammlung bewiesene Verbundenheit weiter wachse.

Die Geschichte lehre aber auch, dass man sich auf dem bisher Erreichten nicht ausruhen dürfe. "Sicher ist, dass es kein ‚Weiter so‘ geben werde." Momentan müsse der Grundstein gelegt werden für größere pastorale Räume und immer mehr pfarreiübergreifend gedacht werden. Messer: „Sperren wir uns oder sind wir bereit, uns für neue Wege stark zu machen, auch wenn wir uns manches noch nicht vorstellen können? Wenn wir allem Ungewohnten aber Notwendigen positiv entgegensehen, wird vielleicht die eine oder andere Blume zum Erblühen kommen.“ Der Pfarrgemeinderat wolle durch seine Aktionen Gärtner der Blumenzwiebeln sein.

Miteinander glauben, feiern und das Leben gestalten, das mache eine Pfarrgemeinde aus, betonte Pfarrer Varghese Puthenchira. Spuren von lebendiger Gemeinde seien da. Deshalb stimme es traurig, wenn viele nicht mehr bereit seien, mitzuhelfen. Der Geistliche bat zu überlegen, wie Leute gewonnen werden könnten, die sich engagieren zum Beispiel bei Geburtstagsbesuchen.

Er dankte auch im Namen von Pater Prince den Gremien und weiteren Ehrenamtlichen für ihren Dienst und gutes Miteinander. „Wir spüren die gute Atmosphäre, fühlen uns wohl und sind dankbar für Rückmeldungen.“

„Wenn es so weiter geht, müssen wir nächstes Jahr den Chorgesang einstellen“ prophezeite Leiter Hans Liedl und bat deshalb eindringlich um Bereitschaft zum Mitmachen. Pfarrer Puthenchira sprach ein weiteres Problem an: „Wenn niemand bereit ist, das Kreuz oder den Lautsprecher zu tragen, kann es keinen richtigen Trauerzug mehr geben. Dann müssen die Angehörigen dies mit dem Bestattungsinstitut vereinbaren.“ Hans Zeinz hält eine Generalüberholung der elektronischen Orgel, eventuell eine Neuanschaffung in der Dürnaster Marienkirche für angezeigt. „Am Geld soll es nicht scheitern“ sicherte Kirchenpfleger Karl Bauer die Einholung einer Experten-Meinung zu.

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