Das letzte Jugendhaus wankt

Auch Bischof Rudolf Voderholzer gibt keine Garantie für den Fortbestand des Jugendhauses in Kaltenbrunn. Es ist die letzte derartige Einrichtung im Landkreis und bayernweit gefragt.

Nicht sicher ist die Zukunft des Jugendhauses, dem sich der Kindergarten in südlicher Richtung anschließt. Rechts ist ein Teil des Übernachtungsgebäudes zu sehen.
von Siegfried BockProfil

Der Vorsitzende des Jugendwerk Weiden-Neustadt, Josef Bauer, nutzte im Pfarrheim die Gelegenheit, um Bischof Rudolf Voderholzer mit der schwierigen Zukunftsperspektive für das 1983 eingeweihte Jugendhaus vertraut zu machen. Trotz der von der Bischöflichen Finanzkammer in Aussicht gestellten Zuschüsse für die nötige, rund eine Million teure Sanierung, sei der verbleibende Eigenanteil für das Jugendwerk zu hoch, betonte Bauer.

„Die wenigen Eigenmittel reichen dafür nicht aus. Zudem besteht die Gefahr, dass der Kindergarten nicht mehr kostengünstig saniert werden kann, abgebrochen und durch einen wesentlich kleineren Neubau für nur noch eine Kindergruppe ersetzt wird.“ Dies würde das Aus für das einzige noch existierende Jugendhaus im Landkreis Neustadt bedeuten, machte Bauer deutlich.

Er verwies zudem auf die nach wie vor gute Belegung der Einrichtung über die bayerischen Grenzen hinaus. Schon für 2021 lägen Anmeldungen vor. Der Oberhirte inspizierte anschließend das Gebäude, konnte aber keine Zusagen machen.

Bürgermeister Ludwig Biller erläuterte auf Nachfrage, dass man auf eine Entscheidung des Baureferats beziehungsweise der Finanzkammer der Diözese warte. "Unser Ziel ist es, den Kindergarten in Kaltenbrunn zu erhalten.“ Nicht zuletzt deshalb hat sich bereits ein Förderverein etabliert.

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