Verkehr und Straßenbau beschäftigen Kaltenbrunner

Mit der Arbeit des Bürgermeisters, des Gemeinderats und der Verwaltung waren die Kaltenbrunner offensichtlich zufrieden, wie die Bürgerversammlung am Mittwoch zeigte. Es gab von seiten der rund 40 Besucher nur sechs Wortmeldungen.

Auch wenn keine Panzerkolonnen mehr durch den Markt fahren, die Lärmbelästigung der Anwohner in der Freihunger Straße durch Raser hat zugenommen. Mit Geschwindigkeitsanzeigern soll dem Einhalt geboten werden.
von Siegfried BockProfil

Ein Thema war zu schnelles Fahren in der Freihunger Straße. „Es wird immer lauter“, klagte Eduard Harrer als Anwohner und bat um Aufstellung von Geschwindigkeitsanzeigern. Grundsätzlich sehe er da kein Problem. Vorher müssten die einzelnen Fachstellen gehört werden, sagte Bürgermeister Ludwig Biller.

„Warum wurden die Hecken am Wasserhaus komplett gerodet und diese mit Betonklötzen und Drahtzaun einfach am Galgenbühl abgelagert?“, wollte Daniel Schweiger wissen. Biller versprach Klärung. Für Alexandra Schwerin-Fortner ist das Seniorenprojekt "Alia" eine „geile Sache“. „Die Nachbarschaftshilfe ist nur ein kleiner Teil.“ Im Internet lese sie aber nur Wischi-Waschi und keine konkreten Aussagen. Eine Infoveranstaltung wäre deshalb angebracht, meinte die Bürgerin. Biller dankte den 32 Frauen und Männern, die als Multiplikatoren bereits mitarbeiten und lud auch Schwerin-Fortner dazu ein. Die einzelnen Arbeitsgruppen beschäftigen sich derzeit intensiv mit der Nachbarschaftshilfe.

Noch nicht fest stünden wegen der noch ausstehenden Abnahme die Kosten für die Sanierung der Straßen „Am Lindenbach“ und „Am Weiherteil“, erwiderte der Gemeindechef auf Nachfrage von Hermann Neubauer. Stefan Gradl vermisste hier die Feinschicht und stellte die Frage: „Warum wurde die Staubfreimachung am Weiherteil nicht bis zum Galgenbühlweg durchgezogen?“ Von einem Vollausbau wurde Abstand genommen, weil sonst Kosten auf die Anlieger zugekommen wären, antwortete Biller. Ziel war, auf die alljährliche Aufschotterung der Wege künftig zu verzichten.

Grundsätzlich war „Am Weiherteil“ die Sanierung nur im Bereich der Anwohner geplant, um aus Sicherheitsgründen zu schnelles Fahren zu vermeiden. Hans Bernklau junior verwies auf die dringend notwendige Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße nach Thansüß. Diese sei im Fokus des Sanierungsprogramms, versicherte Biller.

Zuvor hatte der Rathauschef über den Sachstand der Dorferneuerung informiert. In Kaltenbrunn würden in den nächsten Jahren rund zwei Millionen verbaut. Als erste Maßnahme nimmt heuer die Straße „Am Graben“ und das Umfeld des Kriegerdenkmals Fahrt auf. Die Planungsaufträge für die damit verbundene Erneuerung des Kanals und der Wasserleitung seien bereits vergeben. Biller kündigte eine Bürgerbeteiligung im Februar sowie Abstimmungsgespräche zwischen Planer und Anliegern wegen der Gestaltung der Hausvorzonen an. 2021 folge der Abschnitt Marktplatz Nord, 2022 der Bereich Einmündung Raiffeisenstraße, 2023 der Marktplatz West/Ecke Grafenwöhrer Straße.

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