Zukunft des Kaltenbrunner Jugendhauses unsicher

Die Coronapandemie hat starke Auswirkungen auf das Jugendhaus Kaltenbrunn. Seit März ist keine Belegung möglich. Die Zukunft der Einrichtung ist fraglicher als je zuvor.

Sanierung, Abriss, Teilabriss? Vor einer unsicheren Zukunft steht das Jugendhaus. "Es gibt ungeklärte Szenarien" sagt der Vorsitzende des Jugendwerk Weiden-neustadt, Josef Bauer.
von Siegfried BockProfil

Wenigstens gibt es schon Reservierungsanfragen August und September liegen bereits vor, berichtet Jugendwerk-Vorsitzender Josef Bauer. Im Juli kommt die Behindertengruppe des Caritas-Fördervereins St. Laurentius aus dem rheinpfälzischen Herxheim. Weil die Jugendlichen dort als Familie leben, dürfen sie auch im Jugendhaus beisammenbleiben. Andere Gruppen müssen sich laut Gesundheitsamt an den Richtlinien für Beherbergungsbetriebe orientieren.

"Auch in den Oster- und Pfingstferien hätten wir das Jugendhaus voll belegen können. So aber bleiben dem Jugendwerk Weiden-Neustadt statt Einnahmen nur Ausgaben für Heizung, Miete an die Pfarrei, Löhne und Pflege der Außenanlagen", bedauert Vorsitzender Bauer.

Er bezeichnet die Zukunftsperspektive für das 1983 eingeweihte Jugendhaus als schwierig. Trotz der von der Bischöflichen Finanzkammer in Aussicht gestellten Zuschüsse von 80 Prozent für die dringend nötige, rund eine Million teure Sanierung sei der verbleibende Anteil für das Jugendwerk zu hoch, meint Bauer. Die wenigen Eigenmittel reichen dafür längst nicht aus. "Wer trägt die Kosten?" Er, Bauer, könne sich deshalb vorstellen, das Übernachtungsgebäude zu erhalten, aber Versammlungsräume, Küche und sanitäre Anlagen durch einen Neubau zu ersetzen, falls der Kindergarten erneuert wird.

Sollte das Baureferat der Diözese statt für eine Generalsanierung für einen Abbruch des im Süden sich anschließenden Kindergartens (ehemaliges Schulhaus) und somit für einen Neubau plädieren, würde dies das Aus für das einzige noch existierende Jugendhaus im Landkreis Neustadt bedeuten, befürchtet Bauer. Bürgermeister Ludwig Biller bekräftigte auf Nachfrage: "Es bleibt bei unserem erklärten Ziel, den Kindergarten St. Martin in Kaltenbrunn unter kirchlicher Trägerschaft zu erhalten." Laut Kirchenpfleger Karl Bauer liegt die Entscheidung bezüglich des Kindergartens noch immer bei der Bischöflichen Finanzkammer.

Auch andere ähnliche Einrichtungen im Landkreis Neustadt/WN haben durch die Pandemie Probleme

Ödpielmannsberg bei Moosbach
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