Wolf`n-Kapelle erstrahlt in neuem Glanz

Die Wolf'n-Kapelle hat eine bewegte Vergangenheit. Sie stand früher auf dem Gebiet des späteren Truppenübungsplatzes, wurde dort abgetragen und nahe Dürnast wieder errichtet. Jetzt steht sie erneut im Mittelpunkt.

Die Wolf`n-Kapelle an der Staatsstraße 2165 erstrahlt nach einer grundlegenden Renovierung in neuem Glanz.
von Siegfried BockProfil

Das kleine Gotteshaus wurde renoviert. Familienangehörige von Michael Krauß haben den schadhaften Innenputz bis auf einen Meter Höhe abgeschlagen und zum Schutz des Mauerwerks gegen Feuchtigkeit Dichtschlämme aufgetragen. Komplett erneuert wurde auch der Sockel außen. Einen neuen Anstrich erhielt ebenso die Fassade.

Die Kapelle wurde von der Familie Speckner erbaut und stand bis 1907 an der Schaumbachmühle im späteren Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Diesem zugeschlagen, ließ „Wolf`n-Wirt“ Michael Krauß (Großvater des jetzigen gleichnamigen Besitzers) nach der Heirat mit Margarete Speckner die Kapelle abtragen und an seiner Wiese an der Staatsstraße 2165 nach Dürnast neu errichten. Eine Parsberger Firma restaurierte 1983 den Altar. Kunsträuber hatten aus der Kapelle die Madonna entwendet.

Nach alter Tradition findet alljährlich am Fest des heiligen Johannes Nepomuk eine Prozession zur Wolf`n-Kapelle statt. Dabei wird in der darauf folgenden Messe das Bruderschafts-Gelöbnis erneuert. Die Satzung beinhaltet als wichtigste Aufgabe die Ehre des Nächsten. Die Bruderschaft zählte in den 50er Jahren fast 100 Mitglieder. Inzwischen sind es durch die Sterbefälle noch 29.

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